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Angelschein / Fischereischein machen

Angeldokumente - Angelschein nach bestandener Prüfung

Wer in Deutschland an öffentlichen Gewässern angeln möchte, der benötigt dafür fast immer den sogenannten Angelschein. Das Angeln ohne Angelschein ist in ganz Deutschland verboten und mit teils sehr teuren Strafen belegt.

Durch das Ablegen der Fischerprüfung stellt der Staat sicher, dass der Angler weiß, wie er mit einem Tier, in diesem Fall dem gefangenen Fisch, umzugehen hat. Angeln hat nämlich eine ganze Menge mit Tierschutz zu tun, auch wenn man dies als Laie im ersten Moment gar nicht denken mag.

Daher erfährt der angehende Angler in der Vorbereitung zum Angelscheine eine ganze Menge hilfreiches Wissen zu Themen wie Gesetzeslage, Gewässerkunde, Gerätekunde und Fischkunde. Da die Abnahme der Prüfung Ländersache ist, können die Kosten sowie der Inhalt der Prüfung von Bundesland zu Bundesland variieren.

Im folgenden Artikel erfahrt ihr daher, wie ihr es ganz einfach zum Angelschein schafft, welche Besonderheiten es dabei pro Bundesland gibt und wie ihr euren Angelschein ganz einfach auch online machen könnt.

Kann man auch ohne Angelschein angeln?

Bevor wir mit den wichtigen Details rund um den Angelschein starten, möchte ich eine wichtige Frage beantworten: Braucht man immer einen Angelschein, wenn man in Deutschland angeln möchte? Wie ich bereits oben geschrieben habe, ist dies an fast allen öffentlichen Gewässern der Fall. Es gibt allerdings Ausnahmen, die auf spezielle Gesetzgebungen der einzelnen Bundesländer zurückzuführen sind.

So gibt es z.B. spezielle Angelscheine für Touristen oder Sondergenehmigungen für Einwohner. Im Folgenden findet ihr alle 6 Ausnahmeregelungen, welche derzeit in Deutschland gelten und das Angeln auch ohne Angelschein ermöglichen.

Brandenburg

Seit dem 01. August 2006 ist es im Bundesland Brandenburg erlaubt, auch ohne Angelschein zu angeln. Allerdings beschränkt sich die Erlaubnis hier lediglich auf das Friedfisch angeln. Wer auf Raubfische wie Hecht, Barsch oder Zander angeln möchte, benötigt auch weiterhin einen Fischereischein.

Angeln in Brandenburg

Zusammenfassung:

Gewässer: Alle öffentlichen Gewässer in Brandenburg

Fischart: Friedfische

Gilt für: Ohne Beschränkung

Kosten: 12 Euro

Weitere Links: Infos zum Friedfischangeln ohne Fischereischein


Bremen

Wer laut Einwohnermeldeamt ein Bürger Bremens ist, der kann sich über das Stockangelrecht freuen. Dieses Gesetz, welches auf den Kaiser Karl V. aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht, erlaubt es den Einwohnern Bremens, mit maximal 2x Stockangeln in einigen öffentlichen Gewässern Bremens (in der Weser, der Kleinen Weser, der Lesum flussaufwärts bis zur Burger Straßenbrücke (in Burglesum) und dem tideabhängigen Teil der Geeste) zu angeln. Wichtig dabei ist zu beachten, dass man volljährig sein muss, um vom Stockangelrecht Gebrauch machen zu können. Die Erlaubnisscheine werden vom Stadtamt Bremen ausgestellt.

