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Bootsversicherung © thodonal / stock.adobe.com

Bootsversicherung: Boot richtig versichern

Das Navigieren und Steuern eines Bootes ist der Traum vieler Menschen. Ähnlich wie beim Auto geht beim Boot mit der Erfüllung dieses Traumes auch Verantwortung einher, die keinesfalls unterschätzt werden sollte. Beim Kauf eines Bootes und selbst beim häufigen Mieten kann eine Bootsversicherung vor Schadensersatzansprüchen in existenzbedrohlicher Größenordnung schützen. Diese sichert Besitzer und Benutzer von Motorbooten, Segelbooten oder Yachten ab, wenn im Zusammenhang mit dem gesteuerten Boot Schäden entstehen.

Je nach Leistung der gewählten Bootsversicherung sind darüber nicht nur Sachschäden, sondern auch Vermögens- und Personenschäden abgedeckt. Die Annahme, dass eine private Haftpflichtversicherung für potenzielle Schäden aufkommt, ist nicht grundlegend falsch, allerdings betrifft dies in der Regel nur Ruder- und Paddelboote sowie sehr schwach motorisierte Wasserfahrzeuge. Wer möglichen rechtlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen möchte, entscheidet sich für eine Haftpflicht-, Kasko- und Insassenunfallversicherung für Boote.

 

Direkt zur Bootsversicherung

Arten von Bootsversicherungen

Für die rechtliche und finanzielle Absicherung beim Besitz und beim Führen von Booten können unterschiedliche Arten von Bootsversicherungen abgeschlossen werden. Sie unterscheiden sich in erster Linie durch ihren Leistungsumfang und den damit verbundenen Kosten. Als Eigentümer von Segel- oder Motorbooten ist der Abschluss einer Versicherung auf jeden Fall ratsam. Aber selbst beim regelmäßigem Chartern eines Bootes oder beim Fahren mit einem Schlauchboot mit Motorantrieb eignet sich eine Bootsversicherung, um keine finanziellen Risiken einzugehen.

Bootsteilkasko

Die Bootsteilkasko besitzt einen recht großen Leistungsumfang, der für viele Besitzer und Bootsführer schon ausreichend ist. Die Versicherung kommt unter anderem für Kosten bei Beschädigungen und Zerstörungen sowie für den Verlust des Bootes durch Kentern auf. Schäden durch Brand, Blitzschlag, Diebstahl und Sturmschäden ab Windstärke acht sind bei den meisten Bootsteilkaskoversicherungen ebenfalls inbegriffen. Zum Gesamtumfang zählen das gesamte Boot mit seiner maschinellen und technischen Ausstattung. Ein weiterer Vorteil dieser Versicherungsform ist die Regulierung von Schädigungen, die im Winterlager außerhalb des Wassers auftreten oder Defekte, die durch Transporte beziehungsweise Transportmittel entstehen.

Bootsvollkasko

Bei der Bootsvollkasko sind alle Leistungen der Bootsteilkasko bei den meisten Versicherungen inbegriffen. Hinzu kommt die Erstattung für Kosten, die durch eigenes Verschulden zustande gekommen sind. Dabei handelt es sich im Regelfall um Reparaturkosten nach einem Unfall oder Mängel, die durch das Auflaufen auf Grund entstanden sind. Je nach Versicherer kommt die Bootsvollkasko auch verstärkt für Schädigungen durch Vandalismus auf. Dieses Delikt hat in den vergangenen Jahren gerade bei Booten einen deutlichen Zuwachs erfahren, da diese oftmals leicht zugänglich sind. Zusätzlich existieren Tarife bei den Bootsvollkaskoversicherungen, bei denen der Bootanhänger mitversichert werden kann.

