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Angelurlaub: Angeln in Deutschland

Christoph beim Angeln
  ca. 18 Min.
  21.06.2022

Deutschland gehört zu den beliebtesten Zielen für Sport- und Hobbyanglern. Der Zugang zur Nord- und Ostsee macht das Meeresangeln besonders attraktiv. Und auch die Binnengewässer sind für ihren Fischreichtum bekannt. Sowohl Raubfisch- als auch Friedfischangler kommen hier voll auf ihre Kosten. Auf was ihr beim Angeln in Deutschland achten müsst, welche Fische euch hier erwarten und welches die beliebtesten Angelgewässer je Bundesland sind, erfahrt ihr hier im Artikel.

Deutschland

Voraussetzungen zum Angeln in Detuschland

Bevor es an das Angelvergnügen geht, müssen die Voraussetzungen zu den Angelscheinen in den jeweiligen Bundesländern geklärt werden.

Angeln ohne Angelschein in Deutschland

In einigen Bundesländern in Deutschland gibt es die Möglichkeit, auch ohne einen Angelschein zu angeln. Das geht in Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Natürlich gibt es aber trotzdem bestimmte Voraussetzungen, sowie diverse Einschränkungen.

In allen Bundesländern ist es aber erlaubt, an den sogenannten Besatzseen zu angeln. Dazu zählen klassische Forellenseen, die künstlich mit Fischen besetzt werden. Hierfür braucht man nur eine Erlaubniskarte, die käuflich vor Ort erworben werden kann.

Wo benötige ich einen Angelschein in Deutschland?

Grundsätzlich benötigt man in Deutschland einen gültigen Fischerei- oder Angelschein, um in den deutschen Gewässern fischen zu dürfen. Auch eine Fischereiabgabe und ein Erlaubnisschein sind notwendig. Natürlich unterscheidet sich das von Bundesland zu Bundesland. Um den Fischereischein zu erhalten, ist es notwendig, zuerst eine Fischerprüfung abzulegen.

Die Fischereiabgabe wird immer für einen bestimmten Zeitraum, wie beispielsweise ein Jahr, entrichtet. Die Angelkarte erlaubt es dem Fischer, an bestimmten Gewässern zu angeln. Auch das Alter, mit dem Kinder und Jugendliche zur amtlichen Fischerprüfung antreten dürfen, variiert je nach Bundesland. Als Tourist kann man im Normalfall einen Touristenfischereischein beantragen.

Gewässerarten in Deutschland

Deutschland bietet mit seinem Anschluss an das Meer die Möglichkeit neben Süßwasserfischen auch Salzwasserfische zu angeln.

Meeres- und Brandungsangeln

Meeresangeln kann man in Deutschland an der Nordsee und an der Ostsee, wobei die Ostsee als Binnenmeer ein Spezialfall ist. Aber beide Gebiete haben ihren Reiz und bieten dem Angler in den unterschiedlichen Jahreszeiten auch verschiedene Möglichkeiten. An der Nordsee kann man vor allem Makrelen und Dorsche angeln, an der Ostsee ist das Brandungsangeln sehr beliebt.

Hier beißen vor allem gerne Heringe an. In beiden Gewässern sind auch Aale zu finden. Ein beliebter Fisch in der Ostsee ist auch die Meerforelle. An der Ostsee kann man vom Boot, von der Mole und von der Brücke aus angeln. An der Nordsee sind auch Angeltouren mit dem Kutter sehr beliebt.

Angeln auf Plattfisch an der Nordseeküste© Michele Ursi / stock.adobe.com

Angeln auf Plattfisch an der Nordseeküste

Angeln an Binnengewässern

In Deutschland ist es möglich, an den verschiedensten Flüssen und Seen zu angeln. Besonders das Angeln vom Boot in den großen Seen Deutschlands ist sehr beliebt. Kampfstarke und clevere Raubfische warten in den tiefen und kühlen Gewässern. Auch die beliebte Methode des Schleppangelns lässt sich mit dem Boot einwandfrei umsetzen. Die verantwortlichen Vereine rüsten den Angler auch entsprechend aus, für tiefe Seen lassen sich auch Echolote mieten.

