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Angelruten

Verschiedene Angelruten

Verschiedene Angelruten (© Serge Touch / stock.adobe.com)

Der nächste Angelausflug steht an und eine geeignete Angelrute muss noch gewählt werden? Um erfolgreich Zielfische einzuholen, muss es schon die richtige Angelrute mit dem passenden Angelzubehör sein. Tasächlich macht es die verwirrende Vielfalt an unterschiedlichen Angelruten oftmals nicht einfach, die Unterschiede in Einsatzzweck und Nutzung klar zu machen. Im Folgenden werden die wesentlichen Angelrutentypen vorgestellt.

Typen

Verschiedene Aspekte wie Gesamtgröße, Rutenlänge, Wurfgewicht, Rollenhalter und ein erweitertes Funktionsspektrum sind entscheidend zur Bestimmung von Angelruten und für ihre Kategorisierung. Nicht nur Profi-Angler, sondern auch passionierte Hobbyangler benötigen eine zuverlässige Ausrüstung, um beim Fischen bestmögliche Fangergebnisse zu erzielen. Das Wichtigste bei einer Angelrute ist jedoch ihr Aktionsradius. Dieser ist von den jeweiligen Wurfgewichten und Ködern abhängig. Deshalb ist es definitiv von Vorteil, wenn Angelruten, Rollen und anderes essentielles Zubehör auf den Zielfisch abgestimmt sind.

Spinnruten

Wer auf kapitale Fänge von Barsch, Wels, Zander oder Hecht aus ist, wird auf das überwältigende Angebot an erstklassigen Spinnruten zurückgreifen. Eine gute Spinnrute ist für den Angeleinsatz in beinah allen Gewässern die perfekte Wahl und erlaubt sowohl das Uferangeln als auch den Köderauswurf von einem Boot aus. Eine bewährte Spinnrute schafft normalerweise Zuggewichte bis zu 15 kg. Ihre großartige Flexibilität verdanken sie ihren mit Kohlenstofffasern und Fiberglas verfestigten Kunststoffmaterialien. Belastbare Spinnruten sind vor allem beim Angeln auf Zander, Hecht, Wels und Barsch unverzichtbar. Mit einer Spinnrute kommen super leichte (bis 10 g) oder auch ultraschwere Wurfgewichte (bis 250 g) zum Einsatz.

Spinnruten sind in verschiedenen Rutenlängen erhältlich. Für eine Allrounder-Rute sind 2,80 m lange Spinnruten optimal. Auch kürzere Versionen sind vor allem beim Bootfischen beliebt, während für das Uferfischen auch über 3 m lange Spinnruten zum Einsatz kommen. Spinnruten mit Teleskopaufbau sind aus Mobilitätsgründen besonders praktisch und lassen sich stressfrei zusammenlegen und wieder aufbauen. Im Endeffekt sind sie jedoch weniger belastbar als die klassische Steckspinnrute. Hier mag der Aufbau zwar etwas langwieriger sein, dennoch wird Spinnruten mit Steckaufbau aufgrund ihrer Solidität, Flexibilität und Belastbarkeit sowie der optimalen Schnurführung besonders von Profi Anglern den Vorang gegeben. Um die für das Spinnfischen essentielle Wurftechnik wiederholt zu praktizieren, müssen Spinnruten gut in der Hand liegen und optimal ausbalanciert sein. Die spezielle Köderführung umfasst verschiedene Vorgehensweisen wie Jiggen, Zupfen oder Schleifen. Kleindimensionierte Stationärrollen mit einer reibungslos funktionierenden Bremse sind hier empfehlenswert.

