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Zanderangeln im Sommer

Zander angeln im Sommer

Zander angeln im Sommer (© Dudarev Mikhail / stock.adobe.com)

Heiße Temperaturen, grelles Licht und ein niedriger Wasserstand machen Anglern auf der Suche nach kapitalen Zandern das Leben schwer. Nichtsdestotrotz ist das Zanderangeln im Sommer nicht komplett aussichtslos – sofern man weiß, wie man das Vorhaben angehen muss. Wir haben hier deshalb die wichtigsten Infos, Tipps und Tricks zum Zanderangeln im Sommer zusammengefasst.

Verhalten des Zanders im Sommer

Zander mögen Wärme – nicht umsonst sind die Kreislaufbecken in der Zanderzucht auf eine Temperatur von 22 °C eingestellt. Bei übermäßiger Hitze nimmt der Zander hingegen Reißaus. Dementsprechend sind Zander gerade zur Mittagszeit überwiegend in tieferen Gewässern zu finden: In Flüssen halten sich die Zander im Sommer zur Mittagszeit eher mitten im Strom auf und auch in Seen sind die beliebten Fische in der Seemitte oder an Staumauern zu finden. Morgens und abends suchen die Zander schließlich zur Nahrungssuche die Ufer auf, wo sich zu dieser Tageszeit die meisten Beutefische tummeln.

Welche Köder eigenen sich am besten zum Zanderangeln im Sommer?

Im Gegensatz zum Zanderangeln im Winter, wo man mit größeren Ködern besser beraten ist, sollte man im Sommer besser zu kleineren Exemplaren greifen. Gummifische sind dabei eine gute Wahl: Kleine bis mittlere Köder mit einer Länge zwischen 7,5 und 12,5 Zentimetern sind zu empfehlen. Auch Wobbler können sich dabei als vorteilhaft erweisen. Dennoch sollte man trotz kleinem Köder schwerere Jigköpfe aufziehen, da sich die kleinen Beutefische im Sommer erstaunlich schnell im Wasser bewegen und sich das daraus resultierende Verhalten besser mit schwereren Jigköpfen nachahmen lässt. Empfehlenswert sind dafür Modelle zwischen 14 und 16 Gramm.

Auch bei der Köderführung sollten die Angler beim Zanderangeln im Sommer einiges beachten. Die Beutefische der Zander bewegen sich im Sommer besonders schnell und auch die Zander selbst sind in der Regel gut genährt und können mit ausreichend Energie besonders aggressiv auf die Jagd gehen. Im Sommer können Angler die Zander dementsprechend mit schnellen, kurzen Anhieben und Richtungswechseln auf den Köder aufmerksam machen. Diese Art der Köderführung empfiehlt sich insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, wenn die Zander auf Beutesuche sind – zur Mittagszeit sollte man stattdessen auf eine einfache Köderführung mit mittlerer Einholgeschwindigkeit setzen.

Welche Köderfarben funktionieren im Sommer gut?

Darüber, welche Farben beim Zanderangeln im Sommer besonders gut funktionieren, scheiden sich die Geister. Immer wieder werden in diesem Zusammenhang helle Exemplare in gelb oder orange angeboten, allerdings berichten Angler auch von Erfolgen beim Zanderangeln im Sommer mit Ködern in natürlichen oder dunkleren Farben. Die Erklärungen für die Empfehlungen sind dabei so vielfältig wie die Auswahl an Ködern selbst: Während manche Angler auf Kontraste setzen und dementsprechend Köder wählen, die sich am meisten vom Himmel oder dem Bodengrund abheben, argumentieren andere Experten mit der Ähnlichkeit naturnaher Köder zum echten Köderfisch.

Beisszeiten von Zandern im Sommer

Wenn man weiß, wann und wo man im Sommer die Angel auswerfen muss, um einen Zander zu erwischen, kann man grundsätzlich unabhängig von der Tageszeit Erfolge beim Zanderangeln im Sommer erzielen. In den frühen Morgenstunden machen sich die Zander noch in Ufernähe auf die Suche nach Beute – gleiches gilt für die kühleren Abendstunden. Allerdings lassen sich auch zur Mittagszeit im Sommer Zander angeln: Wenn sich der Zander am Mittag in kühlere, dunklere und sauerstoffreichere Bereiche in tieferen Gewässern zurückzieht, sind Angler mit Plätzen in der Mitte von Seen oder mitten im Strom von Flüssen gut beraten. Als Besonderheit sollten die Angler dabei beachten, dass sich die Fische meist in Gesellschaft unterwegs sind – hatte man das Glück, einen Zander an einer bestimmten Stelle zu einer bestimmten Tageszeit an die Angel zu bekommen, sind in der Regel auch andere Fische nicht weit.

Standplätze im Sommer: Wo stehen die Zander?

Im Sommer findet man die Zander an wechselnden Standorten vor: Während sich der Zander morgens und abends noch eher in Ufernähe aufhält und hier auf Beutezug geht, zieht er in den heißen Mittagsstunden tiefe Gewässer vor. Hierhin verschlägt es die Fische nicht nur aufgrund der kühleren Temperaturen und den angenehmeren Lichtverhältnissen, sondern auch aufgrund des höheren Sauerstoffanteils im Wasser.