Bootshaftpflicht

Der Abschluss einer Bootshaftpflichtversicherung ist selbst ohne Verpflichtung mehr als ratsam. Sie deckt in erster Linie Kosten ab, die der Bootsführer durch Verschulden an Sachen, Vermögen oder Personen verursacht hat. Dabei kann es sich um unterschiedliche Situationen wie das versehentliche Rammen eines anderen Bootes, die Beschädigungen an einem Steg beim Anlegemanöver oder die Verletzung einer anderen Person handeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Versicherte selbst oder eine andere Person als der Bootseigentümer am Ruder stand, wenn diese einen gültigen Bootsführerschein besitzt. Bei der Bootshaftpflichtversicherung ist die Deckungssumme entscheidend, denn gerade Personenschäden gehen mit hohen finanziellen Forderungen einher. Beginnend mit rund fünf Millionen kann die Deckungssumme bis zu 20 Millionen Euro und mehr bei größeren Yachten betragen. Die Bootshaftpflicht greift auch beim Ziehen von Wasserskiläufern und Parasailern.

Wer im Urlaub oder im Ausland auf das Bootsführen nicht verzichten möchte, sollte genau auf die Leistungsbeschreibungen der Bootshaftpflichtversicherung schauen, ob diese auch für im Ausland entstandene Schäden aufkommt.

Zusätzliche Bootsversicherungen

Wassersport Unfallschutz

Eine Wassersport Unfallschutzversicherung kann je nach Anbieter unterschiedliche Leistungsumfänge haben. Wer häufig beim Segeln und im Wassersport aktiv ist, könnte den Abschluss einer solchen Versicherung in Betracht ziehen, die unter anderem für Bergungskosten, Kosten für Unfälle aufgrund von Bewusstseinsstörungen, Schädigungen nach Tauchgängen, Sonnenbrand und Sonnenstich als Unfallereignis und für Sofortleistung bei Schwerverletzungen aufkommt. Bei den meisten Wassersport Unfallschutzversicherungen sind auch Körperschäden aufgrund der Rettung von Menschen, Tieren und Sachen inkludiert. Je nach Sport oder Fahrzeug muss der Versicherte individuell entscheiden, welche Leistungen bei dieser Versicherungsform unbedingt enthalten sein müssen, um umfassend abgesichert zu sein.

Wassersport Rechtsschutz

Eine Rechtsschutzversicherung kann sich auch im Wassersport als besonders vorteilhaft erweisen, wenn ein Streit nach einem Unfall eskaliert, bei Straf- und Ordnungswidrigkeiten oder bei Konflikten bei einem Kauf- oder Reparaturvertrag. Sie beinhaltet bei den meisten Versicherern eine umfassende Rechtsberatung und vertritt die eigenen Interessen vor Gericht. Je nach Leistungsbeschreibung ist der Versicherungsnehmer auch bei der Nutzung von fremden Booten und bei Aufenthalten im Ausland versichert. Inbegriffen sind bei verschiedenen Tarifen der Anhänger, der Bootstrailer und die zum Boot gehörigen Wassersportgeräte.

Versicherung für den Bootstrailer

Bei einem Bootstrailer ist in erster Linie die Zulassung entscheidend. Bei einem schwarzen Trailerkennzeichen greift automatisch die Pflichtversicherung mit eigenen Tarifen für Anhänger. Bei einem grünen Kennzeichen sind die Bootstrailer über das Zugfahrzeug versichert, wenn dieses angekoppelt ist. Kompliziert wird es, wenn der Anhänger nicht gekoppelt ist und durch Rangieren und Rollen für Schäden verantwortlich ist. Im Falle eines grünen Kennzeichens müsste der Besitzer dann für Kosten selbst aufkommen, bei einem schwarzen Kennzeichen greift die Versicherung.

Insassenunfallversicherung

Die Insassenunfallversicherung ist empfehlenswert, wenn mehrere Personen mit dem Boot unterwegs sind. Unfälle der Crew, der Gäste und des Skippers sind über diese Versicherungsform abgedeckt. Ob es sich um ein eigenes oder ein gechartertes Boot handelt, spielt dabei keine Rolle. Bei den meisten Versicherungen sind Landgänge bis zu 48 Stunden sowie Einsätze der Seenotrettung bis 50.000 Euro über die Insassenunfallversicherung abgedeckt. Selbst bei Rückführungskosten aus dem Ausland werden entsprechende Rechnungen von der Versicherung übernommen.

