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Hechtangeln im Herbst

Hechtangeln im Herbst: Wobbler mit viel Aktion sind hier ein guter Köder

Hechtangeln im Herbst: Wobbler mit viel Aktion sind hier ein guter Köder (© FedBul / stock.adobe.com)

Ein langer Winter steht vor der Tür und der Hecht beginnt nun sich seinen Winterspeck anzufressen. Doch dieses Fressverhalten startet nicht mit dem kalendarischen Herbstanfang des Menschen. Die Erfahrung zeigt, dass erst mit den ersten Nachtfrösten, das Hechtangeln wirklich gut wird. Die Brutfische, die den Sommer überlebt haben, nun auch gelernt haben, sich vor dem großen Jäger in Acht zu nehmen, wird es für den Hecht nicht einfacher. Umso aggressiver geht er zu Werke. Gut für uns!

Verhalten des Hechtes im Herbst

Faszinierend ist, dass der Hecht stundenlang verharrt und sich tarnt, um sich vor der Beute unsichtbar zu machen. Dabei bleibt er aggressiv. Sobald er Beute sieht, wird er zuschlagen. Ein einheitliches Verhalten bei den Hechten herauszuarbeiten, fällt schwer. Einige legen sich auf den Grund in relativer Ufernähe, um dort auf Beutefische zu lauern, die anderen folgen den Weißfischen, um sie ihm offenen Gewässer zu jagen. Sie sind dort nicht auf dem Grund, sondern eher in der mittleren Schicht der Wassertiefe zu finden. Hierbei kann es hilfreich sein, den Haubentaucher oder andere Wasservögel zu beobachten. Wo sie jagen, da ist der Hecht nicht weit. Kleinere Hechte sind aktiver, als ihre größeren Artgenossen. Ist es die Erfahrung, die ihnen fehlt oder haben die Junior-Prädatoren mehr Energie?

Welche Köder eigenen sich am besten zum Hechtangeln im Herbst?

Der Hecht ist wild. Er ist im Herbst eine Fressmaschine und das sollten wir uns zunutze machen. Ob Köderfisch, Twitchbaits, Gummifisch, Streamer oder Blinker – bedarf es Probierens. Jeder Köder kann erfolgreich werden. Welcher eingesetzt wird, hängt am Ende auch ein Stück weit vom Revier ab. Während im Frühherbst die Fische noch eher in Landnähe schwimmen, so lösen sich diese fixen Standorte mit dem ersten Frost auf. Entsprechend variabel sollte der Köder dann gewählt werden, um das gesamte Spektrum abzudecken. Die Chancen den ganzen Oktober hindurch, einen kapitalen Prädator anzulanden, sind im Flachwasser durchaus gegeben. Die Wassertemperatur fallen, doch im Uferbereich sind noch ausreichend Plflanzen und damit hat der Hecht reichlich Möglichkeiten, sich zu verstecken. Das gilt auch für die großen Exemplare.

Welche Farben funktionieren im Herbst gut?

Solange noch ein wenig Herbstsonne durch die trübe Wolkenschicht bricht, sind Blinker und alles was Sonne reflektiert erste Wahl. Doch auch gedeckte Farben erwecken des Jägers Aufmerksamkeit. Wichtig ist die Bewegung und hier speziell Bewegungsmuster, die ihn zum Beißen animieren. Deshalb ist ein guter Rat, immer alle möglichen Farben durchzutesten, um zu schauen, auf welchen Köder der Hecht anspringt. Wobei bei wirklich trüben Wetter helle und grelle Farben natürlich begehrter sind.

Beißzeiten von Hechten im Herbst

Wie schon im Frühjahr, so gibt es auch im Herbst keine Zeiten, in denen der Hecht sonderlich ruhiger im Beißverhalten ist. Er jagt den ganzen Tag. Mit Glück auch in den frühen Abendstunden in der Dämmerung. Wobei zu dieser Zeit die Fangquote in Proportion zum schwindenden Licht nach unten geht.

Standplätze von Hechten im Herbst

Je kühler es wird, desto mehr zieht es den Hecht in die tieferen Bereiche des Wassers. Seinen Beutefischen folgend, sucht er sich seine neuen Standorte. Dies muss nicht zwangsläufig in der Mitte des Sees sein. Er liebt ebenso alte Mauerreste, Bäume und auch die Übergangsbereiche zu flacheren Teilen des Gewässers. Die ganzen flachen Bereiche wird er aber nicht mehr aufsuchen. Wer also erfolgreich im Sommer geangelt hat, der wird im Herbst an den gleichen Standplätzen wenig Erfolg haben.