Der Schneider (Alburnoides bipunctatus)

Christoph Hein
Aktualisiert am 12.04.2023

Der Schneider

Der Schneider (auch Alandblecke oder Breitblecke genannt) ist eine interessante Fischart, die in den europäischen Binnengewässern heimisch ist. In diesem Artikel erfahrt ihr alle relevanten Informationen zum Thema Lebensraum, Fortpflanzung, anatomische Merkmale sowie den verwandten Fischarten.

Steckbrief zum Schneider

  • Wissenschaftlicher Name: Alburnoides bipunctatus
  • Familie: Cyprinidae (Karpfenfische)
  • Spitznamen: Alandblecke oder Breitblecke
  • Größe: 6-12 cm
  • Gewicht: 4-15 g
  • Lebenserwartung: 3-5 Jahre
  • Verbreitung: Europa, vor allem in Flüssen und Bächen
  • Laichzeit: Mai bis Juni
Der Schneider
Der Schneider

Wissenswertes zum Schneider

Der Schneider ist ein kleiner Karpfenfisch, der in Europa heimisch ist. Er gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) und zeichnet sich durch seine schlanke, langgestreckte Körperform aus. Die Fische sind sehr gesellig und leben in Schwärmen. Sie bewegen sich meist nahe der Wasseroberfläche, wo sie nach Nahrung suchen. Obwohl der Schneider relativ klein ist, ist er ein schneller Schwimmer und kann so effektiv seiner Beute nachjagen oder Fressfeinden entkommen. Die Schuppen des Schneiders sind relativ groß, wodurch er sich gut an seine Umgebung anpassen kann. Die Körperfarbe variiert von silbergrau bis olivgrün und ist auf der Oberseite dunkler als auf der Unterseite. Aufgrund seiner geringen Größe ist der Schneider eine wichtige Nahrungsquelle für viele größere Fische.

Lebensraum des Schneiders

Der Schneider ist in ganz Europa verbreitet, vor allem in Flüssen und Bächen. Er bevorzugt saubere, klare und kühle Gewässer mit starker Strömung und hohem Sauerstoffgehalt. Man findet sie oft in der Nähe von Schilf und Wasserpflanzen, da sie dort Schutz und Nahrung finden. Schneider kommen sowohl in tiefen als auch in flachen Gewässern vor, bevorzugen aber die Nähe zur Wasseroberfläche. Sie sind anpassungsfähig und können in verschiedenen Gewässertypen leben, von kleinen Bächen bis hin zu großen Flüssen.

Der Schneider ist ein Schwarm-Fisch
Der Schneider ist ein Schwarm-Fisch

Nahrung und Beute des Schneiders

Der Schneider ernährt sich hauptsächlich von kleinen wirbellosen Tieren wie Insektenlarven, Flohkrebsen, Wasserflöhen und anderen Kleinstlebewesen. Gelegentlich fressen sie auch kleinere Fische, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Durch ihre schnelle Schwimmgeschwindigkeit und ihre Fähigkeit, in Gruppen zu jagen, können sie ihre Beute effektiv verfolgen und erbeuten. Aber auch größere Fische wie Hecht, Zander und Barsch werden erbeutet.

Anatomische Merkmale

Der Schneider hat einen langgestreckten, schlanken Körper, der sich nach hinten verjüngt. Die Schuppen sind relativ groß und liegen eng an, wodurch er sich gut an seine Umgebung anpassen kann. Die Körperfarbe variiert von silbergrau bis olivgrün, wobei die Oberseite dunkler als die Unterseite ist. Die Flossen sind durchsichtig bis leicht gelblich. Die Augen sind groß und liegen seitlich am Kopf, sodass der Fisch ein weites Gesichtsfeld hat. Das Maul ist leicht nach oben gerichtet, was dem Schneider eine effektive Nahrungssuche an der Wasseroberfläche ermöglicht.

Verwandte Fischarten des Schneiders

Der Schneider gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae), einer der artenreichsten Fischfamilien. Zu seinen Verwandten zählen der Aland (Leuciscus idus), die Brachse (Abramis brama), der Hasel (Leuciscus leuciscus) und der Döbel (Leuciscus cephalus). Diese Fische teilen einige anatomische Merkmale und Habitatpräferenzen mit dem Schneider, unterscheiden sich aber in Größe, Färbung und Verhalten.

Fortpflanzung des Schneiders

Die Laichzeit des Schneiders liegt zwischen Mai und Juni. In dieser Zeit suchen die Fische flache und pflanzenreiche Gewässerabschnitte auf, um dort ihren Laich abzulegen. Die Weibchen legen zwischen 3.000 und 10.000 Eier, die an Wasserpflanzen und Steinen haften bleiben. Die Eier sind durchsichtig und haben einen Durchmesser von ca. 1 mm. Die Brutpflege wird von den Elterntieren nicht übernommen, sodass Eier und Jungfische zahlreichen Fressfeinden ausgesetzt sind. Die Jungfische schlüpfen nach etwa einer Woche und ernähren sich zunächst von Plankton und kleinen Wirbellosen, bevor sie zur Fleischnahrung übergehen.

Schneider als Zielfisch beim Angeln

Aufgrund seiner geringen Größe und seines schnellen Schwimmverhaltens ist der Schneider nicht unbedingt ein beliebter Zielfisch für Angler. Dennoch kann das Angeln auf Schneider eine interessante Herausforderung darstellen, insbesondere für Anfänger, die ihre Fähigkeiten verbessern möchten. Die Fische sind aufgrund ihrer geselligen Art und ihrer Vorliebe für die Wasseroberfläche leicht zu orten. Angler, die auf Schneider angeln möchten, sollten leichte Ruten und feines Tackle verwenden, um den Fischen gerecht zu werden.

Kulinarische Bedeutung des Schneiders

Aufgrund seiner geringen Größe und seines geringen Fleischanteils ist er kein besonders begehrter Speisefisch. Außerdem ist das Fleisch sehr grätenreich, was die Zubereitung erschwert. Trotzdem kann man ihn essen, wenn man bereit ist, die Gräten zu entfernen oder sie beim Verzehr herauszupicken. Das Fleisch des Schneiders ist zart und schmackhaft, wenn es richtig zubereitet wird.

FAQ: Häufige Fragen zum Schneider

Schneider erreichen eine Größe von 6-12 cm und ein Gewicht von 4-15 g.

Der Schneider ernährt sich hauptsächlich von kleinen wirbellosen Tieren wie Insektenlarven, Flohkrebsen, Wasserflöhen und anderen Kleinstlebewesen. Gelegentlich werden auch kleinere Fische gefressen.

Schneider sind in ganz Europa verbreitet und bevorzugen saubere, klare und kühle Gewässer mit starker Strömung und hohem Sauerstoffgehalt. Er kommt sowohl in Flüssen als auch in Bächen vor.

 

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  • Der Schneider ist ein Schwarm-Fisch: rostislavstefanek.seznam.cz / depositphotos.com
  • Der Schneider: rostislavstefanek.seznam.cz / depositphotos.com

Christoph beim Angeln

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