Aber auch die vielen Flüsse bieten den Anglern eine Menge Abwechslung. Während man mit dem Boot die tiefen Stellen des Sees erreicht, ist vor allem die Uferregion bei den Flüssen ein echter Hotspot. Je nach Beschaffenheit des Flussbodens können diese Gewässer einen einmaligen Fischreichtum bieten. Flüsse mit vielen Vertiefungen bieten gute Verstecke für Raubfische.

Deutschland bietet unzählige Seen und Flüsse zum Angeln© AleMasche72 / stock.adobe.com

Deutschland bietet unzählige Seen und Flüsse zum Angeln

Die schönsten Angelgewässer nach Bundesland

Die folgende Auflistung bietet eine Übersicht über die besten Angelplätze je nach Bundesland.

Schleswig-Holstein

1. Schönhagen an der Ostsee

Der Strand von Schönhagen gilt als großartiges Winterrevier für Angler. Im Frühjahr und bei kalten Temperaturen lassen sich beim Brandungsangeln große Dorsche und beim Spinnfischen kapitale Meerforellen und Flundern fangen. An der Steilküste befinden sich die besten Stellen für das Angeln von Dorschen, in den Sandbänken wimmelt es nur so von Flundern, Schollen und Klieschen.

2. Flensburger Förde

Hier gibt es viele gute Strände zum Angeln auf Meerforellen. Holnis Spitze, Westerholz und Habernis gehören zu den besten. 40er bis 80er Fische lassen sich hier gut fangen, auch große Dorsche beißen zu. Weht der Ostwind, lässt es sich in der Geltinger Bucht gut auf Plattfische und Hornhechte angeln. Dorsche, Butts und Hornhechte warten auf den passionierten Angler.

Meerforellen angeln an der deutschen Ostsee© Lars Gieger / stock.adobe.com

Meerforellen angeln an der deutschen Ostsee

Mecklenburg-Vorpommern

1. Bodden, Haffe, Peenestrom und Achterwasser

Als „Bodden“ werden flache, fischreiche Meeresbuchten an der Ostsee bezeichnet. Zu den größten gehören der Greifswalder Bodden, der Kubitzer Bodden und die Darß-Zingster Boddenkette. Da in diese Gewässer viele Flüsse münden, haben sie einen niedrigeren Salzgehalt. Es können bei den Fischen Süßwasser- und Salzwasserarten vorkommen wie zum Beispiel Hering, Hecht, Zander, Barsch, aber auch Dorsch, Meerforellen oder Lachse.

2. Unterwarnow und Breitling in Rostock

Zwischen der Schleuse am Mühlendamm und dem Seekanal Warnemünde befindet sich der Teil der Unterwarnow, der beangelt werden kann. Die beliebtesten Plätze sind der Stadthafen, Schnatermann, Petridamm oder das Ufer in Schmarl. Die Unterwarnow ist ein Brackwassergebiet, daher leben hier sowohl Süßwasser-als auch Salzwasserfische wie beispielsweise Zander, Aal, Hecht, Scholle, Dorsch und Meerforellen.

Angeln in Zingst, Deutschland© oever / stock.adobe.com

Angeln in Zingst, Deutschland

Hamburg

1. Entenwerder

Der Elbpark Entenwerder lädt zum Schwimmen, Entspannen und Angeln ein. Am Übergang von Elbe und Bille lässt sich sehr gut fischen und das schöne Stück Natur ist immer einen Ausflug wert. Am häufigsten lässt sich hier der Zander fangen, doch auch die anderen heimischen Fischarten beißen regelmäßig zu.

2. Dove Elbe

Dieser Nebenarm der Elbe liegt im Südosten der Stadt und hier leben vor allem Karpfen, Barsche und Hechte. Gerade das Gewässer vor und hinter der Schleuse ist ein richtiger Angel-Hotspot und daher finden sich hier auch viele Aale.

Angeln in Entenwerder, Hamburg© Matthias / stock.adobe.com

Angeln in Entenwerder, Hamburg

Bremen

1. Hemelinger Hafen oder Alter Hafen

Ein Teil des Hemelinger Hafens wird natürlich industriell genutzt und ist für Angler nicht zugänglich, aber es gibt auch einige tolle Stellen, wie den Uferbereich des Wesers. Angler können sich dort auf Aale, Barsche, Hechte, Zander und Karpfen freuen. Raubfische wie der Zander und Hecht angelt sich am besten am Übergang zum Alten Hafen, da sich dort die Strömungsgeschwindigkeit leicht erhöht.