Was kostet eine Bootsversicherung?

Die Kosten einer Bootsversicherung lassen sich nicht pauschal beziffern, da diese je nach Anbieter und vor allem durch verschiedene Faktoren erheblich variieren können. Im Vorfeld lohnt sich definitiv ein Vergleich aller Versicherungen.

  • Bootstyp: Vergleichbar mit einem Auto unterscheiden sich die Tarife für verschiedene Bootstypen. Die Kosten für ein motorisiertes Schlauchboot sind logischerweise deutlich geringer als für eine Yacht. Als Basis zur Berechnung der Prämie wird der potenzielle Schaden herangezogen, der am Wasserfahrzeug entstehen kann. Der Wert eines Boots bestimmt somit die Höhe der Kosten entscheidend mit. Bei älteren Booten ist eine Bootshaftpflicht oftmals ausreichend, während neuere Boote mindestens mit einer Bootsteilkaskoversicherung abgesichert werden sollten.
  • Geltungsbereich: Wer mit seinem Boot ausschließlich in deutschen Gewässern unterwegs ist, profitiert gegenüber Bootsführern, die auch internationale Gewässer befahren, von niedrigeren Beiträgen. Beim Sparen hilft auch eine Saisonversicherung, wenn das Boot in den Wintermonaten sicher untergebracht und vor möglichen Schädigungen geschützt ist.
  • Selbstbeteiligung: Die Höhe der Selbstbeteiligung kann die Höhe der Versicherungsprämie in positivem Sinne beeinflussen. Wer selbst geringe Kosten übernimmt, kann bei der Bootsteilkasko oder der Bootsvollkasko sparen.
  • Schadensfreiheitsrabatte: Unfallfreies Bootfahren verringert die Kosten für die Versicherung im Laufe der Jahre erheblich, da viele Versicherungen den Versicherungsnehmern Schadensfreiheitsrabatte einräumen und umsichtiges und sicheres Fahren belohnen.
  • Kombiverträge: Wie bei allen Versicherungen sollte genau abgewogen werden, welche Leistungen überhaupt im Vertrag enthalten sein sollen. Kombinationen aus unterschiedlichen Leistungen können möglicherweise die Kosten für die Bootsversicherung erheblich reduzieren.

Wie ermittele ich den aktuellen Wert meines Bootes für die Bootsversicherung?

Bei der möglichst realistischen Wertermittlung eines Bootes gilt es, sich zunächst von den Gefühlswerten zu lösen, die damit verbunden sind. Faktoren wie das Alter und der Zustand des Bootes sind entscheidend, hinzu kommt die Beliebtheit des Bootstyps und die vorhandene Ausrüstung. All dies kann den Versicherungswert positiv oder negativ beeinflussen. Hilfreich ist das Vergleichen auf unterschiedlichen Portalen. Werden dort vergleichbare oder ähnliche Boote angeboten, lässt sich ein realistischer Wert für die Versicherung festlegen. Sollte dies nicht zielführend sein, gibt es eine Abschreibungsregel, die unterstützend sein kann. Mit rund 30 Prozent Wertverlust im ersten Jahr gibt es hier den größten Unterschied zum Neupreis. Für jedes weitere Jahr lassen sich weitere fünf Prozent abziehen, um den ungefähren Wert zu ermitteln.

Im Internet lassen sich auch Anbieter finden, die online anhand der Angaben der Bootsbesitzer einen Wert ausrechnen können (https://ratemyboat.de/).

Kosten für die Bootsversicherung berechnen© lovelyday12 / stock.adobe.com

Kosten für die Bootsversicherung berechnen

Welche Schäden werden durch eine Bootsversicherung abgedeckt?

Für die Übernahme der auftretenden Schäden ist die Versicherungsart entscheidend. Mit einer Bootshaftpflichtversicherung sind vor allem grundlegende Schädigungen abgedeckt, die durch den Bootsführer verursacht wurden. Dabei handelt es sich Schäden an anderen Booten nach einem Unfall, Beschädigungen von Sachen wie bei einem Anlegemanöver an einem Steg und vor allem Personenschäden.

