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Zanderangeln im Winter

Zanderangeln im Winter

Zanderangeln im Winter  (© neon_ti – stock.adobe.com)

Auch im Winter möchten sich die meisten Angler nicht die Chance auf einen stattlichen Zander entgehen lassen. Einsteiger merken jedoch schnell, dass sich das Zanderangeln im Winter erheblich vom sommerlichen Vorgehen unterscheiden muss, damit Erfolge erzielt werden können. Wir verraten, woran das liegt und wie Angelfreunde beim Zanderangeln im Winter die besten Ergebnisse erzielen können.

Verhalten des Zanders im Winter

Wie bei anderen Fischen handelt es sich auch bei Zandern um wechselwarme Tiere. Dementsprechend passt sich die Körpertemperatur der Fische – anders als beim Menschen oder bei Säugetieren – der Umgebungstemperatur an. Zander können ihre eigene Körpertemperatur demnach nicht halten, was sich insbesondere im Winter durch verändertes Verhalten deutlich macht.

Da der komplette Organismus wechselwarmer Tiere im Winter herunterfährt, um Energie zu sparen und so das Überleben zu sichern, bewegen sich Zander im kalten Wasser nur sehr langsam und legen nur kurze Strecken zurück. Auch die Nahrungsaufnahme der Zander geht nur noch gedrosselt vonstatten: Statt mehrmals täglich, wie ansonsten im Sommer üblich, gehen die Zander im Winter nur noch ein- bis zweimal wöchentlich auf Beutezug.

Zander stehen im Winter oft lange am gleichen Platz

Zander stehen im Winter oft lange am gleichen Platz (© aquapix – stock.adobe.com)

Welche Köder eigenen sich am besten zum Zanderangeln im Winter?

Da die Zander im Winter aufgrund der damit verbundenen Energieeinsparung bei der Jagd wenige große Fische vielen kleinen Beutetieren vorziehen, sollte der Köder im Winter größer ausfallen als beim Zanderangeln im Sommer. Gummifische mit einer Länge zwischen 12 und 20 Zentimetern haben sich als empfehlenswert erwiesen.

Gummifische sind auch im Winter der beste Zanderköder

Gummifische sind auch im Winter der beste Zanderköder

Auch der richtige Umgang mit dem Köder ist beim Zanderangeln im Winter entscheidend. Beim Zander handelt es sich um einen vorsichtigen Fisch, der sein Beutetier im Vorfeld gut beobachtet. Entsprechend bedächtig sollten Angler mit dem Köder umgehen: Wenige, langsame Bewegungen des Gummifisches am Gewässergrund erwecken für den Zander am ehesten den Eindruck, dass es sich dabei um ein echtes Beutetier handeln könnte. Neben dem klassischen Jiggen hat sich dabei auch das Faulenzen als Angeltechnik beim Zanderangeln im Winter bewährt.

Angler sollten darüber hinaus bedenken, dass Zander im Winter waagerecht oder leicht nach oben nach ihrer Beute Ausschau halten. Dementsprechend sollte man gerade beim Angeln mit Tageslicht auf eine möglichst unauffällige Schnur setzen, welche den Zander nicht verschreckt. Ein Fluorocarbon-Vorfach macht sich daher auch im Winter sehr gut.

Welche Köderfarben funktionieren im Winter gut?

Die richtige Farbe des Köders ist beim Zanderangeln im Winter in erster Linie vom Wetter und der Färbung des Wassers abhängig. Bei klarem Wasser greift man am besten zu Gummifischen in Schwarz-Weiß, Blau-Weiß, Braun, Perlmutt oder in Silber – allerdings sollte es sich dabei um gedämpfte Töne handeln.

Bei trübem Wasser, in dem die neutralen Färbungen kaum auffallen dürften, sollte man stattdessen zu glänzendem Orange, Fluo-Gelb, Weiß oder Pink greifen, um die Aufmerksamkeit der Zander auf den Köder zu lenken. Entscheidet man sich für das Zanderfischen im Winter in der Dämmerung, ist man auch mit Ködern in Motoroil-Optik, Tiefschwarz oder Fluo-Grün gut beraten.

Grelle Köderfarben funktionieren auf Zander im Winter sehr gut

Grelle Köderfarben funktionieren auf Zander im Winter sehr gut (© neon_ti – stock.adobe.com)

Beisszeiten der Zander im Winter

Beim Zanderangeln im Winter muss sich der Angler auch in Bezug auf die Beißzeiten der Fische an ihr Verhalten als wechselwarme Lebewesen anpassen. So sind Zander aufgrund der geringen Temperaturen während der Nacht und des frühen Morgens zu diesen Zeiten am wenigsten aktiv. Haben sich die Fische erst einmal an die Lichtverhältnisse angepasst, gehen sie daraufhin tagsüber auf Beutezug – teilweise lassen sich auch zur Dämmerung kapitale Zander fangen.

Standplätze im Winter: Wo stehen die Zander?

Die Zander mögen es im Winter ruhig: Strömungsberuhigte Bereiche wie Hafeneinfahrten, Einmündungen von Nebengewässern oder große Buhnen scheinen Zander im Winter besonders anzuziehen. Dabei scheinen sich die Fische auch gern zu größeren Gruppen zusammenzuschließen – kennt man demnach die Zander-Hotspots im Winter, kann man in der Regel gute Erfolge erzielen und dabei auch kapitale Fische an Land ziehen. Allerdings muss man hierfür auch entsprechend viel Geduld und Ausdauer investieren, um beim Zanderfischen im Winter erfolgreich zu sein.


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