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Bootsführerschein & Sportbootsführerschein online machen

Bootsführerschein / Sportbootführerschein online machen

Mit dem Bootsführerschein selbst das Ruder in der Hand halten und die Weltmeere erobern – dieses Vorhaben ist aller Ehren wert, aber auch mit ein einigen Mühen verbunden. Zwar gibt es in Deutschland die Möglichkeit ohne Bootsführerschein motorisiert auf Gewässern unterwegs zu sein, wer aber keinen Einschränkungen unterliegen möchte, der sollte die Zeit und das Geld investieren, um einen Bootsführerschein zu machen.

Die hohe See ist in diesem Kontext vergleichbar mit dem Straßenverkehr. Für einen Bootsführerschein oder Sportbootführerschein muss eine theoretische Bootsprüfung abgelegt und eine praktische Ausbildung absolviert werden, wie auch für das Autofahren. Ziel ist es, das Boot sicher durch die Gewässer zu navigieren zu können.

Dabei wird zwischen verschiedenen Bootsführerscheinen für Wassersportler unterschieden. Der Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen), Sportbootführerschein See (SBF See), der Sportküstenschifferschein (SKS), der Sportseeschifferschein (SSS) und Sporthochseeschifferschein (SHS) können hierzulande von angehenden Skippern erworben werden. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen Bootsführerscheinen liegt in den Gewässern, die befahren werden dürfen sowie der Länge des Bootes. Ausgangspunkt für alle ist der SBF See, auf dem alle weiteren Bootsführerscheine aufbauen.

Im folgenden Artikel wollen wir euch näherbringen, welche Voraussetzungen für den Sportbootführerschein gelten, in welchen Gewässern gefahren werden darf und wie ihr für den Bootsführerschein auch ganz einfach online per App mit dem Onlinekurs von Rolf Dreyer lernen könnt.

 

Direkt zum Online-Kurs

Wichtige Infos zum Bootsführerschein im Überblick

Onlinevorbereitungskurs zulässig?Ja, die Vorbereitung auf die Bootsführerscheinprüfung ist problemlos via Onlinekurs möglich. Eine Pflicht zur Vorbereitung mittels eines Vor-Ort-Kurses existiert in Deutschland nicht.
Praktische Prüfung notwendig?Für den Bootsführerschein ist es notwendig, eine praktische Prüfung abzulegen. Hier werden verschiedene Manöver wie das An- und Ablegen sowie verschiedene Knoten geprüft.

Um sich auf den praktischen Teil der Prüfung vorzubereiten, ist es zwingend notwendig, einige praktische Stunden zu nehmen. Dies lässt sich aber in den allermeisten Fällen innerhalb eines Tages erledigen.
Mindestalter BootsführerscheinDas Ablegen der Bootsführerscheinprüfung ist in Deutschland ab dem Erreichen des 16. Lebensjahres möglich.
Wo kann ich die Bootsführerscheinprüfung ablegen?Die Bootsführerscheinprüfung kann fast überall abgelegt werden, wo es Wasser und Bootsschulen gibt. Die Bindung an einen Ort oder ein Bundesland existiert nicht.
Gesamtkosten für Vorbereitungskurs und Bootsführerscheinprüfung Onlinekurs

Ärztliches Attest: 25,00 €
Online-Kurs: 40,00 €
Prüfungsgebühr: 110,00 € (zusätzliche 60,00 € für Binnen & See)
Praktische Fahrausbildung: zwischen 50,00 - 150,00 €


Ausbildung in Bootsschule

Ärztliches Attest: 25,00 €
Kursgebühr See: rund 350,00 €
Kursgebühr Binnen: rund 250,00 €
Prüfungsgebühr: 110,00 € (zusätzliche 60,00 € für Binnen & See)

Die Kosten für das Lernmaterial ist in den Kursgebühren inkludiert.
Wie häufig finden Bootsführerscheinprüfung statt?Die Bootsführerscheinprüfung finden das ganze Jahr über statt und können bei den durchführenden Institutionen erfragt werden.
Kann man auch ohne Bootsführerschein Boot fahren?Ja. Durch die 15 PS Regelung ist es in Deutschland möglich, Boote mit einem Motor bis 15 PS führerscheinfrei zu fahren.
Wie lange gilt der Bootsführerschein?Der Bootsführerschein wird auf Lebenszeit ausgestellt und muss nicht erneuert werden.
Gilt der Bootsführerschein auch im Ausland?Ja, der Sportbootführerschein See wird international anerkannt.

Zum Bootsführerschein in 4 Schritten

  • Prüfungsvorbereitung absolvieren

    Um zur Bootsführerscheinprüfung zugelassen zu werden, ist lediglich eine Anmeldung erforderlich. Die Pflicht, einen Vorbereitungskurs zu absolvieren, gibt es nicht.

    Allerdings ist es sehr empfehlenswert, entweder einen Onlinekurs oder einen Kurs vor Ort zu absolvieren, um möglichst gut auf die Prüfung vorbereitet zu werden. Eine Sache, die immer vor Ort erfolgen muss, sind die Praxisstunden. Die lassen sich aber auch beim Onlinekurs bequem über das Internet buchen.

  • Zur Bootsführerscheinprüfung anmelden

    Nachdem du dich für einen Vorbereitungskurs entschieden und den Theoriekurs sowie die Praxisstunden erfolgreich durchgeführt hast, musst du dich für deine Bootsführerscheinprüfung anmelden. Hast du dich für einen lokalen Vorbereitungskurs entschieden, so klärst du den Prüfungstermin im Normalfall mit dem Kursanbieter ab.

    Hast du dich für einen Onlinekurs entschieden, so kannst du die Prüfungsanmeldungs ganz einfach online über die App/Webseite durchführen. Nachdem du einen Termin ausgesucht hast, musst du nur noch das Geld überweisen und bekommst anschließend eine Terminbestätigung.

  • Bootsführerscheinprüfung absolvieren

    Nun gilt es, die Bootsführerscheinprüfung zu bestehen. Diese besteht sowohl aus einem Theorie- als auch einem Praxisteil.

    Mithilfe des Onlinekurses von Bootsfuehrerschein.de kannst du dich optimal auf die Prüfung vorbereiten, sodass du die Prüfungsfragen im Schlaf beantworten kann.

  • Bootsführerschein erhalten

    Hast du die Bootsführerscheinprüfung erfolgreich bestanden, so erhälst du deinen Bootsführerschein automatisch nach rund 12-14 Tagen von der Bundesdruckerei per Post zugesandt.

    Wer es besonders eilig hat und direkt nach der bestandenen Prüfung aufs Wasser möchte, kann sich auch einen vorläufigen Führerschein ausstellen lassen, der dann 3 Monate gültig ist. Der richtige Bootsführerschein selbst ist lebenslang gültig.

 

Bootsführerscheine im Überblick

Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen)

Der Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen), umgangssprachlich auch Binnenschein genannt, ermöglicht das Führen von Sportbooten auf den Binnenschifffahrtsstraßen und den Seeschifffahrtsstraßen, die nicht Bestandteil eines Meeres sind. Dabei ist vorgeschrieben, dass die Fahrzeuge nicht länger als 20 Meter sind (ohne Ruder und Bugspriet) und über eine Motorleistung verfügen, die höher als 15 PS (11,03 kW) ist.