Stippruten

Das Stipprutenfischen ist für Ufergebiete an Seen und Flüssen mit geringer Tiefe und leichter Strömung geeignet. Stippruten beeindrucken mit ihrer überwältigend langen Gestaltungslinie, die es auf Längen von 3,5 m bis 16 m (Kopfrute, unberingt) bringt. Mit Stippruten lassen sich beliebte Friedfische wie Rotfedern, Brassen oder Karpfen und einige Raubfische am besten fangen. Viele Anglerfans bevorzugen Stippruten aufgrund ihrer optimalen Montagekontrolle, denn in ihrer Überzahl sind sie ohne Rollen ausgestattet. Das mag sich vor allem beim Einholen von Kampffischen als ein Nachteil erweisen, da nur eine begrenzte Schnurlänge vorhanden ist (monofile Schnur 0,14 mm – 0,16 mm). Dies wird dann mit einem innenligenden Abfederungs-Gummiband kompensiert. Kürzere Schnurlängen erlauben ein akkurateres Stippangeln. Andererseits bieten eine perfekte Einwurfpräzision und der unmittebare Köderkontakt zahlreiche Vorteile für ein zielgenaues Angeln. Einige spezielle Stipprutenausführungen sind mit Stationärrollen und Ringen ausgerüstet.

Bei der Auswahl der passenden Stipprute muss auf die geeignete Länge und das analoge Wurfgewicht geachtet werden. Hier sollte es zu einem optimalen Verhältnis zwischen Rutenlänge und Wurfgewicht kommen. Naturköder auf kleinen Haken und kleine Spaltbleie sind angebracht. Das Stipprutenangeln mit hoher Kopflast kann vorzeitig zu einer kräftebeanspruchenden Angelegenheit werden. Ein wesentliches Ausstattungsmerkmal bei Stippruten ist ein Rutenhalter, der zur Fixierung von einer oder mehrerer Stippruten eingesetzt wird und sehr standfest sein sollte.

Bolognese-Ruten

Ebenfalls zu den langen Ruten zählt die italienische Bolognese Angelrute, die in Gestaltung, Form und Einsatz an Stippruten erinnert. Sie sind hauptsächlich für Friedfische wie Brasse, Rotfedern, Barben und Aland ausgerichtet. Bologneseruten haben jedoch eine hohe Schnurkapazität und sind mit einem Rollensystem ausgerüstet. Sie verfügen über zuverlässige Rollenbremsen und steil abstehende Schnurlaufringe. Das Vorhandensein einer Schnurfreigabe ermöglicht den Einsatz einer Bolognese-Rute auch für den Fang von kapitalen Kampffischen. Aufgrund ihrer imposanten Länge (in der Regel 3,5 m bis 8 m lang) bietet sich die Bolognese-Rute ebenfalls als ein ideales Angelgerät für das Uferangeln an Gewässern mit leichter Strömung an. Das flexible Fangsystem erlaubt mit einer Bolognese-Rute auch bei Wind und Wetter eine perfekte Laufposenkontrolle. In größeren Tiefen wird dann mit einem gängigen Schwimmer geangelt.

Bolognese-Ruten können auch bei Fließgewässern mit stärkerer Strömung mithalten und bestechen mit einer hohen Präzision, Wurfgenauigkeit und sicheres Drillverhalten. Sie gewährleisten eine optimale Posenführung weit in stromaufwärts führender Richtung und in Tiefen bis zu 5 m. Besonders flexible Materialien wie Kohlefaserprodukte sollten aufgrund ihrer hohen Stabilität und Leichtigkeit bevorzugt werden. Weit abstehende, beschichtete Gleitringe an der Spitze der Bolognese-Rute sorgen für eine exzellente Leichtgängigkeit und gewandte Spitzenaktion.

Eis-Angelruten

Eis-Angelruten sind eindeutig für das Angeln in vereisten Gewässern konzipiert. Sie kommen gewöhnlich in kurzen Längen von bis zu 1 m, da sich das Auswerfen einer längeren Angelschnur beim Eisfischen erübrigt. Der Köder bestimmt die genaue Ausführung einer Eis-Angelrute. Kurze, starre Angelruten werden in Verbindung mit einem steil und symmetrisch absinkenden Köder zum Fischen von Barsch, Zander oder Hecht eingesetzt. Beim Eisfischen mit kleindimensionierten Bleiködern wie Mormyschka-Jigköpfe mit Haken hingegen werden flexiblere Angelspitzen mit dünnen monofilen oder geflochtenen Schnüren bevorzugt.