Angeln in Bremen

Zusammenfassung:

Gewässer: Weser, kleine Weser, Lesum flussaufwärts bis Burger Straßenbrücke, tideabhängiger Teil der Geeste

Fischart: Raub- & Friedfische

Gilt für: Bremer Bürger ab 18 Jahren mit gültigen Erlaubnisschein zum Stockangelrecht

Kosten: 32 Euro

Weitere Links: Infos zum Stockangelrecht


Mecklenburg-Vorpommern

Wer Urlaub im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern macht, der kann den sogenannten Touristenfischereischein beantragen. Dieser erlaubt das Angeln auf sämtliche Fischarten. Die Gültigkeit des Scheins ist auf 4 Wochen und maximal einen Schein pro Jahr pro Person begrenzt. Der Schein eignet sich damit perfekt, um überhaupt erst einmal auszuprobieren, ob Angeln ein geeignetes Hobby sein kann.

Angeln in Mecklenburg-Vorpommern

Zusammenfassung:

Gewässer: Alle öffentlichen Gewässer in Brandenburg

Fischart: Raub- & Friedfische

Gilt für: Alle Personen mit gültigen Touristenfischereischein

Kosten: 24 Euro

Weitere Links: Infos zum Touristenfischereischein


Niedersachsen

Wer in Niedersachsen ohne Angelschein angeln möchte, der kann dies an allen Küsten- und Seeschifffahrtsstraßen tun. Während das Angeln in allen Binnengewässern einen gültigen Angelschein erfordert, ist das Angeln hier auch ohne Angelschein erlaubt. Dies gilt jedoch nur für die Binnengewässer, welche nicht verpachtet und somit öffentlich zugänglich sind. Gehören die Gewässer einem Angelverein, so muss hier in den allermeisten Fällen eine Angelerlaubnis erworben werden, welche einen gültigen Angelschein voraussetzt.

Angeln in Niedersachsen

Zusammenfassung:

Gewässer: Nordseeküste, alle Binnengewässer ohne Pächter

Fischart: Raub- & Friedfische

Gilt für: Ohne Beschränkung

Kosten: keine

Weitere Links: Infos zum Angeln in Niedersachsen


Schleswig-Holstein

Im Bundesland Schleswig-Holstein hält man es ähnlich wie in Mecklenburg-Vorpommern und bietet Interessierten einen Urlauberfischereischein an. Dieser erlaubt es dem Inhaber, für einen Zeitraum von 40 aufeinanderfolgenden Tagen in öffentlichen Gewässern des Bundeslandes auf Raub- und Friedfische zu angeln. Bedingung dafür ist jedoch, dass der Angler wirklich als Tourist im Bundesland ist und seinen 1. Wohnsitz nicht in Schleswig-Holstein hat.

Angeln in Schleswig-Holstein

Zusammenfassung:

Gewässer: Alle öffentlichen Gewässer in Schleswig-Holstein

Fischart: Raub- & Friedfische

Gilt für: Alle Personen mit gültigen Urlauberfischereischein

Kosten: 30 Euro

Weitere Links: Infos zum Urlauberfischereischein


Thüringen

Wer in Thüringen ohne Angelschein angeln möchte, der kann dafür den Vierteljahresfischereischein beantragen. Dieser erlaubt es dem Inhaber, für 1/4 des Jahres, also knapp 90 Tage im Jahr auch ohne Angelschein zu angeln. Der Schein kann dabei allerdings nur einmalig pro Jahr beantragt werden. Dabei muss zusätzlich zum Vierteljahresfischereischein auch eine Erlaubniskarte des jeweiligen Gewässerpächters erworben werden, ohne welche das Angeln sonst nicht erlaubt ist.

Angeln in Thüringen

Zusammenfassung:

Gewässer: Ausgewählte Gewässer, siehe Link.

Fischart: Raub- & Friedfische

Gilt für: Alle Personen mit gültigen Vierteljahresfischereischein

Kosten: Variiert, siehe Link.

Weitere Links: Infos zum Vierteljahresfischereischein


Angeln am privaten Angelteich auch ohne Angelschein

Wer seine ersten Erfahrungen mit dem Angeln machen möchte, der kann dies natürlich auch an einem Angelteich/-see tun. Das Angeln an solchen Privatgewässern ist fast immer ohne Angelschein möglich. Dabei handelt es sich meist um Forellenteiche, wo normale Forellen, Lachsforellen und Saiblinge gefangen werden können.