Boot mit mehr als 15 PS auf der Mosel - SBF Binnen ist notwendig© Günther Hentschel / flickr.com | CC BY-ND 2.0 Generic

Boot mit mehr als 15 PS auf der Mosel – SBF Binnen ist notwendig

Der Sportbootführerschein Binnen unterliegt auch Sonderregelungen. Auf dem Rhein gilt er bereits für Wasserfahrzeuge unter 15 Meter und mit einer Nutzleistung über 5 PS (3,68 kW). In Berlin und Brandenburg existieren Binnenschifffahrtsstraßen (Havel-Oder-Wasserstraße, Untere-Havel-Wasserstraße, Spree-Oder-Wasserstraße), bei denen der SBF Binnen für Sportboote unter Segel grundsätzlich vorgeschrieben ist.

Ausgestellt wird der Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) für zwei unterschiedliche Antriebsarten: der Fortbewegung mit Antriebsmaschine und Segel. Ausgenommen von dieser Regel sind Fahrzeuge, die mittels Muskelkraft oder mit einem Segel von höchstens 6 m² Fläche bewegt werden. Bis 2012 war der SBF Binnen auch für Surfbretter verpflichtend – diese Vorschrift wurde zum Glück für viele Surfer ersatzlos gestrichen.

Voraussetzungen für die Beantragung des Sportbootführerscheins Binnen (SBF Binnen)

  • Der Antragsteller muss für den SBF Binnen mindestens 14 Jahre alt sein, um diesen nur für Segelboote erwerben zu dürfen.
  • Mit 16 Jahren kann der SBF Binnen für Segel mit Motoren erstanden werden.
  • Ein Nachweis über eine bestandene Prüfung für den Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) gehört zur Antragstellung.
  • Für den SBF Binnen muss eine entsprechende Tauglichkeit nachgewiesen werden. Der Nachweis zu einem umfassenden Hör- und Sehvermögen sowie der körperlichen und geistigen Eignung muss im Vorfeld durch ein ärztliches Zeugnis für Sportbootführerschein-Bewerber erbracht werden.
  • Die Zuverlässigkeit der Antragssteller wird über den Kfz-Führerschein oder ein Führungszeugnis „O“ nachgewiesen.
  • Für die Ausstellung des SBF Binnen ist ein Lichtbild mit den Maßen 38 × 45 mm notwendig.
  • Bei Minderjährigen muss zur Ausstellung des Binnenschein eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigen erbracht werden.

Sportbootführerschein See (SBF See)

Der Sportbootführerschein See (SBF See) erlaubt das Führen von motorisierten Booten in einem größeren Geltungsbereich der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung. Dabei handelt es sich um Seeschifffahrtsstraßen wie der Drei-Seemeilen-Zone sowie das Fahrwasser innerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone. Die Wasserfahrzeuge können dabei eine Leistung von mehr als 15 PS (11,03 kW) aufweisen und hinsichtlich der Rumpflänge gibt es im Vergleich zum Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) keine Einschränkungen. Dem Inhaber des SBF See ist es erlaubt einen geeigneten Rudergänger für die Fahrt zu bestimmen, wenn er selbst an Bord ist. Dieser muss nicht über einen eigenen Sportbootführerschein See verfügt.

Boot fahren auf Seeschiffahrtsstraßen© kees torn / flickr.com | CC BY-SA 2.0 Generic

Mit dem Boot in die Niederlande fahren – SBF See ist erforderlich

Ein wichtiger Aspekt beim Sportbootführerschein See, der gerne außer Acht gelassen wird: Der Sportbootführerschein Binnen ist keine Voraussetzung für den Antrag auf einen SBF See und schließt diesen auch nicht ein. Dies bedeutet, dass der SBF Binnen und der SBF See separat erworben werden müssen.

Voraussetzungen für die Beantragung des Sportbootführerscheins See (SBF See)

  • Für den Sportbootführerschein See (SBF See) muss der Antragsteller mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Eine bestandene Prüfung für den Sportbootführerschein See (SBF See) ist beim Antrag vorausgesetzt.
  • Durch ein ärztliches Zeugnis wird die Tauglichkeit für den Bootsführerschein nachgewiesen. Dies betrifft die Sehfähigkeit, die Hörfähigkeit sowie den allgemeinen Gesundheitszustand den zukünftigen Inhabers.
  • Für die Ausstellung muss die Zuverlässigkeit in Form des KFZ-Führerscheins oder eines Führungszeugnis „O“ erbracht werden.
  • Ein Lichtbild mit den Maßen 38 × 45 mm ist für die Ausstellung notwendig.
  • Bei Minderjährigen muss zur Ausstellung eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigen erbracht werden.

Sportküstenschifferschein (SKS)

Der Sportküstenschifferschein (SKS) ist auf das Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in Küstengewässern ausgelegt. Darunter verstehen sich alle Meere bis 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste. Wer mit gewerbsmäßig genutzten Sportbooten in diesen Wasserregionen unterwegs ist, benötigt ebenfalls den Sportküstenschifferschein.

Jacht fahren mit Sportküstenschifferschein© Frédérique Voisin-Demery / flickr.com | CC BY 2.0

Wer eine solche Jacht fahren möchte, benötigt häufig einen SKS

Bei längeren Fahrten im gewerblichen Einsatz sind bestimmte Vorschriften in Bezug auf den Sportküstenschifferschein zu berücksichtigen. Demnach kann es sein, dass ein weiteres Besatzungsmitglied im Besitz des Sportbootführerscheins See sein muss, um das Vorhaben zu realisieren.

Da die wenigsten von uns im Besitz einer Yacht sind, müssen bei der Anmietung selbstverständlich die lokalen Vorschriften berücksichtigt werden. An zahlreichen Mietstationen ist der Sportbootführerschein See vollkommen ausreichend, an anderen wiederum wird ein Nachweis über die Fähigkeit zum Steuern einer Yacht verlangt. Als Nachweise für die Vermieter kommen Sportküstenschifferschein, Sportbootführerschein Binnen unter Segel, ein persönlich geführtes Logbuch oder absolvierte Yachtgrundkurse in Frage.

Voraussetzungen für die Beantragung des Sportküstenschifferscheins (SKS)

  • Der Antragsteller muss mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Der Besitz des Sportbootführerscheins See (SBF See) ist ein wichtiger Aspekt für den Erwerb des Sportküstenschifferscheins.
  • Es muss eine bestandene Prüfung für den Sportküstenschifferschein (SKS) zum Zeitpunkt des Antrags nachgewiesen werden.
  • Wichtig: Für die praktische Prüfung müssen mindestens 300 Seemeilen als Besatzungsmitglied auf Yachten in Küstengewässern nachgewiesen werden.

Sportseeschifferschein (SSS)

Der Sportseeschifferschein (SSS) kommt für alle Bootsführer in Fragen, die mit gewerblich genutzten Sportbooten mit Motor und unter Segel in küstennahen Seegewässern unterwegs sein wollen. Dabei handelt es sich um alle Meere bis 30 Seemeilen vom Land.

Boot fahren mit Sportseeschifferschein© _dChris / flickr.com | CC BY 2.0

Wer ein Boot unter Segel
gewerblich fahren möchte, benötigt einen Sportseeschifferschein

Zudem ist der Sportseeschifferschein (SSS) für die gesamte Ost- und Nordsee, den Ärmelkanal, den Bristolkanal, die Irische und Schottische See (nicht: Scotiasee), das Mittelmeer und das Schwarze Meer notwendig. Abhängig von der Größe des jeweiligen Schiffes und der Fahrtdauer müssen Besatzungsvorschriften einkalkuliert werden.

Für die private Nutzung der Gewässer ist der Sportseeschifferschein (SSS) freiwillig.

Voraussetzungen für die Beantragung des Sportseeschifferscheins (SSS)

  • Der Antragsteller muss mindestens im Besitz des Sportbootführerscheins See (SBF See) sein.