2. Fluss Weser

Die lichten Grünstellen des Wesers abseits der Promenaden und Cafés direkt am Ufer bieten Angler einen guten Platz. Vor allem der beliebte Zander und Hecht geht oft an die Angel. Der Fluss bietet einen breiten Fischreichtum, daher ist es auch leicht möglich Bach- und Regenbogenforellen, Barsche, Aale oder Barben zu fangen.

Angeln an der Weser, Bremen© NEWS&ART / stock.adobe.com

Angeln an der Weser, Bremen

Brandenburg

1. Angeln an der Elbe

Gerade dieser Fluss beherbergt viele Fried- und Raubfischarten und entlang des Flusses gibt es viele Hotspots zum Angeln. Zahlreiche Fischarten warten hier auf den Sport- sowie Hobby-Angler und da auch die Struktur des Flusses unterschiedlich ist, lassen sich viele Angelmethoden ausprobieren.

2. Angeln an der Havel

In der Havel leben vor allem Zander, Karpfen, Aal, aber auch Zwergwels oder Kaulbarsch. Besonders beliebt ist der Fluss bei Anglern aber für seinen Reichtum an Zander. Die Havel fließt auch in den Plauer See oder in den Schwielowsee, was das Angeln wiederum abwechslungsreicher macht.

Angeln an der Havel, Brandenburg© Tilo Grellmann / stock.adobe.com

Angeln an der Havel, Brandenburg

Berlin

1. Rummelsburger See

Zwar als See bezeichnet, stellt der Rummelsburger See aber mehr eine Bucht dar und grenzt an die Bezirke Friedrichshain und Lichtenberg. Die beste Angelstelle befindet sich auf der Westseite, hinter den Industriegebäuden. Fische wie Brassen, Rotaugen oder Hechte gehen hier oft an die Angel, aber auch Rapfen, Döbel oder Zander befinden sich dort.

2. Nord- und Südhafen

Der Nordhafen ist nur 10 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt und liegt bei den Ortsteilen Mitte, Moabit und Wedding. Bekannt ist die Nordhafenbucht bzw. das -Becken durch seine Zander-Hotspots. Der Südhafen in Berlin liegt beim Stadtteil Spandau und lässt sich leicht über den Charlottenburger Chaussee oder den Spandauer Damm erreichen. Der Hafen ist zwar sehr flach, aber besonders Brassen und Barsche halten sich in diesen Gewässern auf.

Angeln am Rummelsburger See, Berlin© Ulf / stock.adobe.com

Angeln am Rummelsburger See, Berlin

Niedersachsen

1. Steinhuder Meer

Das Steinhuder Meer ist ein großer See in Niedersachsen und gilt als sehr fischreich. Typische europäische Fischarten wie Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen oder Zander leben hier. So kommen sowohl Raubfisch-als auch Friedfischangler auf ihre Kosten. Das Angeln vom Boot ist hier erlaubt.

2. Oderstausee

Dies ist ein mittelgroßer Stausee in Bad Lauterberg im Harz. Seine tiefste Stelle ist etwa 50 m tief. Auch hier gibt es viele verschiedenen Fische zu angeln wie etwa Aal, Bachforelle, Barsch, Hecht, Karpfen, Regenbogenforelle, Rotauge, Schleie und Zander. Es lassen sich also sowohl Raub- als auch Friedfische angeln.

Angeln am Steinhuder Meer© ingwio / stock.adobe.com

Angeln am Steinhuder Meer

Sachsen-Anhalt

1. Fluss Elbe

Der Fluss Elbe verläuft durch die Stadt Magdeburg und gehört zu den beliebtesten Angelplätzen in Sachsen-Anhalt. Auch das Nachtangeln oder Bootsangeln wird bei der Elbe gerne betrieben. An die Angel gehen vor allem Barsche, Brassen, Döbel, Hechte und Zander, aber auch Welse, Barben gar Aale beißen gerne an.