Einige Anlagen beinhalten aber auch Naturteiche, an denen auf Stör, Wels oder Aal geangelt werden kann. Diese Art des Angelns ist natürlich nur bedingt mit dem Angeln in freier Wildbahn vergleichbar, jedoch können Neulinge hier einen guten ersten Eindruck bekommen, wie gut Ihnen die Angelei gefällt.

Vorbereitungskurs zum Angelschein machen

Wer sich dafür entscheidet, seinen Angelschein zu machen, der hatte in der Vergangenheit nur die Möglichkeit, eine Prüfungsvorbereitung bei einem Angelverein seiner Wahl zu machen. Dies war dann mit entsprechender Präsenz vor Ort verbunden, die Kurse fanden meist am Wochenende statt. Diese Form der Vorbereitung war zum einen sehr unflexibel, zum anderen aber auch mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden, je nachdem wie weit der nächste Angelverein entfernt und wie stark die anstehenden Kurse bereits ausgebucht waren.

Mit Fishing-King gibt es aber zum Glück seit einiger Zeit einen Anbieter, der das Absolvieren der Angelschein-Vorbereitung auch online ermöglicht, ohne dass ihr dafür zu eurem nächsten Angelverein fahren müsst. Hier kann ich aus erster Hand berichten, da ich dort auch meine Vorbereitung zur Fischerprüfung absolviert habe und von dem Konzept sehr überzeugt bin. Im Folgenden will ich euch daher erklären, wie genau die Vorbereitung zum Angelschein mit Fishing-King funktioniert.

Fishing King: Vorbereitung zum Angelschein online machen

Seit einiger Zeit können Interessierte die Vorbereitung zur Fischerprüfung auch online absolvieren. Dies spart gegenüber der Variante eines Präsenzkurses beim lokalen Angelverein eine ganze Menge Zeit. Während bei einem klassischen Präsenzkurs ähnlich wie in der Schule gemeinsam der Stoff für die Prüfung durchgegangen wird, kann dies auf Fishing-King auch bequem per App Zuhause erledigt werden. Dies hat den großen Vorteil, dass man sich die Zeit zum Lernen deutlich besser einteilen und ganz bequem von der Couch aus das Lernmaterial durchgehen kann.

Die App funktioniert dabei sowohl im Browser am PC, als auch als App auf dem Smartphone oder Tablet.

Kosten

Die Kosten für den Fishing-King Online-Kurs betragen 127 Euro. Dafür erhaltet ihr vollen Zugang zu allen Inhalten, die ihr für die Prüfung benötigt. Nicht enthalten sind hier die Prüfungskosten für die Fischerprüfung, welche je nach Bundesland variieren kann.

Inhalte & Ablauf

1. Einleitung

Beim ersten Einloggen erfahrt ihr zunächst alles, was ihr im Allgemeinen wissen solltet. Dazu gehört eine kurze Einführung in den Kursbereich von Fishing-King, als auch eine kurze Tour durch das Material für die nächsten Wochen. Alles in allem bekommt ihr hier zum Start einen sehr guten Überblick, welche Schritte es noch bis zum Angelschein sind.

Angelschein machen: Einleitung auf Fishing-King

Angelschein machen: Einleitung auf Fishing-King

2. Fischbestimmung

Innerhalb der Sektion „Fischbestimmung“ lernt ihr nach und nach, welche Besonderheiten die einzelnen Fische besitzen und wie sich diese voneinander unterscheiden. Hier kommt es häufig auf die Details an, welche euch in ausführlichen Erklärvideos beigebracht werden. Dabei helfen vor allem die Eselsbrücken, zu denen es ein eigenes Video gibt. Auch zu anderen Tieren wie bspw. Krebsarten erfahrt ihr einiges an Wissen.

