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Makrelen angeln (Scomber scombrus)

Christoph beim Angeln
  ca. 8 Min.
  27.04.2022

Die Makrele ist ein Salzwasserfisch und hierzulande vor allem als Speisefisch begehrt. Das Fleisch ist aromatisch und enthält viele gute Fette, wie unter anderem die Omega-3-Fettsäuren. Makrele gibt es frisch, gefroren, geräuchert oder in Dosen zu kaufen. Es werden weltweit jährlich ca. 1 Million Tonnen Makrelen gefangen. Diese Fische werden im Durchschnitt 30 cm lang und leben und bewegen sich in Schwärmen. Sie sind eng mit dem Thunfisch verwandt und werden zwischen 10 und 17 Jahre alt. Ihr Lebensraum ist der Atlantik, die Nordsee, die Ostsee und auch der Pazifik. Man kann sie gut mit einer Spinnrute angeln und die beste Zeit für das Angeln nach dieser Fischart ist der Sommer.

Wissenswertes

Die Makrele© nosyrevy / stock.adobe.com

Die Makrele

Die Makrele, auch Scomber scombrus genannt, ist ein Meeresfisch. Er kann bis zu 60 cm lang werden. Diese Fischart findet man in den gemäßigten Zonen des Mittelmeeres, des Schwarzen Meeres und des nördlichen Atlantiks. Die Makrele lebt in Schwärmen und hält sich bevorzugt in der Nähe der Küste auf. Im Sommer findet man oft riesige Schwärme dicht unter der Wasseroberfläche.

Ihre Laichzeit fällt in die Wintermonate. In dieser Zeit nehmen die Fische wenig Nahrung zu sich und stehen mehrere 100 m tief unter der Oberfläche. Makrelen sind ausgesprochen schnelle Schwimmer. Im östlichen Atlantik gibt es drei Populationen, die man nur dadurch unterscheidet, zu welcher Zeit und an welchem Ort diese laichen.

Die Makrele gehört zu den beliebtesten Speisefischen. Darüber hinaus ist der Fisch äußerst gesund, denn er gehört zu den fetten Meeresfischen. Er enthält viel Omega-3-Fettsäuren und darüber hinaus hochwertiges Eiweiß und Vitamin D. Auch andere Vitamine und diverse Mineralstoffe sind in der Makrele enthalten. Besonders lecker schmeckt der Salzwasserfisch geräuchert. Wegen des hohen Fettanteils eignet sich die Makrele auch wunderbar zum Braten und Grillen. Auch als Steckerlfisch über Holzkohle gegrillt schmeckt der Meeresfisch besonders gut.

Makrele geräuchert© Igor / stock.adobe.com

Makrele geräuchert

Lebensraum

Die Makrele kommt sowohl im Nordatlantik als auch in den Küstengewässern des nordöstlichen Amerikas bis hin zur Westküste Europas, der Nordsee, der Ostsee, des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres vor. Als Begrenzung ihres Lebensraumes gilt die Tiefseekante der Nordsee. Die Makrele wird zu den Atlantikfischen gezählt, wobei dieser Fisch warme Gewässer am liebsten hat. Verschiedene Unterarten des Fisches leben vom Nordkap über die europäische Atlantikküste bis hinunter zum Mittelmeer.

Die Makrele lässt sich aber auch in den amerikanischen Gewässern finden. In den Subtropen ist die Unterart der spanischen Makrele heimisch. Makrelen befinden sich ständig in Bewegung, denn nur so nehmen sie genügend Sauerstoff auf. Um Raubfischen zu entkommen, bildet die Makrele große Schulen mit ihren Artgenossen. So wirkt sie wie ein einzelner Organismus, der seine Feinde irritiert.

Bevorzugte Nahrung & Beute

Die Makrele bevorzugt Plankton und Fischlarven als ihre Nahrung. Auch die Fischbrut von Heringen, Dorschen oder Sprotten gehört zur Beute. Daneben frisst die Makrele noch kleine Krebse und Schnecken. Im Frühjahr und Sommer, wenn der Bedarf nach Nahrung wieder größer ist, gehen Makrelen auch auf die Jagd nach Fischen wie Hering, Dorsch und Sprotte.

Größe & Lebenserwartung

Die Makrele wird maximal bis zu 60 cm lang. Die durchschnittliche Länge beträgt meist 30 cm. Das Durchschnittsgewicht liegt bei 500 g, doch das maximal veröffentlichte Gewicht dieser Fischart beträgt 3,4 kg. Makrelen werden nicht älter als 17 Jahre.

Fortpflanzung

Die Makrele erreicht mit ca. zwei Jahren ihre Geschlechtsreife. Die in der Nordsee lebenden Populationen wandern zu ihren Laichplätzen westlich von Irland. Sie laichen dort in den Monaten von Februar bis Mai. Große Makrelen-Weibchen legen in einem Laichgang bis zu 450.000 Eier ab. Diese werden sofort von der Strömung vertrieben. Durch das enthaltende Fett erhalten sie ihren Auftrieb. Die Fischlarven fressen zuerst den Dottersack, danach ernähren sie sich von Plankton. Die Jungfische erreichen nach 40 Tagen eine Größe von ca. 5 cm. Makrelen wachsen eher langsam.

Merkmale

Die Makrele hat einen langgestreckten Körper, der seitlich abgeflacht ist. Die hintere Körperhälfte des Fisches ist türkis-metallisch bis stahlblau gefärbt. Die untere Körperhälfte weist eine silbrige Färbung auf. Die Bauchseite ist weißlich. Von der Seitenlinie bis zum Rücken verlaufen dunkle Streifen mit wellenförmiger Struktur. Unter der Seitenlinie weist die Makrele Zeichnungsmerkmale auf.

