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Bullseye Jig Whip 2.0 255 20-50g Spinnrute

Gesamtbewertung

Design
(10/10)
Verarbeitung
(10/10)
Praxistauglichkeit
(9/10)
Preis-Leistung
(9/10)

402,25 €

inkl. 16% gesetzlicher MwSt.

Bullseye Jig Whip 2.0 255 20-50g Spinnrute im Test

Einleitung

Nachdem ich von Freunden, Bekannten und auf Facebook viel Gutes gehört habe, habe ich vor einigen Wochen zugeschlagen und mir die Bullseye Jig Whip 2.0 in 255cm mit 20-50g Wurfgewicht zugelegt. Ich bin schon länger auf der Suche nach einer etwas kürzeren Zander Jigrute gewesen, konnte mich aber bislang nicht so richtig für ein Modell entscheiden. Bisher habe ich meist die Zeck All Black in 270cm beim Jiggen auf Zander gefischt, allerdings war mir diese Rute beim Angeln im Hafen bzw. an Stellen, an denen ich direkt an das Wasser kann, immer zu lang und schwer.

Seit rund 8 Wochen fische ich nun ausschließlich die Bullseye Jig Whip 2.0 und bin bereit für ein kleines Fazit in Form dieses Test- und Erfahrungsberichts. Daher erfahrt ihr im folgenden Artikel, wie gut ich mit der Jig Whip 2.0 zurecht komme und ob diese ihr Geld wert ist.

Produktdetails

Kurz den Produktdaten der Rute. Wie bereits oben erwähnt, habe ich mich für die kürzeste Variante in 2,55m mit dem geringsten Wurfgewicht entschiedenen. Ich fische meist mit Jigköpfen zwischen 15 und 28g, daher passt die Rute noch gut ins Bild. In den letzten Wochen fische ich auch vermehrt kleinere Jigköpfe, dazu aber unter dem Punkt Praxistauglichkeit gleich mehr.

Bullseye Jig Whip - Faulenzen auf Zander

Bullseye Jig Whip – Faulenzen auf Zander

Daten zur Rute

  • Länge: 255 cm
  • Ideales Ködergewicht: 20-50 g
  • Transportlänge: 130 cm
  • Teilung: Zweiteilig
  • Rutengewicht: 140 g
  • Blank-Material: Kohlefaser
  • Ringanzahl: 9 + 1
  • Beringung: Fuji K TI Torzite Guides
  • Rollenhalter: Fuji VSS /#16
  • Griffmaterial: EVA
  • Härtegrad: MH

Aufbau & Verarbeitung

Die Rute wird in einem sehr hochwertigen Futteral geliefert. Dies kenne ich zwar auch von anderen Ruten, Bullseye legt hier aber nochmal etwas mehr Wertigkeit an den Tag.

Die Rute selbst ist top verarbeitet und lässt auf den ersten Blick keinerlei unsauber verarbeitete Stellen erkennen.

Auch wenn sie mit nur knapp 21 Gramm deutlich leichter als mein bisheriger Favourit die Zeck All Black ist, fühlt sie sich deutlich leichter und schlanker an.

Der schlanke, 2-teilige Carbonblank liegt sehr gut in der Hand. Dies liegt auch an der Größe des Hintergriffs, der weder zu lang noch zu kurz ausfällt, sondern eben genau die richtige Länge besitzt.

Griffstück der Bullseye Jig Whip

Griffstück der Bullseye Jig Whip

Handling & Praxistauglichkeit

Was beim ersten Wurf mit einem 10cm Moby Racker Shad am 15g Jigkopf sofort auffällt: Bereits bei wenig Kraftaufwand fliegt der Köder ganz schön weit. Tatsächlich funktioniert die Kraftübertragung im Wurf erstaunlich gut und der Köder lässt sich sehr gut werfen. Auch bei einem geringeren Wurfgewicht, in meinem Fall Köder mit 10g Jigkopf, ist dies kein Problem. Zusammen mit der Shimano Vanford C3000, welche durch die große Spule auch nochmal einige Meter mehr herauskitzelt, lassen sich so sehr gute Weiten erzielen.

Bullseye Jig Whip mit der Shimano Vanford C3000

Bullseye Jig Whip mit der Shimano Vanford C3000

Ganz interessant ist hier, dass Bullseye das Wurfgewicht zwar in der Range 20-50g angibt, der perfekte Wert aber laut Webseite bei 5-21g liegt. In meinem Fall kann ich die 5g Grenze nicht ganz bestätigen, da das Feedback des Köders mir hier doch zu gering ausfällt. Zwar ist das Werfen kein Problem und funktioniert auch mit 5g gut, aber das Feedback beim Aufsetzen des Jigkopfes ist mir hier etwas zu subtil. Alles in allem würde ich sagen, dass die perfekte Grenze zwischen 10-20g liegt. Ich habe auch auch an Tagen mit viel Wind und Strömung Jigs bis 28g gefischt, was völlig problemlos möglich ist. Die 50g Obergrenze würde ich allerdings nicht unbedingt ausreizen. Wer entsprechend größere Jigs bzw. Köder fischt. sollte lieber auf die 30-60g Variante setzen.

Die achtfache Beringung mit den Fuji K TI Torzite Guides überträgt die Kräfte im Drill perfekt auf den Lotus-Woven-Composite -46 Ton Blank, wodurch selbst kleinere Zander bereits mächtig Spaß am Gerät am machen.

Bullseye Jig Whip Rutenaktion selbst bei kleinen Fischen sehr gut

Bullseye Jig Whip Rutenaktion selbst bei kleinen Fischen sehr gut

Dies gilt auch etwas aktivere Köder für Wobbler und Spinner, das Köderfeedback ist sofort da und wird sehr gut übertragen.

Eine winzige Kleinigkeit, die mir tatsächlich an der Jig Whip 2.0 aufgefallen ist, ist der fehlenden Hakenhalter. In dem Preissegment sollte es eigentlich Standard sein, einen solchen in das Rutendesign zu integrieren bzw. zu einer “flexiblen” Lösung wie einem abnehmbaren Hakenhalter a la Fuji EHKM-B zu greifen.

Hakenhalter an der Bullseye Jig Whip nachmontiert

Hakenhalter an der Bullseye Jig Whip nachmontiert

Preis-Leistungsverhältnis

In Summe ist das Preis-Leistungsverhältnis gut, der Blank gibt ein sehr gutes Feedback bei der Köderführung, hat eine sehr schöne Rutenaktion und ist top verarbeitet. Mit 369 Euro direkt beim Hersteller ist die Bullseye Jig Whip 2.0 sicherlich nicht ganz günstig, aber durchaus ihr Geld wert.

Fazit

Die Bullseye Jig Whip 2.0 ist eine top Jigrute, die durch den mittelharten Blank ein sehr direktes Feedback bei der Köderführung liefert und im Drill eine gute Figur macht. Die Rute ist perfekt ausbalanciert und gibt mit einer 2500er oder 3000er Spinnrolle die perfekte Kombination ab. In meinem Fall hatte ich die neue Shimano Vanford in der Größe 3000C montiert, welche perfekt mit der Rute harmoniert.

Wer also nicht so sehr auf den Preis schaut und gerne in Qualität investiert, der erhält hier eine sehr gute Rute für das Jiggen auf Zander und Barsch, die aber auch beim Angeln mit Wobbler oder Spinner eine gute Performance liefert. Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung, die Bullseye Jig Whip 2.0 ist derzeit mein absoluter Favourit, wenn es ans Wasser geht.