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Fischtöter / Fischbetäuber Test und Vergleich 2022

Christoph beim Angeln
  ca. 4 Min.
  07.02.2022

Kein Angler darf ohne entsprechenden Fischtöter unterwegs sein. Verantwortungsbewusste Petrijünger wissen, wie wichtig es ist, einen Fisch nicht unnötig leiden zu lassen. Der landläufig unter dem Begriff Fischtöter bekannte Knüppel dient dazu, den Fisch zu betäuben, bevor er dann waidgerecht getötet werden kann. In Qualität und Ausstattung der Fischtöter gibt es erhebliche Unterschiede.

Während die meisten Fischbetäuber als Fischtöter bezeichnet werden, so sind echte Fischtöter weit mehr, als nur die bekannte Keule. Worauf es genau ankommt, haben wir für Euch unter die Lupe genommen.

Empfehlenswerte Fischbetäuber

Fischtöter und Fischbetäuber – was ist was?

Fischbetäuber sind eigentlich nichts anderes als Knüppel, mit denen der Fisch betäubt wird. Diese können aus unterschiedlichen Materialien wie Holz, Metall oder Gummi mit eingegossenen Stahlkugeln bestehen und je nach Modell noch weitere Funktionen mit sich bringen.

Ein Fischtöter ist hingegen eine spitze Klinge, die an ein Minibajonett erinnert. Mithilfe dieser Klinge wird zum fachgerechten Erlegen des Fisches nach der Betäubung ein Herzstich durchgeführt. Daneben gibt es noch sogenannte Totschläger, die beide Funktionen des Betäubens und Tötens in einem Durchgang ausführen.

Praktisch und beliebt sind Hybride, die auf der einen Seite einen Fischbetäuber aufweisen und auf der anderen Seite mit einem Fischtöter ausgestattet sind. Eine Schlaufe fürs Handgelenk kann zusätzlichen Halt geben und ein Verlieren des Fischtöters im Eifer des Gefechts vermeiden. Allerdings sind diese Fischtöter in der Regel in einer eher schlanken Variante zu finden, die nicht unbedingt für sehr große Fische geeignet ist. Auch Fischbetäuber in Kombination mit einem Hakenlöser sind eine beliebte Variante, die von unterschiedlichen Herstellern angeboten wird.

Fischtöter für große Fische

Besonders bei großen Fischen ist besonderes Augenmerk auf das Betäuben zu legen. Um einen unnötigen Schlagabtausch zu vermeiden, müssen einige Dinge beachtet werden.

Mit einem kleinen, leichten Fischbetäuber aus Holz wird zwar nur schwer der gewünschte Effekt erzielt werden können. Allerdings kann bei korrekter Handhabung auch ein kapitaler Fang mit einem Aluminium-Fischbetäuber außer Gefecht gesetzt werden. Für größere Fänge eignen sich Fischbetäuber aus Metall, die extra für große Fische ausgezeichnet sind. So kann dann auch ein Wels fachgerecht betäubt werden. Solche Fischbetäuber sind bis zu einer Länge von 36 cm erhältlich.

Fischtöter für Aale

Eine Sonderstellung unter den Fischen nehmen in Bezug auf waidgerechtes Erlegen Aale und Plattfische ein. Diese dürfen auch ohne vorherige Betäubung direkt mit dem Messer getötet werden. Laut Tierschutz-Schlachtverordnung müssen etwa Aale durch einen Stich erlegt werden, der die Wirbelsäule durchtrennt. Da sich dies in der Praxis nicht immer als einfach herausstellt, können im Fachhandel spezielle Aaltöter erworben werden. Mit diesen wird einerseits der Aal am Boden fixiert und dann getötet.

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Wie werden Fischbetäuber und Fischtöter richtig eingesetzt?

Sofort nach dem Fang wird der Fisch mit einem kräftigen und gezielten Schlag betäubt. Erst anschließend sollte man sich mit Entfernen des Hakens oder Köders beschäftigen. Der Schlag sollte das Nachhirn treffen, das sich knapp hinter den Augen befindet. Ist der Fisch korrekt getroffen, zittert er kurz und dreht seine Augen nach unten.

Mit dem Fischtöter wird nun ins Herz gestochen. Dieses befindet sich direkt vor dem Ansatz der Brustflossen. Wurde der Stich korrekt ausgeführt, so tritt umgehend Blut aus.

Alternativ dazu kann ein Kiemenschnitt durchgeführt werden. Dabei wird ein Schnitt vom Kiemendeckel zur Kehle ausgeführt und damit die Verbindung zwischen Kiemen und Herzen durchtrennt. Auch hier blutet der Fisch umgehend aus und stirbt.

Unser Fazit

Fischbetäuber und Fischtöter gehören unbedingt zu jeder Angelausrüstung. Ob ein All-In-One Tool genutzt wird oder ein Fischbetäuber in Kombination mit einem Messer oder einem Fischtöter bevorzugt wird, bleibt jedem Angler selbst überlassen. Auf jeden Fall müssen Fischtöter und Fischbetäuber zur Größe des Fisches passen, auf den geangelt wird, um unnötiges Leiden zu vermeiden. Wenn dann auch noch die Handhabung des Fischtöters gelernt ist, kann damit jeder Fisch waidgerecht erlegt werden.

Wer möchte, kann sich einen Fischbetäuber auch ganz einfach selbst bauen, hierfür eignen sich beispielsweise alte Besenstiele sehr gut.

 

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