Angelschein machen: Fischbestimmung auf Fishing-King

Angelschein machen: Fischbestimmung auf Fishing-King

3. Gerätebau

Das Kapitel „Gerätebau“ bringt euch das Thema Ausrüstung näher. Hier erfahrt ihr, welche Ruten es gibt, welche Eigenschaften diese besitzen und Welche Schnur ihr für welche Angelmethode benötigt.

Auch Themen wie Haken, Rollen, Wirbel und Knoten werden hier ausführlich erklärt, sodass für die Prüfung keine Fragen offen bleiben.

Angelschein machen: Rutenbau auf Fishing-King

Angelschein machen: Rutenbau auf Fishing-King

4. Probeprüfung

Nach jeder Sektion habt ihr die Möglichkeit, die dazu passenden Fragen testweise zu beantworten. Habt ihr dies in jeder Sektion gemacht, so habt ihr die Möglichkeit, Testprüfungen zu absolvieren, um euer Wissen anhand eines echten Prüfungsbogens zu testen.

Ob ihr mit eurem Ergebnis bestanden hättet, erfahrt ihr sofort nach ausfüllen des Testbogens. So könnt ihr euch optimal auf die Prüfung vorbereiten.

Angelschein machen: Probeprüfung auf Fishing-King

Angelschein machen: Probeprüfung auf Fishing-King

5. Statistiken

Im Bereich „Statistiken“ habt ihr die Möglichkeit, euch einen Einblick in eure Erfolge zu verschaffen. Versucht alle Themen und Fragebögen so häufig durchzugehen, bis ihr überall 100 % geschafft habt.

Angelschein machen: Statistiken auf Fishing-King

Angelschein machen: Statistiken auf Fishing-King

6. Prüfungsanmeldung

Anschließend könnt ihr euch bequem zu Prüfung für euren Angelschein über das Menü auf Fishing King anmelden. Klickt dazu auf den Reiter „Prüfungsanmeldung“ und wählt dort einen passenden Termin aus.

Anschließend bekommt ihr eine Mail mit weiteren Informationen wie bspw. den Zahlungsdaten für die Prüfungsgebühr. Anschließend steht eurer erfolgreichen Prüfung nichts mehr im Wege.

Angelschein machen: Anmeldung zur Prüfung auf Fishing-King

Angelschein machen: Anmeldung zur Prüfung auf Fishing-King

Dauer

Die Dauer der Prüfungsvorbereitung bis zur bestandenen Fischerprüfung sowohl von dir selbst, als auch von den verfügbaren Prüfungsterminen ab. Ich kann sagen, dass ich rund einen Monat mit Lernen verbracht habe, bevor ich mich zur Prüfung angemeldet habe.

Sobald ihr euch sicher seid, einen guten Wissensstand aufgebaut zu haben, könnt ihr euch zur Prüfung anmelden. Da meist ein paar Wochen Vorlauf von Nöten sind und die Prüfungstermine in größeren Städten schnell ausgebucht sind, solltet ihr frühzeitig an die Reservierung eines Prüfungstermins denken.

Bundesländer

Der Fishing-King Vorbereitungskurs wird derzeit in fast allen allen Bundesländern anerkannt.

Lediglich in den Bundesländern Bremen, Berlin und Rheinland-Pfalz ist die Teilnahme an einem Präsenzkurs derzeit noch vorgeschrieben. Wohnt ihr in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Schleswig-Holstein, Hessen und Thüringen, so habt ihr Glück und könnt die Vorbereitung auch online erledigen.

Präsenzkurs: Vorbereitung zum Angelschein offline machen

Um in Deutschland gesetzeskonform angeln zu dürfen, ist es nötig die sogenannte Fischereiprüfung abzulegen um einen Fischereischein zu erhalten. Doch um überhaupt diese Prüfung ablegen zu dürfen, muss zwingend ein Vorbereitungskurs (mit Anwesenheitspflicht) absolviert werden. In fast allen größeren Deutschen Städten werden solche Kurse angeboten. Informationen, wann und wo diese Kurse stattfinden können beispielsweise bei unterschiedlichen Fischereibehörden aber auch bei lokalen Angelvereinen erhalten werden.