2. Großer Goitzschesee

Der Restwasser-See in Bitterfeld-Wolfen bietet klares und strömungsarmes Gewässer. Geangelt wird vom Ufer und vom Boot gleichermaßen. Raubfischangler haben es auf Hechte, Zander oder Welse abgesehen, aber auch Weißfische wie Karpfen oder Schleien sind sehr beliebt.

Angeln am großen Goitzschesee© fotograf-halle.com / stock.adobe.com

Angeln am großen Goitzschesee

Nordrhein-Westfalen

1. Angelpark Forellenzucht Mohnen

Dieser Angelpark liegt im Naturpark Nordeifel und lädt zum Angeln und Entspannen ein. In den Teichen finden sich verschiedene Fischarten wie Karpfen, Schleien, Saiblinge, Lachsforellen und Regenbogenforellen. Je nach Verfügbarkeit kann man ach Goldforellen oder Bachsaiblinge fangen.

2. Angeln an der Kyll

Die Kyll gilt als Paradies für Fliegenfischer. Dort fließen mehrere Bäche nahe der belgischen Grenze zusammen in der hohen Eifel zusammen. Die Kyll wird dann zum Kronenburger See aufgestaut und fließt weiter bis Geroldstein. Hier lassen sich Äsche, Bachforelle, Döbel, Hecht oder Weißfisch fangen.

Fliegenfischen an der Kyll, Eifel© Turner / stock.adobe.com

Fliegenfischen an der Kyll, Eifel

Sachsen

1. Fluss Mulde

Der Fluss in Eilenburg gilt als sehr fischreich und ist ein Hotspot für Raubfischangler. Vor allem erwarten Angler Fische wie Zander, Hecht, Brassen, Welse, Aale und Barben. Aber auch Rotfedern, Ukelei und Karpfen können mit an die Angel gehen.

2. Haselbacher See

Der 233 Hektar große See in Wildehain ist ein sehr beliebtes Angelziel in Sachsen. Die tiefsten Stellen sind bis zu 33 Meter tief. Der See bietet viele verschiedene Fische wie Aale, Maränen, Karpfen, Hechte und Zander.

Angeln an der Zwickauer Mulde, Sachsen© Animaflora / stock.adobe.com

Angeln an der Zwickauer Mulde, Sachsen

Thüringen

1. Angeln an der Hohenwartetalsperre

Der Stausee Hohenwarte bietet eine großartige Möglichkeit, Zander oder Waller zu angeln. Seine bewaldeten Ufer lassen ihn fast wie einen norwegischen Fjord aussehen. Er liegt auch ganz in der Nähe zum Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. Die Hohenwartetalsperre gehört auch zum Thüringer Meer, welches insgesamt fünf Stauseen umfasst.

2. Angeln an der Werra

Dieser Fluss entspringt im Süden des Thüringer Waldes und fließt sowohl durch Thüringen als auch durch Hessen. Hier lassen sich alle mitteleuropäischen Fischarten fangen, besonders die Kurven mit ihren Krautfeldern sind oft echte Hotspots.

Angeln an der Hohenwartetalsperre, Thüringen© AVTG / stock.adobe.com

Angeln an der Hohenwartetalsperre, Thüringen

Hessen

1. Fluss Main

Der Fluss Main in Hanau ist vor allem ein Hotspot für Zander. Neben Zander stehen die Chancen auf Hecht, Wels und Brassen aber auch sehr gut. In den nebengelegenen Quellflüssen finden sich teilweise auch Äschen und Bachforellen.

2. Affolderner See

Halbjährlich wird der See als Salmonidengewässer genutzt und mit Regenbogen- und Bachforellen besetzt. Das Angeln ist auch eine Herausforderung, da immer wieder frisches Wasser zugeführt und altes Wasser abgepumpt wird. Neben den Forellen lassen sich aber auch Gründlinge, Äschen, Hechte und Zander fischen.

Angeln am Main, Hessen© Frank Wagner / stock.adobe.com

Angeln am Main, Hessen

Rheinland-Pfalz

1. Angeln an der Mosel

Die Mosel ist ein Fluss in Rheinland-Pfalz und besonders der Abschnitt bei Perl eignet sich gut zum Angeln. Über 36 km kann man hier verschiedene Fische wie Aal, Barsch, Brasse, Döbel, Rotauge, Wels oder Zander angeln. Fischen vom Boot ist kein Problem, Nachtangeln jedoch verboten.

