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Hechtköder – Der beste Köder zum Hecht angeln

Auf der Suche nach dem perfekten Köder um endlich den lange ersehnten Rekord-Hecht zu fangen, scheiden sich häufig die Geister. Während die einen auf Blinker schwören, setzen andere auf Wobbler und sonstige Crankbaits, wiederum andere bevorzugen Naturköder. Häufig werden auch die unterschiedlichsten Farben und Größen heftig diskutiert. Tatsache ist: All diese Köder haben eine gute Chance auf kapitale Hechte und all die unterschiedlichen Farben, Größen und Formen haben ihre Daseinsberechtigung. Wichtig ist, zu erkennen, welcher Köder welche Eigenschaften an den Tag legt, und daher für welche Bedingungen die beste Wahl darstellt.

Kunstköder

Insbesondere beim Spinnfischen mit Kunstködern ist die Wahl schier grenzenlos. Wir haben versucht, die häufigsten davon in aller Kürze zusammenzufassen, um so einen guten Überblick für den Einstieg zu geben.

Gummifische

Gummifische, bzw. Softbaits im Allgemeinen, erfreuen sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit. Der wichtigste Grund für diesen Aufstieg ist auf der einen Seite die große Vielfalt, in welcher die Köder angeboten werden, auf der anderen Seite die Tatsache, dass weiche Köder den Hecht weniger verschrecken, sodass auch nach einem Fehlbiss eine weitere Attacke kommen kann. Mit verschiedenen Ködermontagen kann mit den Gummifischen sowohl flaches als auch tiefes Wasser befischt werden. Allerdings müssen diese Montagen erst einmal erlernt werden, wodurch sich Gummifische für Anfänger nicht besonders bewährt haben. Bei den Farben gilt: je trüber das Wasser, umso heller und greller sollten sie Ausfallen. Besonders bewährt hat sich, im Sommer mit Gummifischen ohne Beschwerung direkt über dem Kraut zu angeln. Die Gummifische können – vor allem für kapitale Hechte – gar nicht groß genug sein. Kleinere Gummifische werden nur selten einen Hecht an den Haken bringen, dafür in vielen Fällen Barsche und Zander.

Wobbler

Die umfangreichsten Wahlmöglichkeiten hat der Spinnfischen bei den Wobblern. Je nachdem wie groß und steil das Tauchblatt ausfällt, können die Wobbler sehr tief oder unmittelbar an der Oberfläche laufen. Damit findet sich für jeden Jahres- und Tageszeit ein passender Köder. Je nach Gewässer und Tageszeit können unterschiedliche Farben gewählt werden. Bei klarem Wasser gilt es, den Ködern anhand der natürlich vorkommenden Beutefische auszuwählen. Bei trübem Wasser können Neonfarben den gewünschten Erfolg bringen. In lauen Frühjahrsnächten bieten sich Oberflächenwobbler mit dunklem Bauch besonders gut an, da sie sich so hervorragend von dem Nachthimmel abheben und sichtbar sind. Auch bei Wobblern sind Modelle von mindestens 10 bis 15 Zentimetern die häufigste Wahl, da Hechte echte Gierschlunde sind. In seltenen Fällen, vor allem wenn das Gewässer voll von kleinsten Jungfischen ist, können auch kleine Wobbler kapitale Hechte zum Biss bewegen, und sollten daher als eine Möglichkeit im Auge betrachtet werden.

Crankbaits

Crankbaits stellen eine besondere Art der Wobbler dar. Der große Unterschied ist, dass diese alleine durch das Einkurbeln bereits für große Aktion im Wasser sorgen und nicht händisch gehoben, gesenkt und gezupft werden müssen. Daher sind klassische Crankbaits vor allem für Einsteiger eine hervorragende Wahl. Meist sind vor allem die größeren Exemplare jene, welche besonders tief laufen (Tiefe 5 Meter+). Diese sorgen allerdings auch für ordentlichen Druck auf die Angelrute, weswegen hier auf ein entsprechendes Gerät geachtet werden sollte. Ähnlich wie die Wobbler können auch Crankbaits in allen Jahres- und Tageszeiten erfolgsversprechend eingesetzt werden. Allerdings sind diese beiden Ködervarianten häufig sehr stark verwendet, und können bei viel befischten Gewässern von den Fischen als negativ eingestuft werden.