Ein solcher Vorbereitungslehrgang umfasst üblicherweise 30 Stunden. Die Anwesenheit wird stets überprüft und nach jeder Stunde separat bestätigt. Inhaltlich umfasst der Kurs unter anderem folgende Schwerpunkte, welche auch Teil der Fischereiprüfung sind:

  • Fischkunde
  • Gewässerkunde
  • Schutz und Pflege der unterschiedlichen Fischgewässer und Fischhege
  • Angelmaterial und unterschiedliche Geräte, Praxis beim Angeln sowie der Umgang mit gefangenen Fischen, jeweils in Theorie und Praxis.

Die Kosten für den Vorbereitungskurs können je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen, liegen aber in etwa bei 150 Euro.

Fischerprüfung ablegen

Inhalte in der Fischerprüfung

In der folgenden Tabelle kannst du sehen, welche Inhalte in welchem Bundesland relevant sind. Zudem erfährst du, was notwendig ist, um die Fischerprüfung zu bestehen.

BundeslandPrüfungsinhaltPrüfungsthemenPrüfung bestanden bei
Baden-
Württemberg
Theorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 835 Prüfungsfragen)
- 120 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde
- Gewässerökologie
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten
BayernTheorie:
- Ankreuzfragen am PC
- 60 Fragen (von 1006 Prüfungsfragen)
- 60 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Gewässerkunde
- Schutz und Pflege der Fischgewässer, Fischhege
- Fanggeräte, fischereiliche Praxis, Behandlung gefangener Fische
- Einschlägige Rechtsvorschriften, (insb. Fischerei/Wasser, Tierschutz/Tierseuchen)
45 richtige Antworten / min. 50% in jedem Themengebiet
BerlinTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 600 Prüfungsfragen)
- 60 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Fischkunde/Fischhege
- Pflege der Fischgewässer
- Fanggeräte und deren Gebrauch
- Behandlung der gefangenen Fische
- Einschlägige Rechtsvorschriften
45 richtige Antworten / min. 50% in jedem Themengebiet
BrandenburgTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 600 Prüfungsfragen)
- 60 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Fischkunde/Fischhege
- Pflege der Fischgewässer
- Fanggeräte und deren Gebrauch
- Behandlung der gefangenen Fische
- Einschlägige Rechtsvorschriften
45 richtige Antworten / min. 50% in jedem Themengebiet
BremenTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 (von 360 Prüfungsfragen)
- 60 Minuten Zeit
Praxis:
- Waidgerechten Töten vorführen Fischbilder bestimmen
- Evtl. Prüfungsgespräch
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde (inkl. Fischbilder)
- Gewässerkunde
- Tierschutz, Naturschutz, Umweltschutz
- Fischfang und Gerätekunde
- Fischereirecht
45 richtige Antworten / min. 50% in jedem Themengebiet / min. 3 Fische richtig erkennen / Waidgerechtes Töten richtig zeigen
HamburgTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 400 Prüfungsfragen)
- 90 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde (inkl. Fischbilder)
- Gewässerkunde und Fischhege
- Tierschutz, Naturschutz, Umweltschutz
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten / min. 50% in jedem Themengebiet
HessenTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 650 Prüfungsfragen)
- 180 Minuten
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde
- Gewässerkunde
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten / min. 9 Antworten richtig in jedem Themengebiet
Mecklenburg-VorpommernTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 1180 Prüfungsfragen)
- 90 Minuten
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Besondere Fischkunde (inkl. Fisch, Pflanzen, Geräte-Bildern)
- Gewässerkunde
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten / min. 50% in jedem Themengebiet