Eine Teilkasko bei den Bootsversicherungen ist weitführender mit der Übernahme von Kosten bei Beschädigungen und Zerstörungen sowie für den Verlust des Bootes durch Kentern oder Schäden durch Brand, Blitzschlag, Diebstahl und Sturmschäden ab Windstärke acht.

Die umfassendste Absicherung bietet eine Bootsvollkasko, die alle Leistungen einer Bootsteilkasko beinhaltet und zusätzliche Kosten erstattet, die durch eigenes Verschulden am Boot entstanden sein können wie Reparaturen nach einem Unfall oder dem Grundlaufen.

Schlepphilfe

Ist ein Boot beispielsweise durch eine Kollision fahrunfähig, muss es abgeschleppt werden. Dazu wird in der Regel ein Schlepper gemietet, der das Boot sicher in den nächsten Hafen oder das nächste Dock schleppt. Die Kosten für eine solche Schlepphilfe ist in den meisten Tarifen nicht inkludiert und müssen von dem Schiffseigner selbst übernommen werden. Wer nicht darauf verzichten möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen und einen der hochpreisigen All-Inklusive-Tarife auswählen.

Wrackbeseitigung

Sinkt das Boot aufgrund eines Schadens auf den Grund, so muss dieses nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen geborgen werden. Dies kann, je nach Größe des Boots und dem Ort des Geschehens eine sehr kostspielige Angelegenheit werden. Nicht selten ist dafür ein großer Schwimmkran notwendig, der das Wrack vom Grund des Sees oder Flusses birgt.

Die Wrackbergung und Wrackbeseitigung (Entsorgung des verunglückten bzw. gesunkenen Bootes) ist in den allermeisten Fällen aber durch die Bootskaskoversicherung abgedeckt. Lediglich die Schadenshöhe kann hier von Versicherer zu Versicherer variieren. Beispielsweise liegt die maximale Schadenshöhe bei der Allianz hier bei 2 Millionen Euro.

Für welche Bootstypen & Bootsgrößen kann ich eine Bootsversicherung abschließen?

Im Grunde lässt sich für die meisten Wassersportfahrzeuge eine Bootsversicherung abschließen. Dazu gehören neben Motorbooten auch Ruderboote, Yachten, Kanus, Segeljollen oder Beiboote. Allerdings gibt es Kriterien, weshalb Versicherungen bestimmte Boote nicht aufnehmen:

  • Individueller Bootstyp/Eigenbau: In der Regel sollte es sich beim Boot um eine Serienproduktion handeln. Selbst gebaute Boote werden selten oder nur nach einer umfassenden Prüfung versichert.
  • Altes Baujahr: Das Alter des Bootes darf eine bestimmte Altersgrenze nicht überschreiten. Bei den meisten Versicherungen sind 40 Jahre die Obergrenze für eine Bootsversicherung.
  • Rumpf aus Holz oder Ferrozement: Bei zahlreichen Versicherungen werden Boote mit einem Holz-Rumpf sowie einem Ferrozement-Rumpf nicht in den Versicherungsschutz aufgenommen.
  • Zu hoher Bootswert: Einige Versicherungen haben einen Höchstwert, den sie versichern. Somit darf der Wert des eigenen Boots eine gewisse Höhe nicht überschreiten. Eine exakte Angabe dazu existiert nicht, da dieser Wert von Versicherung zu Versicherung variiert. Bei sehr teuren Booten jenseits der 100.000 Euro ist eine Individualversicherung notwendig.

Wichtig ist auf ein mögliches Beiboot zu achten, das oftmals bei den Versicherungen nicht angeführt wird. Es ist selten automatisch in den Leistungen enthalten und benötigt eine Zusatzversicherung.