Normale Wurfgewichte liegen zwischen 20 g und 30 g, spezielle Eis-Angelruten mit einem hohen Eigengewicht kommen mit einem Wurfgewicht von bis zu 50 g. Gute Eis-Angelruten sind mit einer regulären Stationärrolle ausgestattet, stabil und solide aufgebaut und verfügen über eine sensible Glasfaserspitze für optimale Aktion.

Karpfenruten

Der Karpfen gehört definitiv zu den ganz attraktiven Zielfischen. Für viele Angler ist das Karpfenangeln ein absolutes Highlight. Das flexible Wurfgewicht bei Karpfenruten wird je nach Modell in Pfund (lb) angeführt. Die Testkurvenangaben tendieren zwischen 1,5 lbs und 3,5 lbs. Dabei handelt es sich um das benötigte Wurfgewicht, so dass während der Testkurve die Spitze der waagerecht positionierten Karpfenrute 90° senkrecht nach unten zeigt. Ein erfolgreiches Angeln auf Karpfen bedeutet, dass Vorgehensweisen wie Grund-, Oberflächen und Posenangeln angewandt werden. Kohlefaserruten sind weitaus stabiler, leichter und flexibler im Einsatz und bieten eine progressive Aktion. Eine optimale Titanium Doppelstegberingung ist vonnöten, da sich beim Angeln auf Karpfen intensive Kräfte mit enormer Druckausübung entfalten. Ringeinlagen aus Siziliumcarbid, Aluminiumoxyd oder Titanoxyd verhindern die potentielle Beschädigung der Schnur. Einige wenige, aber dafür große Ringe auf der Karpfenangel gewährleisten weite Wurfleistungen. Perfekte Karpfenrollen mit optimaler Übersetzungsquote sorgen für den notwendigen Freilauf und eine dynamische Bremskraft.

Auch die Länge einer Karpfenrute wird oft in ft angegeben und hängt ganz vom Einsatzgebiet ab. Das Fischen von einem Boot aus verlangt nach einer kurzen Karpfenangelrute, während für das Uferfischen größere Längen (3 m bis 4 m) empfehlenswert sind. Karpfen bevorzugen Lebendköder wie Maden und Würmer sowie Teig, Brot und Kartoffeln.

Fliegenruten

Fliegenfischen ist eine anspruchsvolle Angelkunst, die darauf beruht, dass auf Schwimmer oder Blei gänzlich verzichtet wird. Bei Fliegenruten kommen ausschließlich Insekten in Form von Lebendköder oder als künstliche Köder zum Einsatz, die an einem Angelhaken stabilisiert sind. Außerdem wird zusätzlich ein Gewicht angebracht, um die federleichten Insekten unter Wasser zu halten. Ihre parabolische Verfahrensweise erlaubt die Anwendung von diversen Wurftechniken und eine mittelschnellen Aktionsradius.

Hochwertige Fliegenruten bestehen aus mehrteiligen hochdichten Carbonfasersets und Schnurrollen mit reißfester Baumwolle. Einhand-Fliegenruten sind für das Angeln von kleineren Fischen ideal, während Zweihand-Fliegenruten für das Angeln auf kapitale Raubfische bevorzugt werden sollten. Für Einsteiger sind 2,75 m Fliegenruten optimal. Sowohl das Gewässer als auch verschiedene Angeltechniken verlangen entsprechende Fliegenrutenlängen. Für das Nymphenfischen in Flüssen oder Seen erweisen sich längere Fliegenruten (bis zu 8 m) als besonders effizient. Hier kommen korrekt angebrachte Nymphen zum Einsatz. Das Nymphenfischen ohne Bissanzeiger ist nur dann sinnvoll, wenn die Bissphase des Zielfisches auch tatsächlich gesehen werden kann. Anderweitig ist das Nymphenfischen mit einem Bissanzeiger effektiver. Die AFFTA-Klasse einer Fliegenrute gibt an, für welche Zielfische sie besonders geeignet ist. Reguläre Fliegenruten, die für Inlandgewässer optimal sind, gehören der AFFTA-Klasse 5 an.

