Meeresfische angeln: Infos zu Ködern, Meeresfischarten und Ausrüstung

Christoph Hein
Aktualisiert am 12.04.2023

Der Dorsch lebt in rund 150 bis 200 m Tiefe

Meeresfische, die faszinierenden Bewohner der Ozeane und Meere, sind in ihrer Vielfalt und Anpassungsfähigkeit unübertroffen. Sie unterscheiden sich von Süßwasserfischen in zahlreichen Aspekten und reichen von friedlichen Fischarten hin zu beeindruckenden Raubfischen. Angler sind stets auf der Suche nach den besten Angelködern und -ausrüstungen, um ihren Zielfisch erfolgreich zu fangen. In diesem Artikel betrachten wir die Unterschiede zwischen Meeres- und Süßwasserfischen sowie Fried- und Raubfischen im Meer und geben Tipps zu Angelködern und Angelausrüstungen für das Meeresangeln.

Meeresfische im Überblick

Unterschiede zwischen Meeresfischen und Süßwasserfischen

Meeresfische und Süßwasserfische unterscheiden sich in vielen Aspekten, die auf die verschiedenen Lebensbedingungen in Ozeanen und Binnengewässern zurückzuführen sind. Die Salzkonzentration im Wasser ist einer der Hauptunterschiede, die Fische zu Anpassungen zwingen. Meeresfische verfügen über effiziente Mechanismen, um überschüssiges Salz abzubauen und ihren Flüssigkeitshaushalt zu regulieren, während Süßwasserfische größere Mengen an Wasser aufnehmen und weniger Salz ausscheiden müssen.

Des Weiteren variieren die Artenvielfalt und die Lebensräume zwischen Meeres- und Süßwasserfischen. Meeresfische haben oft größere Verbreitungsgebiete und leben in einer Vielzahl von Lebensräumen wie Korallenriffen, Tiefseezonen und Küstengebieten. Süßwasserfische sind auf Flüsse, Seen und Teiche beschränkt und neigen dazu, in kleineren Populationen zu leben.

Friedfische und Raubfische im Meer

Die Meereswelt ist geprägt von einer Fülle von friedlichen Fischarten (Friedfische) und beeindruckenden Raubfischen, die in einer komplexen Nahrungskette miteinander verbunden sind. Friedfische ernähren sich hauptsächlich von Pflanzenmaterial, Plankton und kleinen Wirbellosen. Zu ihnen zählen etwa Doktorfische, Papageifische und verschiedene Arten von Lippfischen. Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie beispielsweise Algenbestände regulieren und als Beute für größere Raubfische dienen.

Raubfische im Meer, wie Haie, Barrakudas und Thunfische, sind geschickte Jäger und verfügen über scharfe Sinne sowie ausgezeichnete Schwimmfähigkeiten. Sie ernähren sich von kleineren Fischen und anderen Meerestieren, wobei sie sowohl auf Geschwindigkeit als auch auf Tarnung setzen, um ihre Beute zu überraschen.

Angelköder für das Angeln auf Meeresfische

Die Wahl des richtigen Angelköders ist entscheidend, um beim Meeresangeln erfolgreich zu sein. Hierbei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, je nach Zielfischart und Angelbedingungen. Natürliche Köder wie Fischstücke, Tintenfisch oder Garnelen sind bei vielen Meeresfischen sehr beliebt, da sie den Geruch und Geschmack ihrer natürlichen Beute imitieren. Lebendköder, wie kleinere Fische oder Krebstiere, sind ebenfalls effektiv, da sie die natürlichen Bewegungen und Reize der Beute nachahmen.

Künstliche Köder wie Blinker, Wobbler und Gummifische sind eine weitere Option für Meeresangler. Diese Köder sind in verschiedenen Formen, Größen und Farben erhältlich und ahmen die Bewegungen von Beutetieren nach, um Raubfische anzulocken. Die Wahl des richtigen Köders hängt von der Zielfischart, der Umgebung und den Wetterbedingungen ab. Erfahrene Angler passen ihre Köderwahl häufig an, um auf die jeweiligen Gegebenheiten einzugehen.

Angelausrüstung zum Meeresangeln

Die richtige Angelausrüstung ist für ein erfolgreiches Meeresangeln unerlässlich. Einige der wichtigsten Komponenten sind die Angelrute, die Angelrolle, die Schnur und das Vorfach. Meeresruten sind in der Regel stärker und länger als Süßwasser-Angelruten, um den Anforderungen der größeren und stärkeren Meeresfische gerecht zu werden. Die Rutenlänge variiert je nach Angeltechnik, Zielfischart und Umgebung.

Angelrollen für das Meeresangeln sind in verschiedenen Typen erhältlich, wie zum Beispiel Multirollen, Stationärrollen und Spinnrollen. Sie sollten robust und korrosionsbeständig sein, um den salzhaltigen Bedingungen standzuhalten. Die Schnur sollte ausreichend Tragkraft haben, um sowohl den gewünschten Köder als auch die zu erwartenden Fische zu tragen. Geflochtene Schnüre bieten eine höhere Tragkraft bei geringerem Durchmesser und sind daher bei vielen Meeresanglern beliebt.

Das Vorfach sollte je nach Zielfischart und Köder gewählt werden. Bei der Verwendung von Naturködern kann ein einfaches Vorfach mit einem oder mehreren Haken ausreichend sein, während bei Kunstködern spezielle Vorfächer und Montagen zum Einsatz kommen. Zusätzlich zur Grundausstattung sollten Meeresangler auch über ein Sortiment an Wirbeln, Haken, Bleien und weiterem Zubehör verfügen, um auf verschiedene Angelbedingungen und Zielfischarten vorbereitet zu sein.

Insgesamt ist das Meeresangeln eine spannende und herausfordernde Aktivität, die sowohl Wissen als auch Erfahrung erfordert. Die Wahl der richtigen Angelausrüstung und Angelköder sowie ein Verständnis für die verschiedenen Meeresfischarten und deren Lebensweise sind entscheidend, um Erfolg beim Angeln in den Ozeanen zu haben.

 

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  • Der Dorsch lebt in rund 150 bis 200 m Tiefe: Vlada Z / stock.adobe.com

Christoph beim Angeln

Über den Autor

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