Des Weiteren gibt es eine Unterscheidung bei den Bootstypen. Kanus, Kajaks, Drachenboote, Faltboote und Schlauchboote ohne Motorisierung können mit einer privaten Haftpflicht geführt werden, die bei möglichen Unfällen die Kosten übernimmt. Kleine und mittelgroße Segelboote, Motorboote und Motoryachten werden über entsprechende Bootsversicherungen versichert. Für große Yachten und Segelboote müssen Sie sich nach entsprechenden Versicherungsangeboten umschauen, da sie mögliche Werte überschreiten. Hausboote sollten ebenfalls über die Bootsversicherung abgesichert sein.

  • Holz- und Elektroboote bilden Ausnahmen

    Einen Sonderfall stellen Holzboote dar, die von vielen Versicherungen abgelehnt werden. Ebenfalls eine Ausnahme bilden Elektroboote, die für Versicherungen ein schlecht kalkulierbares Risiko darstellen und manchmal ausgeschlossen werden. Bei den Versicherungen sind außerdem anzufragen Boote und Yachten mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 100km/h, Mehrrumpfboote, gewerblich genutzte oder ehemals gewerbliche genutzte Fahrzeuge sowie Jetskis.

Ist mein Boot auch außerhalb des Wassers durch die Bootsversicherung geschützt?

Bei einer Bootsversicherung besteht ein Schutz auch für alle üblichen Aufenthalte der versicherten Sachen außerhalb des Wassers. Darunter sind die Winterlagerung und Werftaufenthalte zu verstehen inklusive des Anlandnehmens und Zuwasserlassens. Bei dem Transport der Boote kann je nach Versicherung ein entsprechender Schutz vorliegen, wenn dieser in den Leistungen vereinbart wurde.

Welche Schäden bzw. Vergehen sind nicht durch eine Bootsversicherung abgedeckt?

Bei einer Bootsvollkasko werden die meisten Schäden, die bei anderen Booten und am eigenen Boot vorliegen, reguliert. Sollte eine grobe Fahrlässigkeit vorliegen, entfällt der Versicherungsschutz. Dies ist bei Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, sonstiger Fahruntüchtigkeit sowie zu stark überhöhter Geschwindigkeit der Fall.

Zudem gibt es Einschränkungen bei einigen Versicherungen, wenn Schäden durch Witterungseinflüsse sowie durch Konstruktions-, Fabrikations- oder Materialfehler verursacht wurden.

Gibt es eine Bootsversicherungspflicht?

Nein, in Deutschland gibt es keine Bootsversicherungspflicht. Sie wird bei häufigen Fahrten und beim Besitz eines Bootes empfohlen, um im Falle eines Unfalls umfassend abgesichert zu sein. Gerade bei Unfällen mit Personen können die Forderungen die Millionenhöhe erreichen und zur existenziellen Bedrohung werden.

In einigen Ländern in Europa ist eine Bootshaftpflichtversicherung verpflichtend. Dazu gehören unter anderem die Niederlande, Italien, Kroatien und die Schweiz, in denen der Nachweis stets vorzeigbar mit sich geführt werden muss.

Wie melde ich einen Schaden bei der Bootsversicherung richtig?

Schon vor dem Antritt der Fahrt sollten die wichtigsten Papiere innerhalb kürzester Zeit griffbereit sein:

  • Versicherungspolice in Kopie
  • die zuständige Nummer der Schadenshotline oder eine entsprechende App
  • Schadenformular
  • Kamera (in Form eines Fotoapparates oder eines Smartphones)

Damit die Versicherung den Schaden möglichst schnell und ohne bürokratischen Aufwand regulieren kann, sollten folgende Maßnahmen nach einem Unfall ergriffen werden:

  • Nach dem Unfall sollte der Schaden so gering wie möglich gehalten und Folgeschäden vermieden werden.
  • Bei einem Einbruch-, Diebstahl- oder Feuerschaden unbedingt die Polizei rufen und die Anzeige dokumentieren lassen.
  • Vom Schaden möglichst viele Fotos von unterschiedlichen Richtungen machen.
  • Den Schaden in einem Formular erfassen und wenn gefordert noch umfassend schildern.
  • Im Fall eines Kollisionsschadens Protokoll anfertigen und unterschreiben lassen.
  • Alle Rechnungen, die aufgrund von Reparaturen usw. anfallen, sammeln und geschlossen bei der Versicherung einreichen.
  • Bei sehr umfassenden Schäden ein Schadensgutachten erstellen lassen.

