TV
Auwa Thiemann
TV-Angellegende („Fish 'n' Fun“, DMAX)
6 Zielfische
Steckbrief
- Kategorie
- TV
- Geboren
- 15. Mai 1950 in Hamm
- Gestorben
- 5. Mai 2014
- Website
- angeln-mit-auwa.de
Typische Zielfische
Biographie
August-Walter „Auwa“ Thiemann war der erste echte Angel-Fernsehstar Deutschlands. Mit seiner DMAX-Show „Fish ‘n’ Fun“ brachte er das Angeln ab 2006 in die Wohnzimmer eines Millionenpublikums - mit einer Mischung aus Fachwissen, Entertainment und ansteckender Begeisterung, die bis heute unerreicht ist. Sein Leitsatz: „Einmal sehen ist besser als 1000 Mal hören.“
Geboren wurde Thiemann 1950 in Hamm in Westfalen - sein Spitzname „Auwa“ entstand aus den Initialen seiner Vornamen. Seine Angelkarriere begann denkbar unkonventionell: Als Fünfjähriger stellte er im Kurpark seiner Heimatstadt heimlich den Karpfen nach, mit Nylonschnur und zurechtgebogenen Stecknadeln aus Mutters Gardine. Zweimal wurde er dabei erwischt - und musste schließlich noch vor dem 14. Geburtstag den Fischereischein machen. Nach einer Angelpause als Teenager kehrte er mit Mitte 20 umso intensiver ans Wasser zurück.
Beruflich stand Thiemann zunächst auf ganz anderen Bühnen: Er arbeitete jahrelang als Entertainer, Moderator und Diskjockey in Ostwestfalen - und moderierte 1979/80 sogar die legendäre ARD-Musiksendung „Musikladen“ an der Seite von Manfred Sexauer. Anfang der 1990er machte er das Angeln endgültig zum Beruf: Er kaufte den Angelkutter „Dicke Berta“, baute einen Touren- und Seminarbetrieb auf und schrieb als freier Journalist für große Angelmagazine, allen voran den Blinker. 1990 stieg er ins Meeresangeln ein, ab 1993 zog es ihn zum Big-Game-Fischen nach Florida, Kenia und auf die Bahamas, um die Jahrtausendwende entdeckte er das Fliegenfischen mit selbstgebundenen Fliegen.
Der große Durchbruch kam 2006 mit „Fish ‘n’ Fun“ auf DMAX: 41 Folgen in vier Staffeln, in denen Angelwettbewerbe auf Kochbeiträge von Steffen Sonnenwald trafen. Thiemann galt fortan als populärster Angler Deutschlands, war langjähriger Teamangler und Messe-Referent des Geräteherstellers Jenzi und vermarktete eine eigene Produktlinie „Angeln mit Auwa“. Als Guide führte er Angler an die Ostseeküste, den Hopfensee, die Möhne, die Müritz und ins Salzkammergut - und gab sein Wissen auch in Kinder-Angelkursen weiter.
Anfang 2014 feierte Thiemann mit „Das Angel-Duell“ an der Seite von Babs Kijewski sein TV-Comeback. Nur wenige Wochen nach dem Start starb er am 5. Mai 2014 nach kurzer schwerer Krankheit, zehn Tage vor seinem 64. Geburtstag. Die Angelszene reagierte mit großen Nachrufen; seine Asche wurde der Ostsee übergeben. Auwa Thiemann gilt bis heute als der Wegbereiter des modernen Angel-Entertainments in Deutschland.
Werdegang im Zeitstrahl
- 1950
Geboren in Hamm
- ca. 1955
Heimliche Angelversuche im Kurpark
Mit Nylonschnur und Stecknadeln aus Mutters Gardine stellt der Fünfjährige den Karpfen nach - bis er erwischt wird und den Fischereischein machen muss.
- 1979
Moderator beim ARD-„Musikladen“
An der Seite von Manfred Sexauer moderiert Thiemann die legendäre Musiksendung (bis 1980).
- 1990
Einstieg ins Meeresangeln
- ca. 1992
Kauf des Angelkutters „Dicke Berta“
Das Hobby wird zum Beruf: Angeltouren, Seminare und Artikel für Magazine wie den Blinker.
- 1993
Erste Big-Game-Touren
Es folgen Reisen nach Florida, Kenia und auf die Bahamas.
- 2006
Start von „Fish 'n' Fun“ auf DMAX
41 Folgen in vier Staffeln machen Auwa bundesweit zum bekanntesten TV-Angler (bis 2008).
- 2011
Zwei Bücher erscheinen
„Angeln mit Auwa“ (Kosmos) und das Kochbuch „Fish'n'Fun: Kochen + Angeln“ (Hädecke).
- 2014
„Das Angel-Duell“ und früher Tod
Im März startet die neue DMAX-Show mit Babs Kijewski - am 5. Mai stirbt Thiemann nach kurzer schwerer Krankheit. Seine Asche wird der Ostsee übergeben.
Formate & Sendungen
Musikladen
Fish 'n' Fun - Die Angelshow
Das Angel-Duell - Zwei Profis am Haken
Bücher
- Angeln mit Auwa - Der Fernseh-Angler verrät seine Tricks
- Fish'n'Fun: Kochen + Angeln