2. Angeln am Laacher See

Der Laacher See ist ein großer See in Glees und ist bis zu 51m tief. Hier leben unterschiedliche Fische wie zum Beispiel Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Schleie, Seeforelle und Ukelei. Das Gebiet eignet sich also für Raubfisch- und Friedfischangler gleichermaßen. Fischen vom Boot ist erlaubt.

Angeln an der Mosel, Koblenz© majonit / stock.adobe.com

Angeln an der Mosel, Koblenz

Saarland

1. Angeln an der Saar

Die Saar ist ein großer Fluss in Saarland. Der Abschnitt bei Saarbrücken ist zum Angeln interessant. Das Gewässer ist fischreich und hier leben unter anderem Aal, Barsch, Brasse, Güster, Hecht, Karausche, Regenbogenforelle, Rotfeder, Schleie oder Zander. Friedfisch- und Raubfischangler kommen hier auf ihre Kosten.

2. Angeln am Bostalsee

Der Bostalsee ist ein mittelgroßer See in Nohfelden. An seiner tiefsten Stelle misst er 17 m. Das fischreiche Gewässer beherbergt Bachforellen, Hechte, Karpfen, Rotaugen, Seeforellen, Seesaiblinge, Welse und Zander. Auch hier gibt es also genug Fried- und Raubfische zu fangen. Nachtangeln ist zwar verboten, doch vom Boot aus darf gefischt werden.

Angeln an der Saar© ANITA.photography / stock.adobe.com

Angeln an der Saar

Bayern

1. Chiemsee

Vor allem das Fischen vom Boot im Chiemsee hat seinen Reiz, da man damit auch die große Herreninsel im See leicht erreichen kann. Neben beliebten Räubern wie Hecht und Zander lassen sich auch Forellen und Aale fangen.

2. Fluss Abens

Die Abens ist ein Fluss in Ober- und Niederbayern und mündet in der Donau. Die natürliche Gewässerstruktur trägt dazu bei, dass es einen großen Fischreichtum gibt. Besonders beliebt sind Salmoniden wie Forellen bei Anglern, aber auch Aale, Äschen, Welse und Hechte gehen gerne an die Angel.

Angeln am Chiemsee© Bavariablue / stock.adobe.com

Angeln am Chiemsee

Baden-Württemberg

1. Angeln am Illmensee

Der Illmensee ist ein mittelgroßer See mit einer Tiefe bis zu 16,5m. In diesem See leben verschiedene Fische wie etwa Aal, Barsch, Brasse, Döbel, Giebel, Hecht, Karausche, Rotfeder, Spiegelkarpfen, Streber oder Wels. Hier lohnt sich das Angeln also sowohl auf Fried- als auch auf Raubfische. Auch das Angeln vom Boot aus ist kein Problem.

2. Angeln am Rhein

Der Rhein ist ein großer Strom und fließt auch durch Baden-Württemberg. Der Abschnitt bei Hartheim am Rhein eignet sich gut zum Angeln. In diesem fischreichen Fluss leben Aal, Äsche, Bachforelle, Barbe, Döbel, Gründling, Güster, aber auch Hecht, Kaulbarsch, Nase, Rapfen, Sonnenbarsch oder Zander. Hier gibt es eine große Auswahl an Fried- und Raubfischen.

Angeln am Rhein© mojolo / stock.adobe.com

Angeln am Rhein

Zielfische in Deutschland

Angler in Deutschland können sich über eine große Artenvielfalt freuen. Sie haben je nach Region die Möglichkeit auf Salz- oder Süßwasserfische Jagd zu machen und lassen sich verschiedene Fried- und Raubfische in den Gewässern fangen.

Salzwasser

Dorsch

Auch unter dem Namen Kabeljau bekannt, zählt der Dorsch zu den beliebtesten Salzwasserfischen in Deutschland. Zudem gilt er als Delikatesse und ist unter Anglern ein begehrter Zielfisch.