Zusätzlich muss der Bewerber auf den Sportseeschifferschein eine der folgenden drei Alternativen nachweisen:

  • 1000 Seemeilen auf Yachten mit der jeweiligen Antriebsart als Wachführer oder dessen Vertreter nach dem Erwerb des Sportbootführerscheins See.
  • 700 Seemeilen auf Yachten mit der jeweiligen Antriebsart nach dem Erwerb des Sportküstenschifferscheins (SKS).
  • 700 Seemeilen auf Yachten im Seebereich nach dem Erwerb eines BR-Scheines vor dem 1. Oktober 1999, der vom Deutschen Segler-Verband e. V. ausgestellt wurde.

Sporthochseeschifferschein (SHS)

Mit dem Sporthochseeschifferschein (SHS) sind Inhaber zum Führen von Yachten sowie Ausbildungs- und Traditionsschiffen „mit Antriebsmaschine“ oder „mit Antriebsmaschine und unter Segel“ in der weltweiten Fahrt berechtigt. Darunter fallen alle Meere.

Boot fahren mit Sporthochseeschifferschein© Janusz Jakubowski / flickr.com | CC BY 2.0

Zum Fahren eines Ausbildungsschiffes wird der Sporthochseeschifferschein benötigt

Für gewerbliche Nutzung von Sportbooten in allen Meeren ist der Sporthochseeschifferschein (SHS) gesetzlich vorgeschrieben. Je nach gewerblicher Fahrt müssen Besatzungsvorschriften berücksichtigt werden.

Voraussetzungen für die Beantragung des Sporthochseeschifferscheins (SHS)

  • Der Antragsteller muss mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Er muss zuvor den Sportseeschifferschein (SSS) erworben haben.
  • Es ist ein Nachweis über 1.000 Seemeilen auf Yachten im Seebereich nach Erwerb des Sportseeschifferscheins als Skipper, Co-Skipper oder Wachführer notwendig. Eine Stellvertreter-Position ist in diesem Fall unzureichend.

Segelschein

Auch wenn man es erwarten könnte, so ist ein separater Segelschein nicht existent. Die Erlaubnis mit einem Segelboot fahren zu dürfen ist im Binnenschein bzw. Seeschein inbegriffen. Dies gilt allerdings nur, wenn es sich um ein motorbetriebenes Segelboot mit mehr als 15 PS handelt. Handelt es sich um ein reines Segelboot ohne jeglichen Motor, so kann dieses auch ohne Schein gefahren werden.

Zwar bieten viele Vereine einen Segelschein an, allerdings ist dieser nicht zwingend dafür notwendig, um mit einem Segelboot zu fahren. Die Vermittlung dieses Wissens ist aber natürlich sehr empfehlenswert, gerade wenn es sich um Anfänger handelt.

Für Kinder und Jugendliche bieten einige Vereine zudem den Jüngstenschein bzw. Jüngstensegelschein an. Am Ende dieses Kurses erhalten die Teilnehmer einen Befähigungsnachweis, welcher das altersgerechte Führen eines Segelboots bekundigt und zur Teilnahme an Regatten befähigt, allerdings in einem eingeschränkten Rahmen.

Weitere Infos dazu siehe auf der Webseite des deutschen Seglerverbandes.

Kosten für den Bootsführerschein

Die Kosten für die Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) und Sportbootführerschein See (SBF See) können je nach Vorbereitung unterschiedlich ausfallen. In Deutschland ist nicht vorgeschrieben, dass im Vorfeld einer Prüfung eine Bootsschule besucht werden muss. Es müssen jedoch immer die Kosten für die praktische Fahrausbildung bei der Gesamtrechnung einbezogen werden.

Bootsführerschein in Bootsfahrschule machen

Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen): Wer sich für eine Ausbildung bzw. ein Seminar in einer Bootsfahrschule entscheidet, der muss beim Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) mit rund 380 Euro kalkulieren. Dieser Kurs findet dann meist über mehrere Tage hinweg vor Ort in einem Schulungsraum statt. Darin enthalten sind folgende Aspekte:

  • 250 Euro für die Kurskosten für den Motorbootführerschein inklusive der Fahrstunden, Prüfungsfahrt, Theorie, Lehrbuch und das Knotenmaterial
  • 30 Euro für das ärztliche Attest
  • 100,23 Euro für die Prüfungsgebühr Theorie und Praxis inklusive der Scheinausstellung

Sportbootführerschein See (SBF See): Die Ausbildung in einer Bootsfahrschule für den Sportbootführerschein See (SBF See) kostet rund 490 Euro. Darin sind folgende Kosten aufgeführt:

  • 350 Euro für die Kurskosten für den Motorbootführerschein See inklusive der Fahrstunden, Prüfungsfahrt, Theorie, Lehrbuch, Navigationsbesteck, Seekarten und das Knotenmaterial
  • 30 Euro für das ärztliche Attest
  • 110,93 Euro für die Prüfungsgebühr Theorie und Praxis inklusive der Scheinausstellung

Sollen sowohl der Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) als auch Sportbootführerschein See (SBF See) gleichzeitig in einer Bootsfahrschule erworben werden, müssen 635 Euro erbracht werden.

Einen weiteren Aufpreis verlangen Bootsschulen, wenn der SBF-See und Binnen inklusive Segeln beantragt werden soll. Die Gesamtkosten belaufen sich dann auf knapp über 1.000 Euro.

Bootsführerschein online machen

Da der Bootsführerschein nicht mit dem Besuch einer Bootsfahrschule einher gehen muss, können bestimmte Kenntnisse auch online erworben werden. Auf https://www.bootsfuehrerschein.de haben angehende Kapitäne die Möglichkeit die Bootsführerscheine See und Binnen für einen jeweiligen Kostenumfang von 250 bis 300 Euro zu erwerben. Einzelne Posten sind dabei:

Bootsführerschein Logo

  • 25 Euro für das ärztliche Attest
  • 39,90 Euro für den Online-Kurs
  • Prüfungsgebühr von 110 Euro
  • Praktische Fahrausbildung – regional stark schwankend mit Preisen zwischen 50 und 150 Euro

Das Besondere bei diesem Online-Kurs ist, dass der Bootsführerschein Binnen im Kurspreis enthalten ist und lediglich eine Prüfungsgebühr von etwa 69 Euro fällig wird. Einsparpotenzial in Höhe von 40 Euro gibt es, wenn beide Prüfungen bei derselben Prüfstelle abgelegt werden.

Mit einem Online-Kurs lässt sich beim Bootsführerschein bares Geld sparen und die Anwendung funktioniert vollkommen unkompliziert.

Ablauf und Aufbau des Online-Kurses

Bootsführerschein.de - Bootsführerschein einfach online machen

Bootsführerschein.de – Bootsführerschein einfach online machen

 

Direkt zu Bootsfuehrerschein.de

 

Seit einiger Zeit können Interessierte die Vorbereitung zum Bootsführerschein auch online absolvieren. Dies spart gegenüber der Variante eines Präsenzkurses bei einem lokalen Anbieter eine ganze Menge Zeit. Während bei einem klassischen Präsenzkurs ähnlich wie in der Schule gemeinsam der Stoff für die Prüfung durchgegangen wird, kann dies auf Bootsfuehrerschein.de auch bequem per App Zuhause erledigt werden. Dies hat den großen Vorteil, dass man sich die Zeit zum Lernen deutlich besser einteilen und ganz bequem von der Couch aus das Lernmaterial durchgehen kann. Die App funktioniert dabei sowohl im Browser am PC, als auch als App auf dem Smartphone oder Tablet.

 

Inhalte & Ablauf des Online-Kurs

Themenübersicht

Nach dem ersten Einloggen auf Bootsfuehrerschein.de bekommt ihr zunächst einmal einen guten Überblick über alle relevanten Themen. Je nachdem für welche Bootsführerschein ihr euch angemeldet habt, seht ihr diese als eigene Themenblöcke in der Übersicht.