Praxis:
NiedersachsenTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 360 Prüfungsfragen)
- 60 Minuten Zeit
Praxis:
- Waidgerechten Töten vorführen
- Fischbilder bestimmen
- Evtl. Prüfungsgespräch
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde (inkl. Fischbilder)
- Gewässerkunde
- Tierschutz, Naturschutz, Umweltschutz
- Fischfang und Gerätekunde
- Fischereirecht
45 richtige Antworten / min. 50% in jedem Themengebiet / min. 3 Fische richtig erkennen / Waidgerechtes Töten richtig zeigen
Nordrhein-WestfalenTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 360 Prüfungsfragen)
- 60 Minuten Zeit
Praxis:
- Fischbilder erkennen
- Waidgerechter Zusammenbau von Angelruten (1 von 10 möglichen)
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde
- Gewässerkunde und Fischhege
- Tierschutz, Naturschutz, Umweltschutz
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten / min. 6 Antworten richtig in jedem Themengebiet / min. 4 von 6 Fische richtig erkennen / Waidgerechtes Rutenzusammenbau richtig zeigen
Rheinland-PfalzTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 50 Fragen (von 880 Prüfungsfragen)
- 120 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde
- Gewässerkunde
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde, Naturschutz, Tierschutz
35 richtige Antworten / min. 6 richtige Antworten in jedem Themengebiet
SaarlandTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 225 Prüfungsfragen)
- 120 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde
- Gewässerkunde
- Gerätekunde
- Fischereirecht
45 richtige Antworten
SachsenTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 900 Prüfungsfragen
- 90 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde
- Gewässerkunde
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten / min. 8 richtige Antworten in jedem Themengebiet
Sachsen-AnhaltTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 612 Prüfungsfragen​)
Praxis:
- Fragen zur Fischereiordnung des Landes
- Fischkunde
- Gerätekunde
- Gewässerkunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten
Schleswig-HolsteinTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 400 Prüfungsfragen)
- 90 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde (inkl. über 40 Fischarten)
- Gewässerkunde und Fischhege
- Tierschutz, Umweltschutz, Naturschutz
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten / min. 6 richtige Antworten in jedem Themengebiet
ThüringenTheorie:
- Ankreuzfragebogen
- 60 Fragen (von 600 Prüfungsfragen)
- 120 Minuten Zeit
Praxis:
- Keine praktische Prüfung
- Allgemeine Fischkunde
- Spezielle Fischkunde
- Gewässerkunde
- Tierschutz, Umweltschutz, Naturschutz
- Gerätekunde
- Gesetzeskunde
45 richtige Antworten / min. 6 richtige Antworten in jedem Themengebiet

Ablauf der Fischerprüfung

Nachdem der Vorbereitungskurs absolviert wurde, kann man sich für die Fischereiprüfung anmelden.

Meist sind nur wenige Termine für diese Prüfung jährlich vorgesehen, welche je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen können. Allerdings existiert seit einigen Jahren auch die Möglichkeit, die Prüfung in speziellen Prüfungslokalen über einen Computer zu absolvieren, wodurch die Zahl der Prüfungstermine etwas angestiegen ist. Bei der Anmeldung zur Prüfung muss eine Gebühr – von in etwa 30 Euro – entrichten.

Für die Inhalte der Prüfung gibt es Unterschiede je nach Bundesland, wie ihr weiter oben der Tabelle entnehmen könnt. Grundsätzlich lässt sich der Ablauf aber in etwa so skizzieren:

Theoretische Prüfung:

  1. Prüfer stellen sich vor (Meist 3-4 Personen)
  2. Alle Prüfungsteilnehmer werden durchgegangen, um zu schauen, ob jemand fehlt.
  3. Die Prüfung beginnt mit dem Austeilen des Prüfungsbogens
  4. Die Prüflinge haben nun 120 Minuten Zeit, um die 60 Fragen zu beantworten. Das sind pro Frage 2 Minuten.
  5. Anschließend werden, sobald der letzte Prüfling seinen Prüfungsbogen abgegeben hat, alle Bögen ausgewertet. Anschließend werden die Prüflinge einzeln aufgerufen und mitgeteilt, ob die Prüfung bestanden wurde.
  6. Anschließend wird der Fischerprüfungs-Ausweis ausgehändigt, mit welchem dann der Fischereischein beantragt werden kann.