Häufige Fragen zur Bootsversicherung

Das ist eine individuelle Entscheidung. Selbst bei kleineren Motor- und Segelbooten kann sich eine Haftpflichtversicherung auszahlen. Bei einer Bootsvollkasko, die mit höheren Beiträgen verbunden ist, sollte exakt abgeschätzt werden, ob sich das Investment wirklich lohnt. Kostet das Boot mehr als 5.000 Euro, kann ein vollständiger Ersatz schon sehr wertvoll sein.
Eine Bootsversicherung ist in Deutschland nicht verpflichtend. Lohnend ist sie für Eigentümer von Segel- oder Motorbooten sowie für Personen, die häufig mit Charterbooten unterwegs sind. Unfälle mit Ruder- oder Paddelbooten sind über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt.
Nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 96 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) geht die Kaskoversicherung auf den Käufer des Bootes über. Dieser kann das Versicherungsverhältnis mit sofortiger Wirkung oder für den Schluss der laufenden Versicherungsperiode kündigen. Bei einer Haftpflichtversicherung endet diese mit dem Verkauf. Die Kopie des Kaufvertrages ist der Versicherung zuzusenden.
Dieser Umstand muss zwingend mit der Versicherung abgeklärt werden. Ist der Versicherungsnehmer als Verantwortlicher an Bord, wird in der Regel keine Unterscheidung getroffen. In dies nicht der Fall, muss möglicherweise eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Für Gewerbetreibende gibt es eigene Versicherungsangebote, die in ihrer Zahl weitaus kleiner sind als bei privaten Versicherungen.
Sowohl Segeljollen als auch normale Motorboote sind im Regelfall durch eine Bootsversocherung abgedeckt. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, eine speziell auf den Bootstyp abgestimmte Versicherung abzuschließen. Dies ist beispielsweise bei sehr teuren Yachten der Fall. Hier gibt es spezielle Yachtversicherungen, welche sämtliche Schäden rund um diesen Bootstypen abbilden. Eine Yachtversicherung wird dabei von allen gängigen Versichereren wie bspw. der Gothaer, Nautima, dem ADAC oder Pantaenius angeboten.
Eine Versicherung für Boote wird von fast allen großen Versicherungen angeboten. Sowohl die Allianz, der ADAC, als auch die Gothaer oder die Helvetia bieten eine Versicherung explizit für fast alle Bootstypen an. Daneben gibt es noch einige weitere Versicherer, die sich speziell auf Wassersportversicherungen spezialisiert haben. Dazu gehören unter anderem Pantaenius, Neubacher, Nammert oder auch Basler.
Die sogenannte Allgefahrendeckung bezeichnet den Versicherungsschutz, der alle nur erdenklichen Gefahren abdeckt, so lange diese nicht explizit vom Versicherer in den Versicherungsbedingungen ausgeschlossen sind. Viele Versicherer schließen einige Schadensfälle explizit aus, sodass eine Allgefahrendeckung hier nicht gilt. Daher ist es sehr empfehlenswert, sich die Versicherungsbedingungen genauestens durchzulesen, bevor das eigene Schiff versichert wird.
Ja, Außenborder sind als Teil eines Boots oder Schiffes vollständig von der Bootsversicherung abgedeckt. Etwaige Schäden können daher im Schadensfall geltend gemacht und an den Versicherer übergeben werden.
Wer sein Boot zum Angeln benutzt, der wird sich fragen, ob die Ausrüstung hier ebenfalls von der Versicherung abgedeckt ist. Dies ist in der Regel jedoch nicht der Fall, weshalb es sich lohnen kann, eine separate Angelversicherung abzuschließen. Diese deckt alle Eventualitäten ab.
 

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