Hier könnt ihr ebenfalls euren Fortschritt und die bereits absolvierten Kapitel verfolgen.

Sportbootsführerschein machen: Themenübersicht

Sportbootsführerschein machen: Themenübersicht

 

Themenblöcke für die einzelnen Scheine

Habt ihr nun eines der Kapitel ausgewählt, landet ihr auf der Übersicht zu den Themen, welche für den jeweiligen Boots- oder Zusatzschein relevant sind. In unserem Fall ist die die Übersicht für den Sportbootführerschein See (SBF See).

Hier könnt ihr nun sehen, welche Kapitel ihr bereits angeschaut und absolviert habt. Ein grüner Haken bedeutet “Kapitel abgeschlossen”, ein rotes Pausezeichen “Kapitel gestartet, aber noch nicht abgeschlossen”.

Nach jedem einzelnen Thema sowie nach jedem Themenblock habt ihr die Möglichkeit, die Prüfungsfragen zu lernen. Dafür werden euch zunächst die wichtigsten Inhalte noch einmal angezeigt und die Prüfungsfragen sehr lernfreundlich aufbereitet. Anschließend könnt ihr diese wie auch in der echten Prüfung beantworten und sehen, ob euer Wissen bereits ausreicht.

Sportbootsführerschein machen: Einzelne Unterthemen

Sportbootsführerschein machen: Einzelne Unterthemen

 

Einzelne Themen lernen

Mit einem Klick auf die einzelnen Punkte könnt ihr mit dem Lernen beginnen. Die prüfungsrelevanten Themen sind sehr interaktiv aufgebaut und werden wenn sinnvoll, mit Bildern, Animationen oder kurzen Videos erklärt.

Alle Punkte werden von Rolf Dreyer erklärt und besprochen, sodass ihr hier nicht zwingend selbst lesen, sondern auch einfach zuhören könnt.

Auch wenn Inhalte nicht direkt relevant für die Prüfung, könnt ihr diese beim Lernen anklicken und mehr erfahren.

Sportbootsführerschein machen: Lernen der relevanten Themen

Sportbootsführerschein machen: Lernen der relevanten Themen

 

Probeprüfung durchführen

Am Ende eines jeden jeden Themenblocks können dann die relevanten Fragen für die Prüfung eingeübt werden.

Sportbootsführerschein machen: Probeprüfung durchführen

Sportbootsführerschein machen: Probeprüfung durchführen

Onlinekurs von Lehrbuchautor Rolf Dreyer

Wer sich fragt, wer hinter dem Onlinekurs zum Bootsführerschein steht, der bekommt hier einen kurzen Einblick. Rolf Dreyer ist einer, wenn nicht der erfahrenste deutsche Lehrbuchautor auf dem Gebiet des Wassersports und im speziellen auch des Bootsführerscheins. Insgesamt 18 Bücher hat Rolf Dreyer geschrieben, welche von den meisten Prüflingen zur Prüfungsvorbereitung genutzt werden.

Zusätzlich zu den Büchern und Lehrmaterialien entschied sich Rolf Dreyer 2004, den ersten Online-Kurs zum Thema Sportbootführerschein zu launchen. Seitdem wurde die Plattform ständig erweitert und bietet nun Vorbereitungsmöglichkeiten für alle relevanten Bootsführerschein sowie die entsprechenden Zusatzscheine wie den Pyroschein oder Funkzeugnisse. Auch die Vorbereitung zum Bodenschifferpatent kann mithilfe des Online-Kurses erfolgen.

Rolf Dreyer© Rolf Dreyer

Lehrbuchautor Rolf Dreyer

Lehrmaterialien zur Prüfungsvorbereitung

Video: Vorteile beim Bootsführerschein online machen

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Der größte Vorteil, wenn Du für den Bootsführerschein online lernt, ist die Ortunabhängigkeit. Du kannst von überall lernen, egal ob Zuhause auf der Couch, unterwegs als Beifahrer im Auto oder im Wartezimmer beim Arzt. Zudem kannst du die Sektionen, Themen und Prüfungsfragen so oft wiederholen wie du möchtest.

Vorbereitungskurs zum Bootsführerschein machen

Die theoretische und praktische Ausbildung sind die Grundlage für einen erfolgreiche Prüfung für den Bootsführerschein. Sowohl im Rahmen eines Online-Kurses als auch in einem Präsenzkurs werden die zentralen Inhalte vermittelt, um die Prüfung bestehen zu können.

Theoretischer Vorbereitungskurs zur Bootsführerscheinprüfung

In der theoretischen Ausbildung werden sechs inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. In den Abschnitten Navigation, Yachtführung, Schifffahrtsrecht, Schifffahrt bei Nacht, Wetterkunde und Sicherheit lernen die angehenden Prüflinge die jeweils wichtigsten Aspekte, die wie folgt aussehen:

  • Navigation: Das Thema „Navigation“ ist sehr umfassend gestaltet und für die Steuerung eines Bootes elementar. Schwerpunkte sind das Lesen von Seekarten, der Umgang mit Seebüchern und Navigationsausrüstung, das Koordinatensystem der Erde, die Angabe von Orten nach Breite und Länge, Verwendung von GPS-Geräten, die Gezeiten, Arbeit mit Kurs- und Anlegedreieck, Kursbeschickung, Peilung und die zeichnerische Schiffsortsbestimmung.
  • Yachtführung: Die Basis ist eine grundlegende Einweisung. Des Weiteren werden theoretische Kenntnisse wie das Starten der Maschine, Bunkern von Kraftstoff, Derivation, Drehverhalten, Radeffekt, Antriebsarten, Manövrieren, An- und Ablegen, Schleppen, Schleusen, Ankern und Ausweichregeln vermittelt.
  • Schifffahrtsrecht: Ähnlich wie im Straßenverkehr gibt es auch in der Schifffahrt entsprechende Vorschriften und Regelungen. Das Wissen um die Kollisionsverhütungsregeln, Seeschifffahrtstraßenordnung, Signale, Verkehrstrennungsgebiete, Schallsignale, Lichter der Schiffe, Signalkörper, Flaggen und Seefunk kann mögliche Unfälle und unwissentliche Verstöße verhindern.
  • Schifffahrt bei Nacht: Die Schifffahrt bei Nacht bei Nacht muss gelernt sein, schließlich steht der Bootsführer in Dunkelheit vor einer großen Herausforderung. Als Orientierung dienen Leuchttonnen, Leuchttürme, Leitfeuer, Richtfeuer, Quermarkenfeuer, Betonnung der Fahrwasser und Untiefen, Sperr-, Warn- und Badegebiete.
  • Wetterkunde: Das Wetter und die jeweiligen Witterungsverhältnisse gehören zur größten Gefahr in der Schifffahrt. Viele Inhaber eines Bootsführerscheines unterschätzen immer wieder die lauernden Gefahren. Das Erkennen des Aufzugs eines Tiefs, die Windstärken nach Beaufort, das Lesen von Wetterkarten, Stationsangaben, Fronten, Landwind und Seewind sowie Gewitter werden in der Theorie näher beleuchtet.
  • Sicherheit: Die Sicherheit an Bord ist ein Aspekt, der immer wieder gerne missachtet wird. Um Risiken zu vermeiden, geht es in diesem Lernabschnitt um Sicherheitsregeln für Wassersportler, sichere Schiffsführung, Eigenschaften und Einrichtung des Fahrzeugs, Sicherheitsausrüstung, Reiseplanung, Empfang von Wetterberichten, Einweisung, Verhalten bei Mann-über-Bord, Verhalten bei Nebel, Verhalten in Gewässern mit reger Berufsschifffahrt, Ausguck, Verhalten bei Problemen auf See und im Seenotfall sowie um pyrotechnische Seenotsignale.