Praktische Prüfung

Je nachdem, in welchem Bundesland die Prüfung abgelegt wird, ist eine praktische Prüfung vorgeschrieben oder eben nicht. Da ich nur aus meinen Erfahrungen zur Ablegung der Prüfung in Niedersachsen berichten kann, folgt hier der Ablauf für Niedersachsen.

  1. Prüfer fragt kurz persönliche Daten ab und trägt den Namen in eine Liste ein
  2. Anschließend werden Fischbilder abgefragt, Fische müssen hier anhand ihres Bildes erkannt werden
  3. Danach folgen einige allgemeine Fragen zum Angeln und zu gesetzlichen Vorschriften
  4. Als letztes muss der Prüfling kurz anhand eines Gummifisches erklären, wie dieser korrekt waidgerecht getötet wird. Dafür muss der Kiemenschnitt sowie der Herzstich demonstriert werden.

Fischereierlaubnisschein erhalten

Nachdem die Fischerprüfung mit Erfolg abgelegt kann man bei der Gemeinde, in welcher der Hauptwohnsitz gemeldet ist, einen Fischereischein beantragen. Dazu werden zwei Passfotos für den Fischereischein sowie als Nachweis der Identität der Reisepass oder Personalausweis aber auch der Nachweis der bestandenen Prüfung benötigt.

Der Fischereischein ist üblicherweise auf Lebenszeit gültig. Daher fallen je nach Alter des Antragsstellers unterschiedliche Gebühren an. Allerdings kann man auch für deutlich geringere Gebühren einen Fischereischein mit der Gültigkeit von fünf Jahren beantragen. Die Ausweise werden in aller Regel sofort erstellt und ausgehändigt.

Häufige Fragen zur Fischerprüfung

Sollte man trotz unbedingt erforderlichem im Vorhinein absolviertem Vorbereitungskurs auf die Fischerprüfung bei dieser nicht bestehen, kann diese beliebig oft wiederholt werden. Es ist nur eine erneute Anmeldung und die Bezahlung der Anmeldegebühr für die Prüfung notwendig.
Verantwortlich für die Ausstellung des Fischerscheins – und damit auch für die Ablegung der Fischerprüfung – sind die die einzelnen Bundesländer. Dabei gilt als Faustregel, dass man stets die Fischerprüfung in jenem Bundesland machen muss, in welchem der Hauptwohnsitz gemeldet ist. Einzelne Bundesländer haben jedoch Ausnahmeregelungen geschaffen.
Die Fischerprüfung umfasst eine schriftliche Prüfung von 120 Minuten. In dieser Zeit müssen 60 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren beantwortet werden. Dabei entfallen jeweils zwölf Fragen auf fünf unterschiedliche Fachgebiete (Fischkunde, Gewässerkunde, Schutz und Pflege der Fischgewässer, Fanggeräte – fischerreiliche Praxis – Behandlung gefangener Fische, einschlägige Rechtsvorschriften).
Um zur Fischerprüfung zugelassen zu werden, muss man im Vorhinein einen Vorbereitungskurs absolvieren. In diesem wird der jeweilige Ausbildungsplan des Bundeslandes vermittelt aber auch mögliche Fragen werden in Vorbereitung auf die Prüfung besprochen.