Der Kopf dieser Fischart läuft vorne spitz zu und der Fisch hat ein endständiges Maul. Die Augen der Makrele sind relativ groß und haben eine schwarze Pupille. Dazu kommen noch zwei Rückenflossen, von denen die erste größer ist als die zweite. Direkt unter der zweiten Rückenflosse befindet sich die Analflosse. Die große Schwanzflosse ist tief gegabelt. Der Schwanzstiel des Fisches weist oben 4 bis 6 und unten 5 Flössel auf und keine Schwimmblase.

Verwandte Fischarten

Eng verwandt mit der Makrele ist natürlich die spezielle Unterart der spanischen Makrele. Daneben ist der Thunfisch nahe mit der Makrele verwandt. Makrelen und Thunfische gehören wiederum zur Familie der Barschartigen. Die Größe kann bei diesen Fischen extrem variieren, denn die kleinsten Makrelen sind etwa 20 cm lang und die größten Thunfische weisen eine Länge von bis zu 4,58 m auf.

Ausrüstung

Rute

Um Makrelen erfolgreich zu angeln, sollte eine 2,70 bis 3 m lange Rute verwendet werden. Das Wurfgewicht sollte zwischen 150 und 250 g betragen. Wer von Molen oder hohen Felsen Jagd auf Makrelen macht, kann eine Rute bis zu 3,30 m und ein geringeres Wurfgewicht von 60 bis 80 g verwenden.

40 g reichen, um die gehakten Fische aus dem Wasser zu haben. Man kann auch mit einzelnen Ködern angeln und dafür reicht dann eine leichte Spinnrute aus. Zum Spinnfischen verwendet man dann am besten Küstenwobbler, Spinner oder kleine Pilker.

Angelausrüstung zum Angeln auf Makrele© Piotr Wawrzyniuk / stock.adobe.com

Angelausrüstung zum Angeln auf Makrele

Köder

Als Köder eignen sich spezielle Makrelen-Paternoster, welche aus einer 2 m langen Monoschnur und einem mit Federn bestückten Haken der Größe 4 bis 6 besteht. Kleinere Haken bleiben leichter im Maul der Makrele hängen. Die Federn können zu lang sein, deshalb sollte man sie stutzen. Hervorragend eignet sich die Farbe Rot für die Federn. Statt Federn oder Fliegen eignen sich als Köder auch Mini-Oktopusse oder Blechlöffelchen.

Makrelen-Paternoster als Top-Köder auf Makrelen© Dennis / stock.adobe.com

Makrelen-Paternoster als Top-Köder auf Makrelen

Schnur

Grundsätzlich kann sowohl mit einer monofilen als auch einer geflochtenen Schnur geangelt werden. Mit einer geflochtenen Schnur ist jedoch ein direkterer Kontakt zum Köder möglich, weshalb ich diese bevorzugen würde.

Wer mit einem einzelnen Köder, beispielsweise einem Blinker angelt, kann eine etwas dünnere Schnur wählen. 0,12 bis 0,15 sind hier eine gute Wahl. Wer mit einem Makrelen-Paternoster angelt, sollte ggf. eine etwas dickere Schnur von 0,20 bis 0,25 wählen. Gerade bei einem Paternoster, bei dem an jedem Haken eine Makrele hängt, kann es sonst schnell zu einer hohen Belastung der Schnur kommen.

Rolle

Zur langen Rute passt am besten eine mittelgroße salzwasster-feste Stationärrolle, die mindestens 100 m Schnur fassen kann. Dazu passt ein großer Hochseewirbel, damit man die Paternoster schnell wechseln kann.

Jahreszeiten

Frühling

Wann die beste Fangzeit für Makrelen ist, hängt natürlich auch von der Wahl des Gewässers ab. Im Atlantik, der Nordsee und dem Pazifik beginnt die beste Fangzeit im Mai.

Sommer

Der Sommer ist generell eine der besten Jahreszeiten, um viele Makrelen zu fangen. Die Hochsommermonate Juli und August sind vor allem in der Ostsee vielversprechend. Aber auch in den anderen Gewässern wie Atlantik, Pazifik, Nordsee und Norwegen sind die Makrelen im Sommer sehr aktiv und die Jagd lohnt sich.

Herbst

Die beste Fangzeit für die Makrele reicht im Atlantik, in der Nordsee und im Pazifik noch bis in den September hinein. An der Ostsee gehören die Herbstmonate nicht mehr zur beliebtesten Angelzeit für Makrelen. In Norwegen beißen die Fische bis in den November hinein sehr gut.

Winter

Im Winter zahlt sich das Angeln nach Makrelen nicht wirklich aus, denn in diesen Monaten sind die Fische wenig aktiv. Sie halten hier Winterruhe und sind auch nicht sonderlich an Nahrung interessiert.

Beißzeiten

Tagsüber

Tagsüber ist die beste Zeit, um nach Makrelen zu angeln. Da diese Fische tagaktiv sind, bekommt man sie zu dieser Zeit am besten an den Haken. Auch morgens und abends stehen die Chancen auf einen tollen Fang noch gut.

Nachts

In der Nacht sind Makrelen nicht aktiv, darum ist das keine gute Zeit, um die Angel nach ihnen auszuwerfen.

Gesetzliche Regelungen

In Deutschland kann nur in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach der Makrele geangelt werden. Das Mindestmaß von 30 cm gilt nur in Schleswig-Holstein für die Küste.

Die Schonzeit gibt an, in welchen Monaten eine gewisse Fischart nicht geangelt werden darf. Das Mindestmaß legt fest, wie groß der Fisch sein muss, damit der Angler ihn auch behalten darf und nicht wieder ins Wasser zurücksetzen muss.

 

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