Praxisstunden und praktische Ausbildung

Einen ebenso hohen Stellenwert wie die theoretischen Kenntnisse genießt die praktische Ausbildung beim Bootsführerschein. Hier gilt es sich mit dem Boot vertraut zu machen, ein gewisses Fahrgefühl zu entwickeln und die theoretischen Kenntnisse anwenden zu können. Mit den Schwerpunkten Fahrausbildung, Manöversignale, Navigation, Sicherheitsausbildung und Knoten werden die Prüfungsschwerpunkte abgedeckt. Im Detail bedeutet dies:

  • Fahrausbildung: Die Fahrausbildung beginnt mit der Einweisung ins Fahrzeug, dem Starten der Maschine und dem Lesen der Instrumente. Der Auszubildene lernt die Wirkung von Ruder und Schraube kennen und übt mit dem Boot das Anlegen, Ablegen, Rettungsmanöver, Wenden auf engem Raum, kursgerechtes Aufstoppen, Steuern nach Landmarken und nach Kompass.
  • Manöversignale: Wie in einer Prüfung muss auf Manöversignale reagiert werden. Dazu zählen die Ankündigung einer Kursänderung nach Steuerbord oder Backbord sowie einer Rückwärtsfahrt.
  • Navigation: In der praktischen Ausbildung wird vor allem das Peilen geübt. Dabei geht es hauptsächlich um die einfache Peilung beziehungsweise die Kreuzpeilung.
  • Sicherheitsausbildung: Im Vorfeld einer Prüfung werden die Sicherheitseinrichtungen an Bord gezeigt, es wird das Verhalten bei Mann-über-Bord besprochen sowie das richtige Anlegen einer Rettungsweste und eines Sicherheitsgurts vermittelt.
  • Knoten: Die Knotenlehre ist für manche Prüflinge eine echte Herausforderung. Unter anderem werden Palstek, Achtknoten, Kreuzknoten, einfacher und doppelter Schotstek und Webeleinenstek praxisnah vorgeführt.

Bootsführerscheinprüfung ablegen

Für den Erwerb eines Sportbootführerscheins Binnen (SBF Binnen) und eines Sportbootführerscheins See (SBF See) müssen eine theoretische und eine praktische Prüfung absolviert werden. Die Grundlagen für die Prüfungen werden in Online-Kursen wie auf https://www.bootsfuehrerschein.de/ oder in Präsenzkursen in Bootsschulen vermittelt. Die Prüfungen werden durch die Verbände DMYV und DSV durchgeführt.

Am Prüfungstag wird das gelernte Wissen vor Ort abgefragt. Neben der Theorie-Prüfungen werden dann auch die Fahrpraxis geprüft, dazu gehören beispielsweise das An- und Ablegen mit einem Boot sowie das korrekte Knoten einiger Seemannsknoten.

Ärztliches Attest

Wie bereits oben erwähnt, ist zunächst der Erwerb eines ärztlichen Attests zur Bescheinigung der Tauglichkeit zur Führung eines Boots aus gesundheitlicher Sicht notwendig. Dieses kann bei jedem normalen Allgemeinmediziner ausgestellt werden und kostet in der Regel 25 – 30 Euro.

Bei der dafür notwendigen Untersuchung werden folgende Dinge geprüft:

  • Sehkraft
  • Hörvermögen
  • Körperliche Beschaffenheit

Diese Untersuchung ist notwendig, da geprüft werden muss, ob zB. keine Rot-Grün-Schwäche vorliegt oder der Prüfling eventuell nicht in der Lage ist, Schallsignale aufgrund eines schlechten Hörvermögens wahrzunehmen.

In der Regel dauert die gesamte Untersuchung jedoch maximal 5-10 Minuten, wenn keinerlei Probleme vorliegen. Eine Vorlage des ärztlichen Attests kann hier heruntergeladen werden.

Ärztliches Attest für die Bootsführerscheinprüfung

Ärztliches Attest für die Bootsführerscheinprüfung

Inhalte der theoretischen Prüfung

Als Basis für die theoretische Prüfung dient ein Fragenkatalog, der insgesamt 285 Fragen und die amtliche Seekarte 49 INT 1463 umfasst. Dabei wird noch einmal zwischen 72 Basisfragen und 213 spezifischen Fragen See unterschieden. Zu jeder Frage im Katalog gibt es vier Antworten, von denen aber nur eine richtig ist. Aus der Seekarte werden acht Abschnitte entnommen, zu denen der Prüfling Navigationsaufgaben lösen muss. Die Fragen rekrutieren sich dabei aus den sechs Themenfeldern, die bei einem Vorbereitungskurs vermittelt werden:

  • Navigation
  • Yachtführung
  • Schifffahrtsrecht
  • Schifffahrt bei Nacht
  • Wetterkunde
  • Sicherheit

Ablauf der theoretischen Prüfung

Bei der theoretischen Prüfung für den Bootsführerschein erhält jeder Teilnehmer einen Fragebogen, der 7 Basisfragen und 23 spezifische Fragen See aus dem 285 Fragen umfassenden Katalog enthält. Hinzu kommt ein Seekartenausschnitt, zu dem noch einmal 9 weitere Fragen gestellt werden. Für die Beantwortung haben die Bewerber insgesamt 60 Minuten Zeit.

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 5 Basisfragen und mindestens 18 spezifische Fragen See richtig beantwortet wurden. Zum Seekartenabschnitt müssen dann 7 der 9 Fragen vollständig richtig sein. Wird nur ein Abschnitt zu den Basisfragen, den spezifischen Fragen sowie den Kartenaufgaben nicht erfüllt, muss leider die gesamte Theorieprüfung wiederholt werden.

Wichtig: Die theoretische und praktische Prüfung müssen keinesfalls an einem Tag abgelegt werden, allerdings sollten zwischen den Prüfungen nicht mehr als 12 Monate vergehen. Ein wichtiger Aspekt für Antragssteller: Die jeweiligen Prüfungen sind entweder beide beim DMYV oder beim DSV abzulegen. Teilprüfungen vom jeweils anderen Verband werden nicht anerkannt.

Inhalt und Ablauf der praktischen Prüfung

Ziel der praktischen Prüfung ist der Nachweis über die Fähigkeit zur sicheren Führung eines Sportbootes. Die Prüfung hat drei wesentliche Bestandteile, die durch den Bewerber absolviert werden müssen. Es müssen alle fünf Pflichtmanöver vorgeführt werden, ein sonstiges Manöver sowie sechs unterschiedliche Knoten, die zudem mit ihrer Bedeutung erklärt werden müssen. Der Prüfungsablauf sieht dann wie folgt aus:

  • Pflichtmanöver
    • Rettungsmanöver (Mensch-über-Bord)
    • Anlegen
    • Ablegen
    • Fahren nach Kompass
    • Peilen (einfache Peilung oder Kreuzpeilung)

 

  • Sonstige Manöver (nur eines muss in der Prüfung absolviert werden)
    • Kursgerechtes Aufstoppen
    • Wenden auf engem Raum
    • Fahren nach Schifffahrtszeichen/Landmarken
    • Anlegen einer Rettungsweste
    • Anlegen eines Sicherheitsgurtes
    • Manöverschallsignal (eins von drei)

 

  • Seemannsknoten (sechs müssen vorgeführt und erklärt werden)
    • Achtknoten
    • Kreuzknoten
    • Palstek
    • Einfacher oder doppelter Schotstek
    • Stopperstek
    • Webeleinenstek
    • Webeleinenstek mit Slip
    • Rundtörn mit zwei halben Schlägen
    • Belegen auf einer Klampe mit Kopfschlag

Die Praxisprüfung kann auf einer Seeschifffahrtstraße oder einem Binnengewässer erfolgen. Der Bewerber muss im Vorfeld ein betriebsfähiges Prüfungsboot und einen Bootsführer (Fahrlehrer) stellen können. In der Regel wird dieser Aspekt bei der praktischen Ausbildung geklärt.