Teleskopruten

Die Teleskoprute ist als ein besonders flexibles Angelgerät sehr beliebt und findet Platz in jedem Ausflugsgepäck. Qualitätsvolle Kohlefaserruten sind besonders stabil und korrosionsbeständig. Die verschiebbaren Segmente einer hochwertigen Teleskoprute sind so miteinander verbunden, dass sie auch hohen Belastungen standhalten können. Ihre passgenaue Anfertigung ist eine absolute Voraussetzung für ihre zweckmäßige und erfolgreiche Nutzung, soll es eine Telskopenrute doch auch mit einem kapitalen Zielfisch aufnehmen können. Auch schwere Raubfische sollten auch mit einer guten Teleskoprute problemlos gefangen werden können.

Aufgrund der Steckkonzepts bei Teleskopruten sind die Ringe in eine höheren Abstand angelegt, was während des Werfens beim Drill zu einer erhöhten Friktion führen kann. Die Ratio zwischen Rutenlänge und Wurfgewicht muss auch hier gut ausgewogen sein. Reguläre Rutenlängen tendieren zwischen 2,4 m und 4,2 m. Eine Allrounder Teleskoprute aus einem höheren Preissegment ist in diesem Fall eine gut investierte Anschaffung für erfolgreiche Angelerlebnisse.

Matchruten

Die Besonderheiten des Matchfischen verlangen nach einer speziellen Ausstattung, um lange Würfe mit Wagglern effizient auszuführen. Deshalb entwickeln Matchruten eine kontinuierliche Leichtigkeit und Feinfühligkeit und können dennoch für schwergewichtige Zielfische und Kämpfer eingesetzt werden. Ihr beeindruckendes Durchhaltevermögen ist der besonderen Beringung mit vielen Laufringen (14 bis 16 Ringe) und einer optimalisierten Belastungs- und Kraftverteilung zuzuschreiben. Hauptsächlich werden Matchruten jedoch für das Angeln von Friedfischen (Weißfischen) wie Rotfeder, Forellen, Brasse oder Karpfen benutzt. Sie kommen auf große Wurfweiten und demonstrieren eine schnell Aktionsfähigkeit. Drei verschiedene Schnüre werden zum Matchrutenangeln genutzt. An einer soliden Hauptangelschnur aus dunklem Nylon, die genug Eigengewicht mitbringt, um sinken zu können und nicht vom Angelpunkt weggetrieben zu werden, sollten 2 g bis 10 g schwere Schwimmkörper befestigt werden.

Auch für das Matchfischen werden Kohlefaserruten aufgrund ihrer soliden Widerstandskraft und des geringen Gewichts bevorzugt. Matchruten in einer Länge von 3,5 m bis 6 m bieten sich für das Uferfischen an, kompaktere Ausführungen sind für das Bootangeln optimal.

Pilkruten

Pilkruten sind für das Meeresangeln von einem Boot aus konzipiert. Um den besonderen Herausforderungen beim Meeresangeln gerecht werden zu können, haben Pilkruten einen speziellen Aufbau. Sie sind kurz und aufgrund ihres steifen Rückgrats nur bedingt biegsam. Dies erlaubt ihnen ein hohes Wurfgewicht zum schnellen Absinken der Köderkonstellation, was bei den oftmals widrigen Witterungsbedingungen und starken Strömungen auf hoher See unabdingbar ist. Zielfische sind Heilbutt, Steinbutt, Wittlinge, Lengs, Köhler, Seehechte und Dorsch, die sich mit einem künstlichen Köder mit Anbissstelle, dem Metall Pilker in Fischnachbildung, am besten fangen lassen. Verschiedene Aktionsmethoden des Pilkers während des Absinkens, wie Grundkontakt und Mittelwasserführung, locken dann Zielfische zum Anbeißen an. Beifänger wie Streamer, Twister oder Gummi-Makks werden über dem regulären Pilker befestigt und tragen essentiell zu besseren Fangergebnissen bei.

Pilkruten sollten je nach Meerestiefe und Strömungen sowie Winden mit ensprechenden Pilkgewichten ausgestattet sein. Ein Mindestgewicht von 100 g – 150 g gilt für 20 m Meerestiefe, bei Wassertiefen von 50 m sollten mindestens 150 g Pilkgewicht kalkuliert werden. Für 100 m tiefe Gewässer müsen Pilkgewichte mindestens 300 g bis 500 g schwer sein.

