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Hechtvorfach: Stahl vs. Fluoro vs. Titan

Hecht im Drill: Mit Stahlvorfach auf der sicheren Seite

Hecht im Drill: Mit Stahlvorfach auf der sicheren Seite (© FedBul / stock.adobe.com)

Eine wichtige Sache, die jeder Angler irgendwann in seinem Anglerleben lernt, ist dass Hechte besonders scharfe Zähne besitzen und dazu neigen, die Angelschnur mit diesen im Drill zu durchtrennen. Dementsprechend sollte immer wenn mit Hecht zu rechnen ist, ein bisssicheres Vorfach verwendet werden. Die Wahl des richtigen Materials ist dabei auch eine Glaubensfrage. Am weitesten verbreitet ist das klassische Stahlvorfach, welches absolut sicher ist und auch die größten Hechte im Drill sicher ans Ufer bringt. Daneben gibt es mit Titan oder auch Hardmono aber noch weitere Materialen, die eben als hechtsicher gelten. Im folgenden Artikel wollen wir euch daher die Unterschiede der einzelnen Vorfächer etwas näher erklären.

Welches Vorfach zum Hechtangeln?

Normales Fluorocarbon

Vorfächer aus Fluorocarbon gehören heutzutage zu einem weitverbreiteten Standard. Der große Vorteil bei diesem Material ist, dass es unter Wasser beinahe unsichtbar ist, und daher keinen Fisch vom Biss abhalten wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Material auch eine sehr gute Flexibilität aufweist, was insbesondere beim Fischen mit Jerkbaits wünschenswert ist. Allerdings ist herkömmliches Fluorocarbon nicht bissfest – insbesondere bei großen Hechten mit rasiermesserscharfen Zähnen. Es stellt sich die Frage, inwieweit man eine höhere Bissquote mit einer niedrigen Fangquote kombinieren möchte.

Hechtsicheres Fluorocarbon

Die gute Nachricht ist, dass es auch hechtsichere Fluorocarbon Vorfächer gibt. In der Regel gelten Vorfächer aus Fluorocarbon dann als hechtsicher, wenn sie eine Materialstärke von 0,8 Millimetern oder mehr aufweisen. Hier steckt aber auch schon der große Nachteil dieser Vorfächer – denn mit einer solchen Dicke sind sie nur sehr schwer und widerspenstig zu knoten, was das eigene Knüpfen von Vorfächern stark erschwert.

Hardmono

Hardmono kommt dem Fluocarbon sehr nahe und ist im Prinzip eine dickere und festere Variante der normalen monofilen Schnur. Auch hier gibt es Pro & Kontra, die ähnlich ausfallen, wie bei hechtsicheren Fluorocarbon.

Denn auch Hardmono lässt sich ab einer gewissen Dicke relativ schlecht knoten und auch die Flexibilität ist nicht mehr ganz so gut gegeben.

Stahl

Stahl gilt auch heutzutage noch als das beste Material um Vorfächer zum Hechtangeln zu basteln. Meist bestehen sie aus mehreren Stahlfäden, welche miteinander verknüpft wurden, um bei gleichbleibender Materialstärke eine noch höhere Belastbarkeit zu erlangen. Stahlvorfächer werden mit Sicherheit nie von einem Hecht durchgebissen werden. Allerdings sind sie unter Wasser relativ gut sichtbar – was beim Angeln auf Hechte jedoch recht wenig Folgen mit sich bringt, da diese ohnehin nicht besonders gut sehen.

Die Verwendung von einem Stahlvorfach kann sich jedoch verheerend auf mögliche Beifänge auswirken. Egal ob Zander oder Barsch – einige andere Räuber lassen sich sehr leicht von einem gut sichtbaren Vorfach abschrecken.

Ein großer Nachteil ist zudem die Flexibilität. Einmal geknickt lässt sich das Stahlvorfach nicht mehr wirklich gut in seine ursprüngliche Position zurückbiegen, wodurch immer eine kleine Unregelmäßigkeit in der Schnur vorhanden bleibt. In diesem Fall muss das Vorfach fast immer ausgetauscht werden, da auch der Köder dadurch teils sehr unsauber laufen kann.

Titan

Vorfächer aus Titan können bei gleichem Durchmesser eine ähnliche Tragkraft erreichen wie Stahlvorfächer. Außerdem sind sie etwas unauffälliger, da sie bei gleicher Tragkraft meist dünner ausfallen. Sie sind jedoch sehr steif, wodurch einerseits zwar die Köder gut geführt werden können, das Selbstbauen von Titanvorfächern jedoch etwas schwieriger ausfällt. Die Kosten für ein Titanvorfach sind zwar hoch, dafür ist dieses beinahe unzerstörbar, womit auf längere Zeit gesehen, Vorfächer aus Titan eine günstigere Variante als Stahlvorfächer darstellen dürften.

Ohne Vorfach / mit Spinnstange

Insbesondere beim Angeln mit Wobblern schwören einige Angler auf sogenannte Spinnstangen. Dabei handelt es sich um starre Stangen, welche die Verbindung zwischen Köder und Hauptschnur darstellen. Dadurch werden Verwirrungen der Schnur mit dem Köder vermieden. Allerdings ist ein großer Nachteil, dass andere Kunstköder wie beispielsweise Gummifisch oder Spinner nicht gut geführt werden können, wodurch diese im Endeffekt nicht mit Spinnstangen einsetzbar sind.