Bootsführerschein erhalten

Nach dem Bestehen der praktischen und theoretischen Prüfung erhaltet ihr euren Bootsführerschein binnen 8-12 Tagen per Post von der Bundesdruckerei. Wer es nicht abwarten kann und direkt nach der Prüfung losfahren möchte, kann einen vorläufigen Führerschein beantragen, der 3 Monate lang gültig ist und 18 Euro kostet.

Fahren ohne Bootsführerschein / 15 PS Regel

Das Fahren ohne Bootsführerschein ist in Deutschland seit dem Jahr 2012 erlaubt. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass im See- und Binnenbereich ein Sportboot mit einer Motorisierung von bis zu 15 PS führerscheinfrei gefahren werden darf.

Motorboote mit 15PS sind führerscheinfrei

Motorboote mit 15PS sind führerscheinfrei

Wichtig ist in diesem Kontext, dass auch die Sonderregelungen dazu zu beachten sind:

  • Der Bootsführer muss mindestens 16 Jahre alt sein. Eine Ausnahme bildet der Seebereich, in dem auch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren das Boot mit bis zu 15 PS unter Aufsicht steuern dürfen. Eine Untergrenze beim Alter gibt es hinsichtlich dieser Regelung nicht.
  • Der Rhein, die Landesgewässer sowie der Bodensee sind von dieser gesetzlichen Vorschrift ausgenommen. Hier dürfen lediglich Sportboote mit bis zu 5 PS ohne Bootsführerschein gesteuert werden.
  • Der Sportbootführerschein ist nicht mehr für das Segelsurfen notwendig. Diese Regelung hatte nur bis 2012 Bestand.

Ein nicht unerheblicher Hinweis, der gerne von Bootsführern außer Acht gelassen wird: Diese gesetzlichen Vorschriften gelten nur für Deutschland!

Zusatzscheine in der Bootsführerschein-Prüfung

Im Rahmen der Bootsführerschein-Prüfung haben Teilnehmer die Gelegenheit ihr Wissen zu erweitern und mit weiteren Zusatzscheinen einen entsprechenden Nachweis zu erbringen. Dies betrifft den kleinen und großen Pyroschein sowie das Funkzeugnis.

Kleiner und großer Pyroschein

Wer mit seegängigen Yachten unterwegs ist, muss mit den pyrotechnischen Seenotsignalmitteln vertraut sein. Dies sind in der Regel Signalraketen, Handfackeln, Rauchsignalgeber oder eine Signalpistole vom Kaliber 4. Dabei ist die Handhabung von Rauchsignalgebern und Handfackeln ohne Einschränkungen erlaubt und es bedarf keines Nachweises. Für Signalraketen hingegen muss ein Fachkundenachweis (FKN) für Seenotsignalmittel gemäß § 1 Absatz 3 erbracht werden, der umgangssprachlich als kleiner Pyroschein bezeichnet wird.

Dabei handelt es sich lediglich um eine kleine Karte, die zusätzlich zum Bootsführerschein ausgegeben wird. Im Rahmen eines Online-Kurses können sich Bewerber gezielt auf den kleinen Pyroschein vorbereiten, der bei der Anmietung von Charteryachten vorgeschrieben ist und gerne kontrolliert wird. Dazugehörig ist die Waffenbesitzkarte, die vom Vermieter ausgegeben wird.

Für die Signalpistole des Kalibers 4 (26,5 mm) ist ein großer Pyroschein notwendig. Dabei handelt es sich um einen Sachkundenachweis nach dem Waffen- und dem Sprengstoffrecht. Der große Pyroschein kann derzeit nicht in Deutschland erworben werden.

Funkzeugnis LRC, SRC, UBI

Sobald ein Funkgerät an Bord eines Schiffes ist, sollte der Bootsführer hierzulande über ein Funkzeugnis verfügen, das gemeinsam mit dem Bootsführerschein erworben werden kann. Dabei gibt es die Unterscheidung zwischen LRC, SRC und UBI:

  • UBI UKW-Sprechfunkzeugnis: Der UBI Schein ist ein Binnen-Funkschein, der auf Binnengewässern verwendet wird. Er muss separat erworben werden, da er nicht Bestandteil von LRC und SRC ist.
  • SRC Funkzeugnis: Das SRC (Short Range Certificate) gilt für alle Gewässer bis 30 Seemeilen an allen Küsten weltweit. Das SRC Funkzeugnis ist gültig für UKW mit DSC Controller (GMDSS).
  • LRC Funkzeugnis: Das Seefunkzeugnis LRC (Long Range Certificate) ist uneingeschränkt weltweit gültig und kommt bei UKW, GW, KW mit DSC Controller (GMDSS) sowie Satellitenseefunk zum Einsatz.

Regelungen zum Bootsführerschein in EU-Nachbarländern

Österreich

Bootsführerschein Österreich

Auf österreichischen Gewässern besteht für Segelboote ohne Hilfsmotor keine Führerscheinpflicht. Zum Führen von Motorbooten ab 4,4 kW ist das Schiffsführerpatent 10 m (SFP 10m) Voraussetzung. Dieses erlaubt das Fahren von Motorbooten mit einer Länge von bis zu 10 Metern auf Flüssen, Seen und Wasserstraßen. Der deutsche Sportbootführerschein Binnen wird analog anerkannt. Ist eine Sprechfunkanlage an Bord, muss ein Sprechfunkzeugnis vorliegen.

Italien

Bootsführerschein Italien

Unter italienischer Flagge ist für Motorboote bis 40 PS kein Führerschein erforderlich. Der Abstand zur Küste darf dabei nicht mehr als 6 Seemeilen betragen. Unter deutscher Flagge gelten die gleichen Regeln wie in Deutschland: Führerscheinfrei bis 15 PS.

Wer ein stärker motorisiertes Boot steuern möchte, benötigt den Sportbootführerschein Binnen oder See. Ist eine Sprechfunkanlage an Bord, wird ein Sprechfunkzeugnis benötigt.

Frankreich

Bootsführerschein Frankreich

Für alle Motorboote mit mehr als 6 PS gilt Führerscheinpflicht. Das betrifft auch Segelboote mit einem entsprechenden Motor. Der deutsche Sportbootführerschein wird anerkannt. Für Küstengewässer wird ein SRC oder LRC Funkzeugnis benötigt. Auf Binnengewässer muss ein UBI-Sprechfunkzeugnis nachgewiesen werden.

Polen

Bootsführerschein Polen

Beträgt die Motorleistung des Bootes weniger als 13 PS, so darf dieses ohne Führerschein gesteuert werden. Für Motorboote, die diese Grenze überschreiten, wird der deutsche Sportbootführerschein See bzw. Binnen anerkannt. Segelboote mit einer Gesamtlänge von maximal 7,5 Metern dürfen ohne Führerschein gesegelt werden. Verfügt das Boot über eine Sprechfunkanlage, so ist ein Sprechfunkzeugnis nachzuweisen.