Blinker

Der Blinker: Einer der Hecht-Klassiker schlechthin. Ein großes Metallblatt mit leichten Biegungen – die Form erinnert nur vage an Fische. Wie sollen diese Köder einen Hecht überlisten können? Die Antwort ist denkbar einfach. Durch ihre Bewegung wird das Licht reflektiert und sorgt unter Wasser für blinkende Bewegungen. Außerdem wird durch die Bewegung eine Druckwelle erzeugt– ganz wie bei echten Fischen. Neben dem silbernen Klassiker kommen Blinker auch in Gold, Kupfer oder gestreiften Mustern einher. Der große Nachteil ist, dass die Möglichkeiten der Variation nicht so groß sind, wie bei Wobblern oder Gummifischen. Blinker laufen immer in mittlerer Tiefe und können auch nur begrenzt durch die Köderführung unterschiedlich angeboten werden. Dennoch können sie insbesondere in stark befischten Gewässern, genau die Art von Abwechslung sein, welche die Hechte lieben.

Spinner

Spinner zählen neben den Blinkern vermutlich zu den ältesten Kunstködern überhaupt. Auf Grund des hohen Angebots an neuen, realistischeren Kunstködern, geraten sie jedoch leicht in Vergessenheit. Völlig zu Unrecht: Denn die Köder mit dem rotierenden Spinnblatt sorgen im Wasser für ordentlich Trubel. Das Angeln ist denkbar einfach, es muss nur der Köder eingeholt werden. Sofort ist durch den Druck, welchen das Spinnblatt verursacht erkennbar, ob der Köder gut läuft oder nicht. Spinner können in unterschiedlichsten Größen, Formen und selbstverständlich auch Farben erworben werden. Sie laufen durchgängig sehr flach, eignen sich daher besonders für Zeiten, in welchen die Hechte an der Oberfläche im flachen Wasser jagen: Dies ist insbesondere im Frühjahr und im Sommer der Fall, wenn die Hechte aus den Verstecken in Ufernähe ihre Beute jagen. Die besten Tageszeiten für das Angeln mit Spinner sind die Dämmerungszeiten. Vermieden sollte der Einsatz von Spinnern vor allem in tieferen Gewässern werden. Daher ist beim Hechtangeln in Herbst die Wahl eines anderen Köders zu bevorzugen.

Jerkbaits

Jerkbaits stellen gewissermaßen das Gegenteil von Crankbaits dar. Denn hier gilt: ein ganz normales Einholen des Köders bewegt diesen nicht ausreichend genug, um für den Hecht überzeugend zu wirken. Es wird gezupft was das Zeug hält. Diese Bewegungen sorgen dafür, dass die Köder wie ein verletzter Beutefisch durch das Wasser taumeln. Jerkbaits können für die Oberfläche, aber auch für den Tiefgang konzipiert sein. Auch bei ihnen gelten die gleichen Regeln wie bei anderen Kunstködern: Hechte haben großen Hunger, daher sind große Köder (10 bis 15 Zentimeter oder größer) zu bevorzugen. Die Farbwahl sollte ans Gewässer angepasst werden. Ist das Wasser klar, sollten natürliche Muster und Farben bevorzugt werden, ist es trübe können kräftige Farben gewählt werden.

Naturköder: Köderfische

Die zweite Methode neben Spinnfischen, mit welcher Hechte besonders häufig erbeutet werden können, ist das Angeln mit Köderfischen. Es ist zu beachten, dass in Deutschland das Angeln mit lebendigen Köderfischen als Tierquälerei gilt und daher durch das Tierschutzgesetz verboten ist. Dementsprechend gehen wir in unserem Ratgeber nur auf das angeln mit toten Köderfischen ein.
Das Angeln mit Köderfischen kann zu allen Jahreszeiten ein echter Hit sein. Selbstverständlich werden auch hier in den Dämmerungszeiten die besten Ergebnisse erzielt, da hier die Hechte am aktivsten auf Jagd sind. Doch auch untertags können Köderfische gute Erfolge mit sich bringen. Insbesondere Die Montage mit Pose kann einfach größere Gebiete abfischen, und dem Hecht das Mittagessen auf dem Silbertablett servieren.