Häufige Fragen zum Angelschein

Auch wenn der Fischereischein – häufig auch einfach Angelschein genannt – jeweils in dem Bundesland ausgestellt wird, in welchem sich der Hauptwohnsitz befindet, ist er jeweils deutschlandweit anerkannt. Das heißt, mit einem ausgestellten Fischereischein können in Gewässern in ganz Deutschland die jeweiligen Gewässerkarten erworben werden.
Grundsätzlich wird der Angelschein auf Lebenszeit ausgestellt. Es besteht aber auch in einzelnen Bundesländern die Möglichkeit für eine geringere Gebühr den Angelschein auf eine Dauer von fünf Jahren befristet ausstellen zu lassen.
Nein. Auch wenn viele Bundesländer hier unterschiedliche Regelungen haben, ist ein Jugendfischereischein meist nur für ein Jahr gültig (und kann jeweils nach Ablauf um ein weiteres Jahr verlängert werden). Allerdings darf ein Inhaber eines Jugendfischereischeines üblicherweise nur in Begleitung von einem Inhaber eines regulären Angelscheines angeln gehen.
Die offizielle Regelung ist, dass man mit einem deutschen Fischereischein sowohl in ganz Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz angeln darf. Je nachdem in welchem sonstigen Land man angeln will, wird der deutsche Schein ebenfalls häufig als gleichwertig zu dem jeweiligen Erlaubnisschein des Landes anerkannt – jedoch nicht immer. Ebenso wie es vorkommen kann, dass in manchen Ländern das Angeln gänzlich ohne Schein möglich ist können auch landesspezifische Angelscheine von Nöten sein. Es gilt sich stets im Vorhinein entsprechend zu informieren.
Selbstverständlich können auch Menschen mit einer Behinderung einen Angelschein machen. Die Regelungen können hier stark unterschiedlich ausfallen. Menschen mit einer körperlichen Behinderung können ohne Einschränkungen einen Angelschein erwerben – es ist allerdings so, dass in einzelnen Bundesländern, beispielsweise in Bayern, für Menschen mit einer Behinderung von mindestens 80 v. H. auch das Angeln ohne Fischereischein gestattet ist. Menschen mit geistiger Behindern können unter Umständen wie Personen mit einem Jugendfischereischein behandelt werden – das heißt, dass sie nur unter Begleitung eines Inhabers eines regulären Fischereischeins angeln dürfen.

Inhalt des Fischereischeins

Der Fischereischein ist an sich recht unspektakulär. Neben einem Passfoto sowie Angaben zur Adresse der Scheininhabers findet sich auch die Angaben der ausstellenden Behörde auf dem Fischereischein. Wichtig ist vor allem die Nummer oben rechts, unter welcher den Inhaber im Register der Behörde gelistet ist. Zudem werden auch Sondergenehmigungen im Fischereischein angegeben, wie das Patent als Küstenfischer oder der Jahresfischereischein.

Angelschein Muster

Angelschein Muster

Schwarzangeln: Angeln ohne Angelschein

Wer beim Angeln ohne Angelschein erwischt wird, dem drohen teils extrem hohe Bussgelder. Außerdem wird in rund der Hälfte aller Bundesländer das Angeln ohne Angelschein als Straftat ausgelegt, wodurch dieses Vergehen im schlimmsten Fall auch mit einer Freiheitsstrafe belegt werden kann.

BundeslandStrafe
Baden-Württembergbis zu 5.000 Euro
BayernBestand einer Straftat
BerlinBestand einer Straftat
Brandenburgbis zu 50.000 Euro
BremenBestand einer Straftat
Hamburgbis zu 10.000 Euro
Hessenbis zu 5.000 Euro
Mecklenburg-Vorpommernbis zu 75.000 Euro
NiedersachsenBestand einer Straftat
Nordrhein-WestfalenBestand einer Straftat
Rheinland-PfalzBestand einer Straftat
SaarlandBestand einer Straftat
SachsenBestand einer Straftat
Sachsen-AnhaltBestand einer Straftat
Schleswig-Holsteinbis zu 25.000 Euro
ThüringenBestand einer Straftat

Angeln ohne Angelschein

  • Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, Entziehung des Fischereischeins

Angeln ohne Angelschein in privaten Gewässern und Teichen

  • Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe, Entziehung des Fischereischeins

Angeln ohne Angelschein mit späterem Verkauf der Fische

  • Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe, Entziehung des Fischereischeins