Flunder

Die Flunder ist eine Unterart der Scholle und gehört zu der Familie der Plattfische. Sie lässt sich vor allem in Küstennähe angeln und ist ein beliebter Speisefisch.

Hering

Das Heringsangeln ist in Deutschland weit verbreitet und vor allem in den Frühlingsmonaten März und April beliebt. Heringe sind bei Anfängern und Fortgeschrittenen sehr beliebt und werden gerne verspeist.

Makrele

Die Makrele ist ein Salzwasserfisch, der vor allem im Schwarm auftaucht. In Deutschland wird der Fisch gerne gefangen und landet oft auf dem Teller. Vor allem im Sommer macht das Angeln nach Makrelen besonders viel Spaß.

Süßwasser

Zander

Bei mehreren Umfragen erreichte der Zander in Deutschland Platz Eins unter den beliebtesten Fischarten. Er zählt zudem zu den besten Speisenfischen und ist wegen seiner Cleverness eine echte Herausforderung für Angler.

Hecht

Der Hecht bekommt gerne den Beinamen als „König der Raubfische“ verliehen. Er zählt auch zu den delikaten Speisefischen und lässt sich in Flüssen und Seen fangen. Der kampfstarke Raubfisch macht den Drill zu einem besonderen Erlebnis.

Forelle

In Deutschland sind verschiedene Forellenarten heimisch. Zu den beliebtesten zählt die Bach- und Regenbogenforelle, aber auch See- oder Meerforellen lassen sich in bestimmten Gebieten finden. Sie ist aufgrund der leicht entfernbaren Gräten und ihres zarten weißen Fleisches ein beliebter Speisefisch.

Flussbarsch

Vor allem bei Anfängern ist der Flussbarsch sehr beliebt. Der Raubfisch ist nicht sonderlich scheu, dennoch kann er auch für erfahrene Angler eine Herausforderung sein.

Karpfen

Der Karpfen ist vor allem in stehenden und warmen Gewässern zu finden. Er ist weitverbreitet und zählt zu den beliebtesten Zuchtfischen. Der Friedfisch wird aber auch gerne auf dem Teller serviert.

Angeln vom Boot in Deutschland

In Deutschland gibt es einige Gewässer, die geradezu geschaffen sind, vom Boot aus zu angeln. Bestimmte Bereiche des Gewässers lassen sich leichter abfischen und auch ein Strategiewechsel ist besser möglich als vom Ufer. Viele Bootsverleihe bieten auch Echolote an, um Fische an tieferen Stellen ausfindig zu machen.

Vor einem Ausflug zum Angeln vom Boot sollte man sich jedoch immer informieren, ob man auf dem jeweiligen Gewässer überhaupt angeln darf und ob der Einsatz eines Bootes gestattet ist. Hier sind die Regelungen oft unterschiedlich. So sind in einigen Gewässern beispielsweise nur Elektromotoren zugelassen, um die Ruhe und die Natur im Gewässer nicht zu stören.

Wer mit einem Boot, welches mehr als 15 PS Leistung besitzt, fahren möchte, der benötigt in Deutschland immer einen Bootsführerschein. Dies gilt für alle Bundesländer ohne Ausnahme. Boote mit weniger als 15 PS lassen sich jedoch auch ohne Bootsführerschein fahren und sind in der Regel für einen Angelausflug im Urlaub völlig ausreichend.

Schonzeiten und Mindestmaße in Deutschland

Häufige Fragen zum Angeln in Deutschland

Deutschland bietet sowohl an der Küste als auch im Inland eine Menge Möglichkeiten, dem Angelsport nachzugehen. Jedes Bundesland bietet unzählige Möglichkeiten, eine der vielen heimischen Fischarten an den Haken zu bekommen.
Ja, in einigen Bundesländern ist es möglich, auch ohne Fischereischein zu angeln. Hierfür kann meist ein Touristenfischereischein erworben werden, der es ermöglicht, für einen begrenzen Zeitraum in dem jeweiligen Bundesland zu angeln.
Absolut! Deutschland besitzt zahlreiche Gewässer, die einen sehr guten Fischbestand vorweisen können. Sowohl Meeresangler an der Küste als auch Raub- und Friedfisch-Angler im Inland kommen hier ganz auf ihre Kosten.
 

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