Baitcast Ruten

Eine der meist verwendeten Angeltechniken ist das Fischen mit Baitcast Ruten, die eigentlich den Spinnruten zugeordnet ist. Hier kommen direkte Köderführungen und kraftvolle Aktionen ins Spiel. Twister und Gummifische, Wobbler und Blinker werden mit einer Baitcast Rute verwendet und auf größere Zielfische und Räuber ausgerichtet. Das wiederholte Auswerfen und Wiedereinholen der Schnur mit Köder sowie das Hin- und Herbewegen der Köderschnur verlangt nach einer guten Baitcast Rute mit geringem Eigengewicht.

Gute Baitcast Ruten sind mit maximal 2,40 m Länge etwas kürzer als Spinnruten. Sie sollten mit einer leichten Spule, einem ergonomischen, kräfteschonenden Triggergriff unterhalb der Multrolle und leichtgewichtigen Führungsteilen mit Edelstahlrahmen ausgerüstet sein. Die nach oben gerichteten Ringe plus Leitring müssen an einer Baitcast Rute nahe aneinander gereiht sein, um eine reibungslose Schnurführung zu gewährleisten. Die Besonderheit einer Baitcast Angelrute liegt jedoch in ihrer kompakt geformten, leichten Baitcastrolle. Ihre Positionierung erlaubt das einhändige Auswerfen, wobei imposante Wurfweiten mit erstklassigen Kugellagern ermöglicht werden. Baitcast Angelruten verfügen über differenzierte Bremsmodi, die nicht nur zur Schnurfreigabe, sondern auch zur Verhinderung von Spulenüberdrehungen und Perückenbildungen dienen.

Wallerruten

Wallerruten sind für das Angeln von schweren Süßwasserfischen und vor allen für den Europäischen Wels konzipiert. Der größte Süßwasserfisch Europas ist der Waller, oder Wels. Dieser Mega-Fisch ist während der Dämmerung in ruhigen, sauerstoffreichen Gewässern, Ströumgskanten und unter versunkenen Gehölzen aktiv. Wallerangelfreunde benötigen eine gehörige Portion Geduld und Geschick, um einen Wels aufzuspüren und einen erfolgreichen Anbiss zu verzeichnen. Aktive (mobil) und passive Angelmethoden (stationär) werden angewendet. Aktives Wallerangeln geschieht mit einer entsprechend dynamischen Wels Spinnrute oder einer vertikalen Bootsrute, während für das passive Wallerangeln Wels Stellruten zum Abspannen eingesetzt werden.

Zum direkten Drillen über dem Wels werden Vertikale Waller Bootsruten in Verbindung mit vertikalen Ködern wie Teasern und Fireball-Riggs genutzt. Sie sind mit einer Länge von 1,60 m bis 2,10 m relativ kurz, hauptsächlich einteilig und kompakt und demonstrieren eine hohe Stabilität. Wels Spinnruten haben Längen zwischen 2,10 m und 3 m und bringen Wurfgewichte bis zu 250 g.

Brandungsruten

Brandungsangeln auf Dorsch, Heilbutt oder Plattfisch wird vom Meeresrand, das heißt vom Strand aus durchgeführt. Das Brandungsfischen basiert demnach auf die optimalisierte Ausführung von Weitwürfen, die nicht selten Distanzen von 50 m oder 100 m übertreffen. Dabei sollte die Spitze der gut ausbalancierten Brandungsrute empfindlich genug sein, um so weit entfernte Bisse zu registrieren. Ein grell lackiertes Spitzenteil signalisiert die Köderberührung und kann den Angler besser auf den Bissmoment aufmerksam machen. Die Beringung demonstriert aufgrund der größeren Ringe eine ungehinderte Schnurführung.

Brandungsruten sollten in einer Mindestlänge von 4 m bis 4,5 m kommen und mit langen Handgriffen für erstklassige Hebeleffekte ausgestattet sein, um bessere Wurfweiten zu ermöglichen. Auch hier können schwere Gewichte von bis zu 300 g eingesetzt werden, die schnell absinken und nicht von Wellengängen und Wind abgetrieben werden. Wer mehrere Brandungsruten gleichzeitig aktiviert, sollte den Einsatz eines effizienten Brandungsrutenhalters in Form eines Teleskop-Dreibeins in Erwägung ziehen.