Welcher Köderfisch eignet sich?

Vor allem im deutschsprachigen Raum hat es sich als Regel etabliert, jene Köderfische zu verwenden, welche auch natürlich im befischten Gewässer vorkommen. Da die Köderfische auch am besten frisch verwendet werden, schwören viele Angler darauf, sich die Köder direkt am See selbst zu besorgen. Hierbei wird nämlich zusätzlich der Faktor der aktuell im Wasser vorkommenden Größe von Beutefischen berücksichtigt. Doch auch gänzlich andere Köderfische können zum Erfolg führen. Insbesondere die Verwendung von Fischen, welche in gänzlich anderen Gewässern heimisch sind – wie zum Beispiel Salzwasserfische – hat sich als eine interessante, aber dennoch erfolgreiche Methode beim Angeln auf Hecht bewährt.

Methoden zum Köderfisch Angeln auf Hecht

Die häufigste Variante beim Angeln auf Hecht mit Köderfisch ist die sogenannte Posenmontage. Der Köderfisch wird entweder auf einem Drilling oder einem großen Einzelhaken in der Rückenflosse eingehängt. Es gilt, dass er recht natürlich wirken sollte. Eine Pose mit entsprechender Tragkraft sorgt dafür, dass der Köderfisch in einer Tiefe von ein bis zwei Metern hängt und so den Hechten angeboten wird. Insbesondere wenn leichter Wind weht, kann eine spezielle Pose verwendet werden, welche dafür sorgt, dass die Montage – und damit der Köder – über das Gewässer treibt, wodurch größere Gebiete abgefischt werden können.
Eine weitere Möglichkeit ist, den Köderfisch am Grund anzubieten. Dies wird allerdings nur selten von Hechtanglern genutzt, da so nur ein kleines Gebiet befischt werden kann. Hier wird der Köderfisch auf einen Haken aufgefädelt. Ein Durchlaufblei sorgt für die Beschwerung und das nötige Wurfgewicht. Der Vorteil dieser Montage ist, dass Gebiete befischt werden können, welche mit der Posenmontage – und der etwas fragileren Befestigung des Köderfisches – nicht erreicht werden.

Der beste Köder für jede Uhrzeit

Je nach Jahres- und Tageszeit gilt, dass Hechte ein anderes Verhalten an den Tag legen. Dementsprechend müssen auch unterschiedliche Köder gewählt werden, um sie zum Biss zu bewegen.

Der beste Köder für den Tag

Beginnend mit der Morgendämmerung erwachen auch die Hechte. Im Frühjahr und Sommer verharren sie meist möglichst bewegungslos in Deckung (Seerosen, Kraut, Äste, etc.) und warten darauf, dass sich Beute in Schlagdistanz befindet. Köder, welche nahe der Oberfläche laufen sind hier die beste Wahl. Dazu zählen insbesondere Blinker, Spinner, Jerkbaits und Köderfische an der Posenmontage. Vor allem letzteres ist auch eine hervorragende Wahl im Verlauf des restlichen Tages, wenn die Hechte weniger aktiv werden.
Im Herbst und Winter hingegen stehen die Hechte relativ tief. Daher sind Köder zu wählen, welche diese Tiefen erreichen können. Wobbler / Crankbaits oder Gummifische werden hier die erste Wahl sein.

Der beste Köder für die Nacht

Auch in der Abenddämmerung und der frühen Nacht sind Hechte sehr aktiv. Es können grundsätzlich die gleichen Ködervarianten wie tagsüber gewählt werden: Im Frühjahr / Sommer geht die Tendenz zu Oberflächenködern, im Herbst / Winter zu tieflaufenden Ködern. Was berücksichtigt werden sollte, ist die schlechtere Sichtbarkeit in der Nacht. Köder mit entsprechenden Farben sind zu bevorzugen. Häufig können in der Nacht auch Wobbler mit zusätzlichen Rasselkugeln, welche akustische Reizsignale aussenden, zum Erfolg führen.