Kroatien

Bootsführerschein Kroatien

Für Boote ab einer Länge von 2,5 Metern besteht in Kroatien eine Führerscheinpflicht. Das gilt Motor- und für Segelboote. Mit dem kroatischen Küstenpatent (Boat Skipper B) ist es erlaubt, Boote mit einer Länge von bis zu 18 Metern zu steuern. Der deutsche Sportbootführerschein See wird anerkannt. Ein Funkzeugnis ist erforderlich. Im Gegensatz zu Deutschland ist für Boote mit weniger als 15 PS ein Führerschein notwendig.

Niederlande

Bootsführerschein Niederlande

In den Niederlanden dürfen Motorboote ohne Führerschein gefahren werden, wenn diese eine Höchstgeschwindigkeit von 10,8 Knoten nicht überschreiten können. Ebenso wird für Segelboote ohne Motor kein Führerschein verlangt. In beiden Fällen darf die Gesamtlänge des Bootes nicht mehr als 15 Meter betragen. Trifft eine der beiden Vorgaben nicht zu, muss ein Sportbootführerschein Binnen bzw. See vorliegen. Ist eine Sprechfunkanlage an Bord, wird ein Sprechfunkzeugnis benötigt.

Slowenien

Bootsführerschein Slowenien

Boote mit einem Antriebsmotor von bis zu 10 PS und einer Gesamtlänge von unter 7 Metern dürfen in Slowenien ohne Führerschein gefahren werden. Für größere oder stärker motorisierte Boote ist der Sportbootführerschein Binnen oder See notwendig. Ein Sprechfunkzeugnis ist vorzulegen, wenn das Boot über eine Sprechfunkanlage verfügt.

Spanien

Bootsführerschein Spanien

Für Segelboote, die eine Gesamtlänge von 6 Metern nicht überschreiten, wird kein Führerschein verlangt. Beträgt die Motorleistung eines Motorbootes weniger als 11,26 kW und wird die Gesamtlänge von 5 Metern nicht überschritten, dürfen diese ebenso führerscheinfrei gesteuert werden. In beiden Fällen gilt zu beachten, dass die maximale Entfernung zum nächsten Hafen nicht mehr als 2 Seemeilen betragen darf.

Für Boote, die diese Grenzwerte überschreiten, ist ein Sportführerschein See vorzuweisen. Wird innerhalb von 3 Seemeilen Entfernung zur Küste unter spanischer Flagge gefahren, so genügt der Sportbootführerschein Binnen. Ist eine Sprechfunkanlage an Bord, ist ein Funkzeugnis notwendig.

Schweiz

Bootsführerschein Scchweiz

Motorisierte Boote mit einer Motorenstärke von weniger als 8 PS dürfen auf Schweizer Seen ohne Führschein gefahren werden. Gleiches gilt für Segelboote mit einer Segelfläche von unter 15 m².
Boote mit größeren Segeln oder stärkeren Motoren sind führerscheinpflichtig. Am Bodensee verschieben sich diese Grenzwerte auf 12 m² Segelfläche bzw. auf eine Motorenleistung von 6 PS. Als Führerschein kann der Schweizer Schiffsführerausweis oder deutsche Sportbootführerschein Binnen vorgelegt werden.

Strafen: Boot fahren ohne Bootsführerschein

Die Regelung, wonach Boote mit einer Motorleistung von bis zu 15 PS ohne Bootsführerschein zu fahren sind, hat vielen Freizeitkapitänen unendliche Möglichkeiten eröffnet. Sobald die Leistung oder auch die Bootslänge von 15 Metern (dieser Wert wird regional unterschiedlich behandelt) überschritten ist, muss vom Bootsführer ein entsprechender Führerschein je nach Gewässer erworben werden.

Wer auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen ohne Bootsführerschein unterwegs ist, wenn das Fahrzeug die 15 PS beziehungsweise die 5 PS wie auf dem Rhein überschreitet, wird mit einem Bußgeld für eine Ordnungswidrigkeit von rund 150 Euro bestraft. Dieser Wert kann ebenfalls regional unterschiedlich sein und auch bis zu 250 Euro betragen. Bei einem wiederholten Verstoß steigen nicht nur die Bußgelder deutlich an, die dann in einer Höhe von bis zu 5.000 Euro erhoben werden können, es droht auch der Entzug des Bootsführerscheins, sollte dieser wiederholt nicht mitgeführt werden. Im härtesten Fall darf bei wiederholtem Fahren ohne Sportbootführerschein ebendieser nicht mehr beantragt werden.

Charterbescheinigung: Ohne Bootsschein auf Binnengewässern

Eine Besonderheit stellt dabei jedoch die Charterbescheinigung dar. Diese erlaubt es, in gewissen Gewässerabschnitten auch ohne einen Bootsschein unterwegs sein zu können. Diese Gewässer befinden sich zum größten Teil in Mecklenburg-Vorpommern rund um die Mecklenburgische Seenplatte.

Dabei gelten jedoch einige Bedingungen, die für die Ausstellung des Charterscheins Voraussetzung sind:

  • Theoretische und praktische Einweisung von mindestens 3 Stunden
  • Maximale Bootslänge von 15m
  • Maximal 12 Personen an Bord
  • Höchstgeschwindigkeit von 12km/h

Die Ausstellung erfolgt direkt durch den Vercharterer. Dieser muss sicherstellen, dass der Skipper ausreichend eingewiesen wurde und mit den gesetzlichen Regelungen sowie dem Charterboot ausreichend vertraut ist.

Gewässer, die mit einem Charterschein befahren werden dürfen

Nr.Wasserstraßevon (km)bis (km)Beschränkungen
1Dahme-Wasserstraße mit den zu diesem Abschnitt gehörenden Haupt- und Nebenstrecken gemäß §21.01 Buchstabe e) der BinSchStrO10.326.04
2Havel-Oder- Wasserstraße(HOW)
2.1Finowkanal89,3 (Schleuse Liepe)57,37
(Zerpenschleuse)
2.2Werbelliner Gewässer419.8
3Lahn70137,07 (Hafen Lahnstein)
4Müritz-Elde-Wasserstraße (MEW)1. Durchfahrt nur in der bezeichneten Fahrrinne
2. Fahrverbot ab Windstärke 4 Beaufort
3. Alle Personen müssen Rettungswesten tragen
4. Telefonischer Abruf über Befahrbarkeit beim Unternehmen vor der Einfahrt (Wind, Wetter)
5. Telefonische Meldung beim Unternehmen nach der Durchfahrt
4.1MEW0,95 (Schleuse Dömitz)121 (Beginn Plauer See)
4.2MEW – Plauer See121 (Beginn Plauer See)126 (Lenz)
4.3MEW126 (Lenz)152,50 ( Klinik an der Müritz)1. Durchfahrt nur in der bezeichneten Fahrrinne
2. Fahrverbot ab Windstärke 4 Beaufort
3. Alle Personen müssen Rettungswesten tragen
4.4MEW152,50 (Klinik an der Müritz)167 (Ausfahrt Hafendorf Claassee)1. Fahrt nur entlang der Fahr- rinnenbezeichnung des westlichen Ufers
2. Fahrverbot ab Windstärke 4 Beaufort
3. Alle Personen müssen Rettungswesten tragen
4. Telefonischer Abruf über Befahrbarkeit beim Unternehmen vor der Einfahrt (Wind, Wetter)
5. Telefonische Meldung beim Unternehmen am Zielort oder bei Fahrtunterbrechung
4.5MEW167 (Ausfahrt Hafendorf Claassee)180 (Buchholz)
4.6Stör-Wasserstraße0,0 (Einmündung in die MEW)19,88
(Einmündung in den Schweriner See)
4.7Stör-Wasserstraße19.8844,70 (Hohen Viecheln)1. Durchfahrt nur in der bezeichneten Fahrrinne
2. Fahrverbot ab Windstärke 4 Beaufort
3. Alle Personen müssen Rettungswesten tragen
5Müritz-Havel-Wasserstraße (MHW) mit Haupt- und Nebenstrecken gemäß §