Reiseruten

Um jederzeit für eine perfekte Angelgelegenheit während des Urlaubs gewappnet zu sein, bieten zusammenlegbare Reiseangelruten, die sich problemlos in jedem Gepäckstück verstauen lassen, die ideale Lösung (Packmaß bis 70 cm). In Form von Teleskop- oder Steckruten können sie als klassischer Allrounder für verschiedene Angeltechniken genutzt werden. Bei Steck-Reiseruten werden die einzelnen Komponenten während des Zusammenbaus aufeinandergesteckt. Das umgehende Zusammenschieben des Blanks bei einer Teleskoprute erlaubt den augenblicklichen Einsatz dieser Reiserute.

Eine Reiserute kann im aktionsbereiten Zustand normalerweise bis zu 2,70 m lang sein. Ihre Länge und das Einsatzgebiet zum Pilkern oder Spinnfischen bestimmen das Wurfgewicht. Baitcast Reiseruten sind mit einer geeigneten Multirolle versehen, die für den perfekten Auswurf und eine zuverlässige Köderführung sorgt.

Eigenschaften

Angelruten werden gewöhnlich nach Einsatz, Angelmethode, Transportfähigkeit sowie Rutenlänge und Wurfgewicht differenziert. Die folgenden Kriterien bestimmen ihre Eignung für Zielfische jeglicher Art.

Gewicht und Länge der Rute

Die Länge einer Rute wird von der angewandten Angelmethode bestimmt. So verlangen Angeltechniken an Ufer und Strand Ruten mit größerer Länge. Für das Angeln direkt auf dem Gewässer werden aus Gründen optimaler Handlichkeit kürzere Angelruten eingesetzt.

Wie schwer eine Angelrute sein soll, hängt ebenfalls von der Angeltechnik ab. Leichtgewichtige Angelruten sind vor allem für das vielstündige Spinnfischen wichtig, wo ermüdungsfreies Angeln ein großer Vorteil ist. Kurze schwere Ruten eignen sich für das Big-Game Fischen auf große Meeresfische.

Spitzenaktion

Angaben zu Rutenstärken wie beispielsweise „ultraleicht“ oder „extra extra heavy“ sind insofern wichtig, als dass angeben, für welche Zielfische sie günstigerweise eingesetzt werden können. Je nach Zielfisch muss der Aktionsradius einer Angelrute berücksichtigt werden. Zu den wichtigsten Aktionen zählen die „Parabolische Aktion“, die „Semi-parabolische Aktion“ und die „Spitzenaktion“ sowie die „Rückstellgeschwindigkeit“.

Parabolische Aktion

Semiparabolische Aktion

Spitzenaktion

Wurfgewicht

Das Wurfgewicht einer Angelrute wird in Pfund oder Gramm angegeben. Im Allgemeinen gilt, dass für das Meeresangeln Wurfgewichte bis zu 350 g genutzt werden. Für den Angeleinsatz in Süßwasserregionen werden Wurfgewichte bis zu 150 g eingesetzt. Testangaben auf dem Blank einer Rute geben die ungefähren Wurfgewichtfaktoren zum minimalen und maximalen Wurfgewicht des Köders an. Je nach Blank Gewicht und Wurfgewicht wird die Klasse einer Angelrute bestimmt (ultraleicht, leicht, mittelleicht, schwer, ultra schwer).

Griff

Der Griff an einer Angelrute kommt in verschiedenen Längen. Eine ergonomische Gestaltung und hohe Rutschfestigkeit sind Voraussetzungen für eine effektive Nutzung der Angelrute. Korkbeschichtungen und Hartgummi sind geläufige Materialien, die die Handhabung der Angelrute effizienter gestalten. Kurze Griffe bieten sich vor allen beim Bootangeln an, für Brandungs- und Uferangeln sollten längere Griffe für eine effektive Hebelwirkung gewählt werden.

Führungsringe

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