24.01 Buchstabe b) der Binnenschifffahrtsstraßen Ordnung (BinSchStrO)
031.8
6Obere-Havel-Wasserstraße (OHW)
6.1OHW mit den zu diesem Abschnitt gehörenden Haupt- und Nebenstrecken gemäߧ 24,01 Buchstabe a) der BinSchStrOMzk 43,95
(Schleuse Liebenwalde)
15,9
(Schleuse Zehdenick)
6.2Obere Havel-Wasserstraße (OHW) mit den zu diesem Abschnitt gehörenden Haupt- und Nebenstrecken gemäß

§24.01 Buchstabe a) der BinSchStrO
15,9
(Schleuse Zehdenick)
94,4
(Hafen Neustrelitz)
7Peene2,50 (Malchin)a) 34,9 (Demmin)

b) 104,60
(Peenestrom) für Inhaber des Sportbootführer-
schein Geltungsbereich See oder eines gleichgestellten Befähigungszeugnisses
Kummerower See: Fahrverbot ab Windstärke 4 Beaufort
8Rüdersdorfer Gewässer mit den zu diesem Abschnitt gehörenden Haupt- und Nebenstrecken gemäß § 21.01 Buchstabe d) der BinSchStrO03,78 (Schleuse Woltersdorf)
9Saale89,2 (Schleuse Trotha)115,22 (Risch- mühlenschleuse)
10Saar87.6dt.-franz. Grenze
11Spree-Oder-Wasserstraße (SOW)
11.1Drahendorfer SpreeGesamtstrecke
11.2Gosener KanalGesamtstrecke
11.3Neuhauser SpeisekanalGesamtstrecke
11.4SeddinseeGesamtstrecke
12Untere Havel-Wasserstraße (UHW)
12.1Potsdamer Havel (PHv) mit den zu diesem Abschnitt gehörenden Haupt- und Nebenstrecken gemäß §

22.01 Buchstabe a) der BinSchStrO
28,0
(Babelsberger Enge)
0,0 (Einmündung in die UHW)Schwielowsee: Fahrverbot ab Windstärke 4 Beaufort
12.2UHW mit den zu diesem Abschnitt gehörenden Haupt- und Nebenstrecken gem. §

22.01 Buchstabe a) der BinSchStrO einschl. Beetzsee-Riewendsee- Wasserstraße
56,0
(Brandenburg)
67,5 Plaue1. Brandenburger Niederhavel: Fahrterlaubnis

Silokanal: Fahrverbot

2. Plauer See und Breitingsee: Fahrverbot ab Windstärke 4 Beaufort

3. Plauer See: a. Fahrverbot, wenn der Inhaber der Charter- bescheinigung nicht mindestens 2 Tage Fahrpraxis seit Antritt der Fahrt nachweisen kann b. Durchfahrt von km 63,2 bis km 67,0 nur am jeweils äußersten Rand der Fahrrinne (Tonnenstrich)
4. Für Kreuzungsbereiche bei km 56 und km 67 gilt zusätzlich: Das Überqueren der UHW ist nur erlaubt, wenn dies sicher möglich ist.

Der Inhaber der Charterbescheinigung hat sich vor dem Überqueren der UHW von der Beetzsee-Riewendsee- Wasserstraße in Richtung Brandenburger Niederhavel telefonisch mit der Vorstadtschleuse Brandenburg in Verbindung zu setzen und zu erfragen, ob die UHW frei ist.
12.3UHW mit den zu diesem Abschnitt gehörenden Haupt- und Nebenstrecken gemäß §

22.01 Buchstabe a) der BinSchStrO
67,5 (Plaue)145,8 (Havelberg)Fahrverbot bei Wasserständen am Unterpegel Rathenow von mehr als 130 cm
12.4Untere Havel Mündungsstrecke mit den zu diesem Abschnitt gehörenden Haupt- und Nebenstrecken gem. § 22.01 Buchstabe a) der BinSchStrO145,8
(Havelberg)
156,0
(Quitzöbel)
Fahrverbot bei Wasserständen am Unterpegel Rathenow von mehr als 130 cm

Quelle: https://skipper.adac.de/charterbescheinigung/

Häufige Fragen zum Bootsführerschein

Der Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) gilt auf Binnenschifffahrtsstraßen und den Seeschifffahrtsstraßen, die nicht Bestandteil eines Meeres sind. Der Sportbootführerschein See (SBF See) erlaubt das Fahren in der Drei-Seemeilen-Zone sowie im Fahrwasser innerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone.
Der Bootsführerschein kann innerhalb kürzester Zeit absolviert werden. Sobald die Voraussetzungen mit absolvierter Prüfung, ärztlichem Attest und dem Nachweis von Seemeilen (SKS, SSS & SHS) erfüllt sind.
Für den Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen), den Sportbootführerschein See (SBF See) und den Sportseeschifferschein (SSS) muss der Antragsteller mindestens 16 Jahre alt sein. Mit 18 Jahren kann der Sporthochseeschifferschein (SHS) erworben werden.
Mit einem Online-Kurs können alle relevanten Fragen zur theoretischen Prüfung innerhalb kürzester Zeit spielend einfach erlernt werden. Dank einem Fragentool und einem Prüfungssimulator sind die Bewerber hervorragend auf die Prüfungen zum Bootsführerschein vorbereitet.
Der Bootsführerschein muss nur einmal erworben werden und ist lebenslang gültig.
Die Antwort lautet Ja! Ohne ein ärztliches Attest besteht keine Möglichkeit zur Teilnahme an der Prüfung. Zwar kann die Vorbereitung für Theorie und Praxis auch ohne das ärztliche Attest durchgeführt werden, für die Zulassung zur Bootsführerscheinprüfung ist dieses aber zwingend notwendig. Dabei ist es ebenfalls nicht relevant, ob der SBF See oder SBF Binnen gemacht wird, da die Regelung gleichermaßen für beide Scheine gilt. Dabei gilt es zusätzlich zu beachten, dass das Attest lediglich 12 Monate gültig und anschließend erneuert werden muss. Daher ist es sehr empfehlenswert, dieses erst kurz vor der Prüfung bei seinem Arzt ausstellen zu lassen.
Für das Durchfallen durch die Bootsführerscheinprüfung gibt es kein Limit und die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Prüfling ein oder zehn mal durch die Prüfung gefallen ist. Einzig zu beachten ist, dass wenn nur ein Teil (Praxis oder Theorie) nicht betanden wurde, die Prüfung binnen 12 Monaten wiederholt werden muss. Andernfalls verfällt der bereits bestandene Teil der Prüfung und die gesamte Prüfung muss wiederholt werden.
Da es sich um eine amtliche Prüfung handelt, ist dies nicht möglich. Die Gefahr, dass einer der Prüflinge schummelt und das entsprechende Wissen für die Prüfung nicht aufbringen kann, ist zu groß.
Nein. Diese Scheine können zusätzlich erworben werden und sind keineswegs notwendig, um den Bootsführerschein zu erwerben.
Nein. Nach dem Erwerb des Motorbootschein ist es nicht zwingend notwendig, eine Bootsversicherung abzuschließen. Wer sich jedoch ein eigenes Boot zulegen möchte, für den macht es Sinn, sich mit dem Thema ausführlichen zu beschäftigen. Gerade eine Versicherung für den Skipper kann Sinn machen. Je nach Antriebsart, Länge und Anschaffungspreis bieten die Versicherungen hier verschiedene Tarife an. Unterschiede gibt es hier vor allem bei Segeljachten/Segelbooten und Motorbooten.

 

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